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Parvovirose: Was tun, wenn Dein Welpe Durchfall hat

Du willst einem Welpen ein neues Zuhause schenken. Dann solltest Du Dich auch über die gängigsten Welpenkrankheiten informieren, damit Du Deinem Schatz immer adäquat helfen kannst. Wir verraten Dir, wie Du erkennst, ob Deine Fellnase an Parvovirose leidet – und was Du dann tun musst.

Neben Herpes-Viren und Staupe ist Parvovirose eine der häufigsten Virusinfektionen beim Welpen. Wenn Dein Welpe unter Durchfall leidet, kann das eventuell an einer Infektion mit diesem Virus liegen. Aber aufgepasst: Durchfall ist ein sehr häufiges Symptom unterschiedlicher Krankheiten, etwa Infektionen mit Parasiten wie Giardien und kleinerer Wehwehchen wie dem Zahnwechsel oder einer Futtermittelunverträglichkeit. Deswegen solltest Du immer mit Deinem Hund zum Tierarzt gehen, wenn er Darmbeschwerden hat.

Meistens erkranken Welpen erst ab dem dritten Lebensmonat, also der zwölften Lebenswoche, an Parvovirose. Ist jedoch das Muttertier nicht gegen die Krankheit geimpft, kann sie die Infektion beim Säugen auf ihre noch ganz jungen Welpen übertragen. Aus diesem Grund ist es wichtig, beim Welpenkauf nicht nur auf den gesundheitlichen Zustand und die medizinische Versorgung des Welpens zu achten, sondern auch auf die des Muttertiers!

Typische Symptome von Parvovirose bei Welpen

Neben übelriechendem Durchfall, der wässrig und mitunter blutig sein kann, leiden infizierte Hunde zusätzlich an Mattheit, Erbrechen und Fieber. In extremen Fällen kommt es zu Herzmuskelentzündungen und einer Blutvergiftung. Vor allem bei Welpen kann die Hundeseuche tödlich verlaufen, da ihr Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist.

Die Diagnose erhält Dein Tierarzt durch einen Test aus dem Kot Deines Tieres. Du hilfst Deinem Tierarzt daher sehr, wenn Du die Ausscheidungen Deines Lieblings mit in die Praxis bringst. Am besten geht das in einem ausgekochten Marmeladenglas. Ein Kotbeutel funktioniert im Notfall aber natürlich auch.

Wenn sich Dein Welpe mit dem Virus infiziert hat, musst Du schnell handeln, damit er die ersten fünf Tage, die härtesten und entscheidendsten nach der Infektion, übersteht. Studien haben gezeigt, dass die Chancen für Deinen Welpen am besten stehen, wenn er stationär in einer Praxis oder in einer Tierklinik behandelt wird. Wenn erkrankte Hunde zuhause therapiert werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sterben, deutlich höher.

Als Behandlungsmöglichkeiten kann Dein Tierarzt dem dehydrierten Tier Infusionen, Antibiotika, Magenschutztabletten, Schmerzmittel und Medikamente gegen Übelkeit verabreichen. Besser ist jedoch die vorbeugende Maßnahme: den Welpen vorab über die Grundimmunisierung vor einer Ansteckung zu bewahren.

Depression: Hund ist traurig
Foto: pexels.com/Creative Vix

Da die Seuche hoch ansteckend ist und lange in der Umwelt überlebt, musst Du infizierte Tiere isolieren. Andere Hunde könnten sich über den Kot und kontaminierte Gegenstände infizieren.

Parvovirose vorbeugen: So wichtig sind Impfungen

Regelmäßige Tierarztbesuche sind sehr wichtig. Schon im jungen Welpenalter solltest Du regelmäßig mit Deinem Hund in die Praxis fahren. Dann stehen nämlich auch die ersten Impfungen an. Verantwortungsvolle Züchter oder Tierschutzvereine kümmern sich in der Regel darum, dass Dein neuer Fellkumpel alle Impfungen bekommt, die er bis zum Zeitpunkt seiner Abgabe benötigt. Diese findet frühestens mit acht Wochen statt.

Trotzdem solltest Du überprüfen, ob Dein Welpe alle Impfungen bekommen hat, wenn Du ihn mitnimmst. Welche Immunisierungen Dein Welpe verabreicht bekommen hat, kannst Du in seinem EU-Heimtierausweis nachsehen.

Hund wird geimpft beim Tierarzt
Foto: pexels.com/freestock

Bereits in der achten Lebenswoche sollte der Welpe gegen Staupe, Leptospirose, Parainfluenza, Hepatitis contagiosa canis und Parvovirose geimpft werden. In der zwölften Woche steht die Impfung gegen Tollwut an. Einige der genannten Krankheiten, zu denen es wohl gemerkt einen Impfschutz gibt, gehören auch zu den fünf häufigen Welpenkrankheiten.

Übrigens: Frühzeitige Tierarztbesuche dienen auch der Prophylaxe und helfen dabei, Deinen Hund schon frühzeitig an neue, fremde Situationen und den Besuch beim Tierarzt vorzubereiten.

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Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

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