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Perserkatze – Eine gemütliche Zeitgenossin

Über die Perserkatze

Allgemeines

Größe: Mittelgroß

Fell-Länge: Langhaarkatze

Farben: Fast alle Farben

Gewicht: 3,5 bis 6,0 Kilogramm (Katze); max. 7,0 Kilogramm (Kater)

Haltungsempfehlung

Vor der Anschaffung einer Perserkatze sollte man den Pflegeaufwand dieser Rasse bedenken. Das dichte Fell muss täglich gekämmt werden. Eventuell kommt noch die Reinigung der Augen hinzu. Ist das Fell so stark verschmutzt, dass die Katze es nicht mehr selbstständig putzen kann, muss sie gebadet werden. Nicht jede Samtpfote lässt das freiwillig über sich ergehen. Wird das regelmäßige Bürsten versäumt, muss das Fell geschoren werden. Bei besonders wehrhaften Katzen ist das nur unter Narkose beim Tierarzt möglich. Um der Mieze eine solche Tortur zu ersparen, sollte im Voraus geklärt werden, welches Familienmitglied die Fellpflege übernimmt. Liebhaber loben ihr ruhiges Wesen und schätzen sie für ihre sanfte Art. Auch anderen Katzenrassen gegenüber gibt sie sich meist gelassen, mit einer lebhaften Bengalkatze könnte es aber zu Problemen kommen. Wie die meisten Rassen stört sich auch die Perserkatze nicht an Kindern, sofern sie ihre Bedürfnisse respektieren und sich ihr nicht aufdrängen. In der Regel gibt sich die Perserkatze mit reiner Wohnungshaltung zufrieden.

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Im 17. Jahrhundert wurden erstmals Langhaarkatzen nach Europa gebracht. Diese stammten aus dem damaligen Persien (dem heutigen Iran) und der Türkei. Es wird davon ausgegangen, dass die Perserkatze entweder von den türkischen, den persischen oder von einer Mischung beider Langhaarkatzen abstammt. Die ursprünglichen Perser haben mit den heutigen Rassekatzen jedoch nicht mehr viel gemein.

Vor allem im 20. Jahrhundert machte die Rasse zuchtbedingt grundlegende Veränderungen durch. Der Körper wurde gedrungener, insgesamt kleiner und der Kopf runder und flacher. Die Nase wurde kürzer. Auch das Fell veränderte sich und wurde länger und dichter. In den 1970er Jahren gelangten die unerwünschten Veränderungen, die gesundheitliche Probleme mit sich brachten, durch Massenzuchten in den USA schließlich auch nach Europa.

In den letzten Jahren versuchen jedoch wieder viele gewissenhafte Züchter gesunde Perserkatzen hervorzubringen. Besonders unter den kurzen Nasen haben in der Vergangenheit viele Tiere gelitten, da sie unter anderem das Atmen erschweren.

In einigen Verbänden ist die Colourpoint (im Englischen auch als Himalayan bezeichnet) als eigene Rasse anerkannt, es handelt sich bei ihr jedoch eigentlich um eine Farbvariante der Perserkatze, die durch die Einkreuzung von Siamkatzen entstand. Die Exotic Shorthair gilt als Kurzhaarversion der Perserkatze. Sie wurde Mitte des vergangenen Jahrhunderts gezüchtet und anerkannt. Beide Rassen haben denselben Standard.

Rassespezifische Charakterzüge

Perserkatzen gelten als gemütlich, ruhig und liebevoll. Meist liegen sie gerne in der Sonne, schmusen viel und haben einen eher mäßig ausgeprägten Freiheitsdrang. In jungen Jahren lassen sie sich aber zum Spielen animieren. Erfahrungsgemäß werden sie im Alter oft etwas spielfaul. Die Perserkatze gilt als Diva, die weiß was sie will, aber die Liebe ihrer Menschen gerne zurückgibt. In der Regel bestimmt sie selbst, wann und von wem sie gestreichelt wird. Manche sagen ihr einen Dickkopf nach. Die Perserkatze ist ein überwiegend bequeme Zeitgenossin, die es warm und behaglich mag. Ein Sofakissen ist sie deshalb aber nicht.

Haltung und Pflege

Die Perserkatze zählt zu den pflegeintensiven Rassen. Sie muss täglich gekämmt werden, damit Fell und Unterwolle nicht verfilzen. Das erfordert Zeit und Geduld, denn nicht jede Perserkatze genießt die Fellpflege durch den Menschen. Ist sie vom Kätzchenalter an daran gewöhnt, erleichtert das die tägliche Prozedur enorm. Da die Perserkatze nur in seltenen Fällen Freigang einfordert, gilt sie als ideale Wohnungskatze. Ein Artgenosse ist der perfekte Kuschel- und Spielpartner, wenn der Mensch seinem Beruf nachgeht. Bei der Mehrkatzenhaltung solltest Du darauf achten, dass der Katzenpartner nicht zu lebhaft ist. Perser- und Bengalkatze sind zum Beispiel keine ideale Mischung. Darf die Samtpfote in den Garten, muss sie eventuell gelegentlich gebadet werden. Durch das dichte Fell neigen Perser, im Gegensatz zu anderen Rassen, vermehrt zu Haarbällen. Das Fell wird beim Putzen aufgenommen und anschließend wieder hervorgewürgt.

In manchen Fällen benötigt die Perserkatze zusätzlich Hilfe bei der Reinigung ihres Augenbereiches. Durch die kurze Nase neigen die Tränenkanäle der Mieze zu Verstopfungen. Ein feuchtes Tuch reicht in der Regel zur Reinigung aus.

Manche Perserkatzen haben zudem Schwierigkeiten beim Fressen von Futter mit großen Fleischstücken. Verantwortlich dafür ist ihr relativ plattes Gesicht. Perser nehmen die Nahrung häufig vorwiegend mit der Zunge auf. Hat eine Samtpfote Schwierigkeiten mit der Futteraufnahme, sollte auf ein Katzenfutter mit breiiger Konsistenz ausgewichen werden.

Die Perserkatze hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 13 bis 18 Jahren. Die Erfahrung zeigt, dass Katzen in reiner Wohnungshaltung häufig älter werden als solche mit Freigang. Erblich bedingt kann bei Persern die Polyzistische Nierenkrankheit auftreten. Besteht die genetische Veranlagung für diese Krankheit, tritt sie sogar fast immer auf.

Bei der Anschaffung einer Perserkatze ist deshalb darauf zu achten, dass die Elterntiere nicht Träger des verantwortlichen Gens sind. Andere Erbkrankheiten bei Persern sind progressiver Netzhautschwund (Verkümmerung der Netzhaut, was zu vollständiger Erblindung führen kann), Taubheit (bei weißen Katzen), Hypertrophe Kardiomyopathie (eine Herzerkrankung) oder auch Hodenhochstand bei Katern.

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