Hand aufs Herz: So richtig weihnachtlich wird es oft erst, wenn der Weihnachtsbaum steht, oder? Bunte Kugeln, gemütliches Licht – der Christbaum ist in der festlichen Zeit für viele das Herzstück im Wohnzimmer. Hier machen wir es uns mit unseren Liebsten gemütlichen – auch mit den Vierbeinern. Aber was ist eigentlich, wenn mein Hund Tannennadeln frisst?
Sind die grünen Nadeln für die Tiere gefährlich? Und wie kannst Du dafür sorgen dass Hund – und Baum – in Sicherheit sind? Deine Tierwelt gibt Tipps:
Tannennadeln können beim Hund Bauchschmerzen verursachen
Egal ob Fichte oder Tanne – giftig sind die beliebten Weihnachtsbaumsorten für Hunde nicht. Aber: Wenn Dein Hund viele Tannennalden frisst, kann das zu Magen-Darm-Problemen führen. Das liegt an den enthaltenen Ölen, die den Magen irritieren können und deshalb schnell Erbrechen oder übermäßigem Sabbern auslösen können.
Außerdem sind die Nadeln mancher Weihnachtsbäume besonders spitz und können den Vierbeinern Verletzungen an Maul oder Speiseröhre zufügen. Übrigens kann Dein Hund auch Bauchschmerzen bekommen, wenn er am künstlichen Weihnachtsbaum knabbert – je nachdem, aus welchem Material dieser besteht.

Die Tierärzte vom Magazin „Spruce Pets“ warnen außerdem davor, Hunde das Wasser aus dem Weihnachtsbaumständer trinken zu lassen. Besonders, wenn darin Dünger enthalten ist, um den Baum länger frisch zu halten. Aber auch so ist das Wasser schnell abgestanden und von Bakterien besiedelt, die Deinen Hund krank machen können.
Vorsicht mit Christbaumkugeln und Lichterketten
Auch die Deko des Baums ist für Vierbeiner nicht immer ungefährlich: Tobende Hunde können zum Beispiel schnell mal die Christbaumkugeln vom Baum fegen. Gehen diese kaputt, solltest Du umgehend die Scherben beseitigen. Sonst verletzt sich Deine Fellnase womöglich an den spitzen Überresten.
Lichterketten stellen ein Erstickungsrisiko dar und können – wenn Bello unbeobachtet daran knabbert – zu Stromschlägen und Verbrennungen führen.

So schützt Du Hund und Weihnachtsbaum voreinander
Damit Du die festliche Stimmung der Feiertage nicht mit einem Besuch beim Tierarzt ruinierst, kannst Du ein paar Tipps befolgen:
- Stelle den Weihnachtsbaum möglichst außer Reichweite Deines Vierbeiners auf – schütze ihn zur Not mit einem Laufstall
- Ist Dein Hund ein „Alles-Ankauer“? Dann wähle einen künstlichen Baum
- Achte aber auch bei Plastikbäumen darauf, dass Dein Hund nicht zu viel daran knabbert
- Kontaktiere sofort den Tierarzt, wenn Du glaubst, Dein Hund habe etwas Schädliches oder Giftiges gefressen
„Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest Du die Tannennadeln von Deinen Haustieren fernhalten“, empfiehlt auch Pflanzenexperte Alex Biggart im britischen „Express“. Das sei zwar einfacher gesagt als getan. Aber eine Möglichkeit seien zum Beispiel Mini-Bäume, die Du auf Möbel stellen und damit außer Reichweite Deines Hundes bringen kannst.



