Über die Orpington Hühner
Die Orpington Hühner wurden Ende des 19. Jahrhunderts von dem Engländer William Cook in Orpington gezüchtet. Das Ergebnis der Kreuzungen von Minorka Hühnern, Croad-Langschan und diversen anderen Rassen: Kräftige Hühner, deren Hähne bis zu 4,5 Kilogramm und Hennen bis zu 3,5 Kilogramm auf die Waage bringen, dabei aber auch eine hohe Legeleistung von circa 180 Eiern pro Jahr aufweisen.
Damit waren die Orpingtons vor allem wegen ihrer Eigenschaften als Nutztiere gefragt, aber auch das kräftige, üppige Äußere, bei dem Körperhöhe und –Breite fast gleichwertig sind, ließ das Orpington Huhn zu einem attraktiven Zucht- und Ausstellungstier werden.
Hierzu trägt sicherlich auch die Farbvielfalt einen Teil zu bei. Denn der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) hat mittlerweile zwölf unterschiedliche Farbschläge anerkannt: birkenfarbig, blau-gesäumt, Gelb, gelb-schwarz-gesäumt, gestreift, porzellanfarbig, rebhuhnfarbig, rosenkämmig, Rot, Schwarz, schwarz-weiß gescheckt, Weiß. Eine 13. Farbvariante – kennfarbig – wird derzeit geprüft.
Die vielen Vorteile, die die Orpington Hühner mitbringen, hören bei der Haltung keinesfalls auf. Denn die Rasse ist auch in puncto Stall und Freigehege nicht besonders anspruchsvoll: Wohl aufgrund der massigen Statur gehören die Orpingtons nicht zu den besten Fliegern, sondern sind eher ruhig und gelassen. Somit kann die Umzäunung etwas niedriger ausfallen, als bei anderen Hühnerrassen. Der Stall sollte natürlich – wie bei allen Hühnern – genügend Platz bieten. Ansonsten sind die robusten Orpington Hühner jedoch einfach zufriedenzustellen. Und wenn sie sich einmal wohlfühlen, dann gelten die Vertreter diese Rasse als angenehme und zutrauliche Hof- oder Gartenbewohner.



