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Pferdeherpes in Schleswig-Holstein: Das müssen Halter wissen

In Schleswig-Holstein sind Pferde in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Stormarn am gefürchteten Herpes-Virus erkrankt. Darauf sollten Pferdehalter jetzt achten.

Es gibt fünf Typen des Equinen Herpes-Virus (EHV), besonders gefürchtet sind Typ 1 und 4. EHV 1 kann zu zu fieberhaften Atemwegserkrankungen, Fehlgeburten und Lähmungserscheinungen führen. EHV 4 kann ebenfalls Atemwegserkrankungen und Lähmungen hervorrufen.

Genau diese Fälle von EHV konnten nun in Schleswig-Holstein festgestellt werden, wie „Pferd-und-Sport.de“ berichtet. Da die Viruserkrankung über Tröpfcheninfektion ansteckend ist, sollten betroffene Pferde den Stall bis zu 21 Tagen nicht verlassen und auch stallfremde Pferde nicht in die Nähe der Tiere gebracht werden.

Intensive Hygiene-Maßnahmen mit gründlichen Desinfektion der Umgebung sollten getroffen werden. Erkrankte Tiere sicherheitshalber in Quarantäne zu halten, wird von einigen Tierärzten als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme empfohlen. Ist dies nicht möglich, sollten die Abwehrkräfte der benachbarten Pferde gestärkt werden.

Sicherheit: ja, Panik: nein

Bei Verdachtsfällen ist es ratsam, einen Tierarzt zu rufen werden. Dieser wird die Behandlung und den Umgang mit den betroffenen Pferden genau mit den Besitzern und anderen Haltern aus dem Stall absprechen. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tagen. Deshalb sollten Pferdehalter ihre Tiere genau beobachten, wenn Pferde im Stall erkrankt sind.

Viele Pferde bleiben symptomfrei

Rund 85 bis 90 Prozent aller Pferde sollen mit dem Erreger infiziert sein, doch in vielen Fällen kommt es aufgrund eines starken Immunsystems weder zu Symptomen. Ist das Immunsystem des Pferdes geschwächt, können die Viren sich im Körper ausbreiten und Organe befallen.

Auch Augen, Atemwege, Genitalien und Nervenbahnen können dann betroffen sein. Leider führt der Einsatz von Antibiotika nicht zum Erfolg – denn diese greifen nur bei Bakterien, nicht aber bei Viren. Ist ein Pferd erkrankt, können nur noch die Symptome behandelt werden.

Wichtig ist, das Immunsystem des Pferds zu stärken. Die Immunzellen erkennen befallene Areale und bekämpfen diese durch Antikörper. Für sehr geschwächte Tiere endet eine EHV-Erkrankung mitunter mit dem Tod.

EHV-Symptome und Impfung

Hautprobleme und Bläschen, Husten, Lethargie und Futterverweigerung, Fieber und Lähmungen sowie Fehlgeburten bei tragenden Stuten können auf eine Erkrankung hinweisen. Es wird empfohlen, Pferde konsequent zu impfen.

Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei Impfungen im Abstand von etwa vier bis sechs Wochen. Zuvor müssen die Pferde entwurmt werden. Danach muss die Impfung alle sechs Monate wiederholt werden. Tierärzte raten, den gesamten Bestand zu impfen. Menschen können sich bei Pferden übrigens nicht anstecken.
 

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