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Studie: So bekommst Du die Aufmerksamkeit Deines Hundes

Halter kennen es: Der Hund will einfach nicht gehorchen und scheint plötzlich taub zu sein. Forscher aus Wien haben jetzt im Rahmen einer Studie untersucht, wie Menschen die Aufmerksamkeit des Vierbeiners am besten auf sich lenken können. Dafür sind nur zwei Dinge notwendig.

Der Hund ignoriert Anweisungen oder schaut in die falsche Richtung. Egal, was man auch versucht, die Aufmerksamkeit der Fellnase scheint gerade ganz woanders zu sein. Dieses Verhalten ist scheinbar typisch für viele Vierbeiner, stellt Halter aber immer wieder auf eine echte Geduldsprobe.

Doch nun gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, die helfen, die Aufmerksamkeit von Hunden gezielt zu lenken. Eine neue Studie zeigt, wie sich Hunde am besten auf ein Objekt konzentrieren können. Dafür sei eine Kombination aus Blickkontakt und Zeigen erforderlich.

Studie zur Aufmerksamkeit von Hunden

Die Wissenschaftler aus Wien unter der Leitung von Christoph Völter statteten für die Studie zwanzig Hunde mit spezieller Kopfkamera-Technik aus. Damit wurde exakt nachverfolgt, wohin die Tiere blickten. In einem Experiment versteckte ein Forscher ein Leckerli in einer von zwei Schalen. Der Forscher platzierte die Schalen vor sich, rief den Hund und gab ihm verschiedene Signale, um ihn zur richtigen Schale zu führen.

Studie zur Aufmerksamkeit von Hunden 2025
Foto: Royal Society/Christoph J. Völter, Karoline Gerwisch, Paula Berg, Zsófia Virányi, and Ludwig Huber (CC BY 4.0)

Manchmal zeigte er auf die Schale, manchmal schaute er sie nur an oder simulierte einen Wurf in ihre Richtung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hunde die richtige Schale fanden, hing stark von den gegebenen Signalen ab. Am erfolgreichsten war die Kombination aus Zeigen und Blickkontakt. Wurden diese beiden Signale gegeben, folgten die Hunde den Hinweisen des Menschen besonders aufmerksam.

Aufforderung: Kombination aus Zeigen und Blickkontakt

Bei alleinigen Signalen, wie nur Zeigen oder nur Blickkontakt, war die Erfolgsquote geringer. Das zeigt, dass Hunde Signale am besten verstehen, wenn sie kombiniert werden. Die Forscher vermuten, dass Hunde Schwierigkeiten haben, den Blickkontakt zu unterbrechen, wenn Menschen nur auf ein Objekt zeigen. Die Kombination von Blick zum Gegenstand und Geste verstärkt daher die Signalwirkung.

Zwei Hunde machen Sitz.
Foto: unsplash.com/Jay Wennington (Symbolfoto)

Diese Erkenntnisse der Studie sind nicht nur nützlich für den Alltag vieler Halter, sondern könnten auch die Hundeerziehung erleichtern. Wer seinen Hund gezielt anleiten möchte und auf die Interaktion mit bestimmten Objekten trainieren will, sollte sowohl auf den gewünschten Gegenstand zeigen als auch Blickkontakt herstellen. So lassen sich gegebenenfalls Missverständnisse vermeiden und das Training wird effektiver.

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