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No-Gos in der Katzenhaltung: Das solltest Du niemals machen

Leben mit Katze – das hört sich zunächst sehr einfach an. Es gibt jedoch viele Dinge, auf die Du achten solltest, wenn Du Dir eine Samtpfote anschaffen willst oder schon mit einer zusammenlebst. Es gibt nämlich bestimmte No-Gos, die Du vermeiden solltest. Die DeineTierwelt-Katzenexpertinnen Annika Holzkamp und Tina Wolf klären auf.

„Oft haben Menschen bestimmte Erwartungen an ihre Katzen. Zum Beispiel, dass sie richtige Schmusetiger sein müssen“, erklärt Tina Wolf. Das sollte möglichst vermieden werden – denn genau wie wir Menschen sind Katzen auch nicht perfekt.

Jede Katze hat ihren eigenen Charakter und dementsprechend auch ihre eigenen Macken – stelle also keine bestimmten Erwartungen ans Verhalten Deiner Mieze. „Es ist viel schöner, sich zu fragen: Was wünsche ich mir vom Zusammenleben mit meiner Katze? Wenn man sich das fragt, dann stellt man schneller fest, dass die Katze gar nicht perfekt sein kann und auch nicht sein muss, sondern genauso richtig ist, wie sie ist“, erklärt die Expertin im DeineTierwelt-Podcast „Pet-Talks: Katze“.

Katze legt Pfötchen an den Finger vom Menschen
Foto: unsplash.com/Raychan

Oft kommt es durch Unverständnis und zu hohe Erwartungen dazu, dass die Stubentiger abgegeben werden, weil sie diesen eben nicht entsprechen.

Bestrafungen? Ein absolutes No-Go

Katzenhalter wissen, dass in der Wohnung schnell mal etwas zu Bruch geht, wenn dort auch eine Mieze durch die Zimmer streift. Möbel werden beschädigt, neben dem Katzenklo passiert ein Malheur.

„Diese Probleme kann man auf eine gute Weise lösen, sodass es der Katze dabei auch gut geht“, sagt Annika Holzkamp. „Man muss, sollte und darf niemals mit Strafen arbeiten.“

Sprühflaschen, Einsperren, körperliche Gewalt oder Futterentzug sind absolute No-Gos! „Das wird nur Eurer Beziehung schaden. Das versteht die Katze nämlich nicht. Wenn irgendein Problem auftaucht, dann wendet Euch an einen Profi – die können tolle Tipps geben und niemand kommt dabei zu Schaden“, so die Expertin weiter.

Kein Respekt an den Grenzen der Katze

Genau wie wir Menschen haben auch Katzen ihre Grenzen. Und die solltest Du respektieren. „Auch die Katze darf mal ‚Nein‘ sagen“, erklärt Tina Wolf. Ständiges Eindringen in ihre Privatsphäre, vor allem wenn sie gerade an ihrem Lieblingsort schläft, solltest Du unterlassen. „Oft ist es von uns zwar nett gemeint und eigentlich wollen wir damit nur unsere Zuneigung zeigen, aber es hat schon einen Grund, warum die Katze gerade in ihrem Rückzugsort ist. Wenn sie Lust auf Interaktion hat, dann wird sie sich die suchen“.

Katze schläft auf Decke
Foto: unsplash.com/Lauren Kay

Auch bei Streicheleinheiten solltest Du Dich nach Deiner Mieze richte – an welchen Stellen kannst Du sie kraulen und an welchen lieber nicht? Das ist von Katze zu Katze unterschiedlich. Während einige es lieben, am Bauch gestreichelt zu werden, ist dieser für andere Stubentiger eine Tabuzone.

Auch beim Hochheben hat jede Mieze ihre eigene Grenze. „Da muss man auf die Körpersprache der Katze achten. Wenn sie nicht will, darf man auch nicht böse auf sie sein. Die Katze unterschreibt beim Einzug ja nicht, dass wir alles mit ihr tun dürfen und sie sich das gefallen lassen muss“, erklärt Tina Wolf.

Auch Vernachlässigung ist schlimm

Auch richtig fies: keine katzengerechte Einrichtung, keine Vorsorgeuntersuchungen und mangelndes Interesse am Wohlergehen Deiner Katze. Du bist für sie verantwortlich, deswegen musst Du auch für sie sorgen.

„Das ist ein absolutes Grundthema, mit dem man sich schon vor der Anschaffung einer Katze beschäftigen sollte“, erklärt Annika Holzkamp. „Ist noch alles artgerecht – wie ich meine Katze behandle, wie es bei mir eingerichtet ist? Es ist extrem wichtig, dass sich diese Fragen immer wieder gestellt werden. Wenn man keine Lust hat, sich ständig mit solchen Dingen zu beschäftigen, dann sollte man sich auch keine Katze anschaffen.“

Mehr dazu im Podcast

Wenn Du mehr zu dem Thema No-Gos bei der Katzenhaltung hören möchtest und erfahren willst, was auch Tina Wolf und Annika Holzkamp schon für Fehler gemacht haben, dann hör Dir jetzt die neue Folge „Pet-Talks: Katze“ an:

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