- Ostern kann für Hunde und Katzen schnell gefährlich werden: Besonders Schokolade, Alkohol in Süßigkeiten, gewürztes Festessen oder Spielzeuge mit Kleinteilen bergen Gesundheitsrisiken.
- Theobromin in Schokolade ist für Vierbeiner giftig – Symptome wie Zittern, Erbrechen oder Herzrasen erfordern sofort tierärztliche Hilfe.
- Für sichere Feiertage: Finger weg von Snacks für Menschen, keine brennenden Kerzen in Tiernähe und stattdessen tiergerechte Spielzeuge und Leckerlis schenken – so bleibt Ostern fröhlich statt riskant.
Die Gesundheitsgefahr beginnt mit der Schokolade: Keine Panik, wenn die Fellnase eine weiße Schokolade genascht hat, aber bei Vollmilch- und vor allem bei Bitterschokolade sollten die Alarmglocken schrillen. In der Kakaobohne – und damit auch in der Schokolade – steckt das giftige Theobromin, das von Hunden und Katzen nicht abgebaut werden kann. Wenn sie Schoki fressen, können unsere Vierbeiner daher in Lebensgefahr geraten.
Katzen sind schon bei 200 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht betroffen, bei Hunden sind 250 bis 500 Milligramm pro Kilo Körpergewicht kritisch. Hat Dein Vierbeiner also das Nest geplündert und Ostereier oder gar den Osterhasen gefressen, solltest Du sofort in die Tierklinik fahren.

Eine Schokoladenvergiftung erkennst Du unter anderem an folgenden Symptomen:
- Zittern
- Erbrechen
- Krämpfe
- Unruhe
- Durchfall
- großer Durst
- erhöhte Körperwärme
- Herzprobleme
- schneller Puls
Tückischer Alkohol im Osterei
Auch die Füllung der Oster-Süßigkeiten kann zur Gefahr werden: Oft ist Alkohol in den Ostereiern und der sollte natürlich nicht von Deiner Katze oder Deinem Hund gefressen werden. Dann ist die gute Laune weg, das Tier fährt im Rauschkarussel und es kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu.

Gefährliche Ostern mit Häppchen vom Menschen-Tisch
Tabu sein sollten auch jegliche Häppchen vom Menschentisch. Zwar können unsere Fellnasen mit einem Ei fertig werden, aber Gewürze am Festtagsbraten schädigen die Darmflora und die spendierten Häppchen machen auch noch dick. Vestopfung oder Durchfall sind häufige die Folgen. Übrigens: Auch Milchprodukte werden oft nicht vertragen und es kommt zu Beschwerden.
Auch der süße Plüschhase ist nicht harmlos
Sogar der Plüschhase kann gefährlich werden: Glasaugen können verschluckt werden und im Magen und Darmtrakt ernste Probleme machen. Auch Draht in Stofftieren sind Übeltäter, denn sie können Maul, Rachen, Speiseröhre, Magen und Darm verletzen. Sticht sich das Tier mit dem Draht ins Auge oder in die Nase, können dort ebenso Verletzungen entstehen wie etwa durch Stiche an einer Pfote.

Fäden können lebensgefährlich sein
Ist das Osternest mit Wollfäden oder Grasfäden aus Papier ausgelegt, dann kann auch das gefährliche Ostern bescheren: Fäden können sich verschlingen oder schlimmstenfalls den Darm zuschnüren. Scharfkantiges Papier kann innere Schnittverletzungen verursachen. Im Ernstfall müssen Hund und Katze in die Tierklinik.
Brandgefahr ausschließen
Ostern kann für die Haustiere auch brandgefährlich werden – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Zur Feier des Tages wird die Osterkerze angezündet – und womöglich mit einem Schwanzwedeln oder einem Katzensprung umgestoßen. Ein Fell gerät sehr leicht in Brand und schon das heiße Wachs verursacht Verbrennungen. Besser LED-Kerzen verwenden und bei offenem Feuer (auch bei Kamin und Grill) immer einen Eimer Wasser bereit stehen haben. Denn: Sicher ist sicher.
Fröhliche Ostern mit tiergerechten Geschenken
Wenn Du Deinem Liebling ein Ostergeschenk machen willst, dann schenke ihm spezielles Hunde- beziehungsweise Katzenspielzeug und verwöhne das Tier mit artgerechtem Futter und Leckerlis. Denke immer daran: Glas und Plastik kann splittern und verletzen, Metall birgt ebenfalls eine Verletzungsgefahr, auch ein quietschendes Innenteil im Spielzeug kann verschluckt werden, wenn das Plüschtier mit den Zähnen oder Krallen zerlegt wird.

In jedem Fall sind ein wachsames Auge, unerreichbare Pralinen und ein schlauer Einkauf die beste Vorbeugung. Schließlich sollen es ja fröhliche und keine gefährliche Ostern für Dich und Deinen Vierbeiner werden.




„Artikel Schokolade ist gefährlich…“
Bitte keine Panik, wenn der Hund eine Tafel Schokolade gemampft hat. Wie bei so vielem macht die Dosis erst das Gift aus.
Eine 100g Tafel Schokolade(Vollmilch) enthält ca. 230 mg Theobromin. Ein 10 kg schwerer Hund müss te somit 10 Tafeln auf einmal essen, um in einen gefährlichen Bereich zu geraten – vorher wird ihm wohl eher übel werden… also FROHE OSTERN! ganz entspannt genießen!
wolffsjahr