„Sitz“ und „Platz“, das Lieblingsspielzeug und auch den eigenen Namen: Hunde können sich mehrere Begriffe und Namen merken. Wie viele genau, ist je nach Hund unterschiedlich. So ist ein Vierbeiner zum Beispiel dafür bekannt, mehr als 1.000 Namen für verschiedene Objekte zu kennen.
Doch auch wenn der „Wortschatz“ Deines Bellos kleiner ist: Seinen eigenen Namen versteht er mit Sicherheit. Oder?
Dafür müssen wir zu erst erklären, wie Hunde überhaupt bestimmte Wörter lernen. Das funktioniert mithilfe von Schlussfolgern oder durch positive Verstärkung.
Zum Beispiel weiß Dein Hund irgendwann, was „Gassi gehen“ bedeutet, wenn Du immer, wenn Du das Wort sagst, nach der Leine greifst und danach mit ihm raus gehst. Irgendwann freut sich Dein Vierbeiner dann schon auf die gemeinsame Runde, wenn er nur das Wort „Gassi“ hört.
Kommandos wie „Sitz“ und „Platz“ lernen Hunde dagegen vor allem durch positive Verstärkung. Weil sie beispielsweise gelobt werden oder Leckerlis bekommen, wenn sie diese richtig ausführen.
Und ganz ähnlich funktioniert das auch mir ihrem eigenen Namen. Irgendwann lernen die Hunde, dass wir sie meinen, wenn wir freudig „Balu!“, „Nala!“ oder „Sammy!“ rufen. Vor allem, wenn wir sie anfangs dafür belohnen.

Aber haben Hunde ein ähnliches Selbstverständnis wie wir Menschen? Also, hören sie ihren Namen und denken: „Bruno – das bin ich“? Experten sind sich ziemlich sicher, dass dem nicht so ist. Vermutlich ist es eher so, dass sie ihren Namen wie ein Kommando wahrnehmen, bei dem sie zu ihrem Herrchen oder Frauchen rennen sollen.
Tipps, mit denen Hunde ihre Namen leichter lernen
Übrigens: Optimale Namen für Hunde sind kurz – ein oder zwei Silben – und enthalten harte Konsonanten. Gute Beispiele dafür liefert etwa die Top 10 der beliebtesten Hundenamen in Deutschland. Bella, Lotte, Buddy und Lucky sind nicht nur beliebt, sie machen es Hunden auch leichter, auf ihren Namen zu hören.
Denn zu lange oder „weiche“ Namen könnten die Vierbeiner verwirren. Mit prägnanten Namen fällt es ihnen leichter, darauf zu hören. Damit Dein Hund seinen Namen lernt, solltest Du ihn immer wieder mit der selben Tonlage und Betonung ansprechen. Belohne Deinen Vierbeiner, wenn er darauf reagiert, zum Beispiel indem Du einfach „ja“ oder „fein“ sagst, ihn streichelst oder ihm ein Leckerli gibst.
Der US-Züchterverband American Kennel Club rät davon ab, den Namen häufig hintereinander zu sagen – sonst denkt Dein Hund irgendwann, er muss nur auf „LunaLunaLuna“ reagieren. Außerdem solltest Du den Hundenamen nicht benutzen, wenn Du Deinen Vierbeiner bestrafst – und auch nicht, wenn Du mit anderen über ihn redest. Denn das könnte Deinen Hund verwirren und er weiß nicht mehr, wann er auf seinen Namen reagieren soll und wann nicht.



