Wie lange ein Vierbeiner tatsächlich schlummern sollte, hängt von einigen Faktoren ab: Dazu zählen zum Beispiel Alter, Größe, Rasse und Lebensumstände. Es ist aber nicht ungewöhnlich, dass Hunde viel schlafen. Einige verbringen sogar etwa 16 bis 20 Stunden täglich damit.
Das solltest Du über Hundeschlaf wissen:
- Große Rassen schlafen tendenziell mehr als kleine.
- Besonders Welpen verarbeiten sehr viele Eindrücke im Schlaf, weshalb sie ausreichend Ruhe benötigen.
- Ältere oder kranke Tiere schlafen ebenfalls mehr.
- Viele Hunde passen sich den Schlafzeiten ihrer Besitzer an.
- Sie sind Gewohnheitstiere, weshalb sie am besten feste Schlafenszeiten brauchen.
Ein Hund braucht seinen Schlaf
„Schlafende Hunde soll man nicht wecken“ – dieses Sprichwort ist altbekannt. Aber ist da etwas dran? Falsch ist es nicht. Denn: Hunde benötigen ihren Schlaf, um die Ereignisse des Tages zu verarbeiten. Dabei halten sie aber keineswegs immer echten Tiefschlaf. Zu einem Großteil machen sie leichte Nickerchen oder ruhen sich in ihrem Körbchen aus. Sie wachen dann schnell auf, sobald sie zum Beispiel Geräusche hören.
Was passiert, wenn Dein Hund nicht genügend Schlaf bekommt? Er reagiert dann möglicherweise aggressiver als sonst. Denn mit Schlafmangel kommen Vierbeiner nicht so gut klar wie beispielsweise mit Hunger oder Durst. Manche Tiere sind dann unruhig oder nervös. Schläft Dein Hund über längere Zeit schlecht, ist er anfälliger für Krankheiten wie Hautprobleme, Allergien oder Autoimmunreaktionen.
Und das möchtest Du natürlich verhindern! Deshalb findest Du nachfolgend einige Tipps, mit denen Dein Hund wieder guten, erholsamen Schlaf bekommt:
Laste das Tier aus
Es ist wichtig, dass Du Deinen Vierbeiner geistig und körperlich forderst, damit er tagsüber nicht zu viel schläft. Nachts wacht er dafür auf oder schläft nur sehr unruhig. Besonders Tiere, die in einer Wohnung ohne Auslaufmöglichkeiten leben, sind davon betroffen.
Unabhängig davon solltest Du Dein Tier beschäftigen: Neben regelmäßigen Gassi-Runden kannst Du zum Beispiel alte Kommandos auffrischen oder ihm neue beibringen. Lass es etwas suchen oder einen Ball apportieren. Auch Clickertraining, Nasenarbeit und Dog-Dancing sind gute Beschäftigungsmöglichkeiten. Oder Du besorgst Intelligenzspielzeug für Hunde, etwa eine Snack Roll oder einen Schnüffelteppich.
Der richtige Schlafplatz für Deinen Hund
Damit Dein Hund gut schläft, ist das richtige Ruheplätzchen essentiell – schließlich soll er es ja gemütlich haben und sich von den spannenden Erlebnissen des Tages ausruhen können.
Der Hundeschlafplatz sollte das Tier vor Zugluft schützen und die Kälte des Bodens abschirmen. Für ältere Hunde eignen sich besonders weiche Plätzchen wie kuschelige Hundekissen, um Gelenke und Knochen zu schonen.
Welches Bett Du letztendlich wählst, entscheiden einerseits Dein Geschmack und andererseits Dein Hund. Du wirst sofort merken, wenn er sich in seinem neuen Körbchen wohlfühlt. Wähle ein Modell, das zur Größe der jeweiligen Rasse passt. Ein erhöhter Rand speichert zudem die Körperwärme gut.
Und welches Material soll es sein? Du kannst Dich zum Beispiel für natürliche Weide oder stabilen Kunststoff entscheiden. Beide bieten dem Tier viel Halt, Kunststoff ist allerdings etwas leichter zu reinigen. Alternativ fühlt sich Dein Hund vielleicht auch in einem weichen Plüsch-Körbchen wohl?

Das Drumherum muss stimmen
Kannst Du schlafen, wenn um Dich herum Trubel herrscht? Nein? Deinem Hund geht es vielleicht ähnlich: Störgeräusche oder abendlicher Besuch sorgen dafür, dass er schlecht einschläft oder schnell wieder aufwacht.
Außerdem sind Hunde sehr sensible Tiere – sie merken sofort, wenn etwas im Familiengefüge nicht stimmt. Das kann zum Beispiel ein Streit, ein Umzug, eine Scheidung, aber auch eine Geburt sein. Manche Vierbeiner reagieren dann gestresst oder verängstigt.
Außerdem solltest Du Augenmerk darauf legen, wo Du das Hundebett platzierst: Vermeide direkte Sonneneinstrahlung, Lärm und Orte, an denen abends viel los ist. Aber Achtung: Auch ein abgeschiedener Schlafplatz ist nicht immer ideal. Schließlich sind Hunde soziale Tiere, die Anschluss zu ihrem Rudel beziehungsweise ihrer Familie suchen. Teste am besten aus, an welchem Ort sich Dein tierischer Mitbewohner am wohlsten fühlt.
Die richtige Schlafroutine für Deinen Hund
Hunde sind Gewohnheitstiere. Deshalb ist es sinnvoll, allabendliche Rituale zu etablieren:
- Gib Deinem Hund sein Abendessen nicht zu spät und achte darauf, dass die Mahlzeit nicht zu groß ist, da sie sonst das Einschlafen erschwert.
- Lasse Deinen Hund vor dem Zubettgehen nochmal nach draußen, damit er sich erleichtern kann.
- Achte darauf, dass beides immer zu einer ähnlichen Zeit stattfindet.
- Nicht alle Hunde schlafen von selbst ausreichend. Du kannst Deinem Tier beispielsweise mit Streicheleinheiten helfen herunterzufahren.

Krankheiten ausschließen
Nicht nur die äußeren Umstände können dafür sorgen, dass Dein Hund schlecht schläft, auch bestimmte Erkrankungen sind mögliche Auslöser. Findest Du keine Ursache für die Schlaflosigkeit, solltest Du einen Tierarzt aufsuchen, um Krankheiten auszuschließen.
Möglicherweise rauben diese oder ähnliche Leiden Deinem Hund den Schlaf:
- Husten
- Arthrose
- Wirbelsäulenprobleme
- Schilddrüsendysfunktionen
Es muss aber nicht immer eine Krankheit sein, auch ein anderer Faktor kann eine Rolle spielen: Vielleicht ist Dein Hund nämlich gerade läufig und wittert den Geruch einer Hündin? Dieser ist für ihn dann so anziehend, dass er nicht mehr einschlafen möchte. In diesem Fall kannst Du Dir überlegen, Deinen Vierbeiner kastrieren zu lassen.
Nun weißt Du, an welchen Stellschrauben Du drehen kannst, damit Dein Hund gut schläft. Wichtig ist vor allem, dass er ein gemütliches, ruhiges Plätzchen hat, gesund sowie ausgelastet ist und sich rundum wohlfühlt. Auch eine Abendroutine verhilft Deinem Vierbeiner zu süßen Träumen.




Meine Riesenschnauzer-Hündin 9 Monate schläft Nachts sehr gut. Dafür am Tag keine Minute. Wir gehen eine schöne Runde ca.1 Stunde, danach geht es in den Garten wo sie sich frei bewegen kann. Egal wie lange ich mich dort aufhalte, in der Zeit schläft sie keine Minute. Sie ist am spielen, beobachten. Im Schnitt sind wir 8 Stunden im Garten. Kommen wir nach Hause, bekommt sie ihr Futter( was sie auch im Garten bekommt ), danach sperre ich sie in die Stube sonst würde sie mir weiter hinterher laufen, beobachten. dann fällt sie um und schläft. Könnte so ein Halsband helfen ? MfG