HomeHunderassenDer Mops im Rasseportrait – ein royaler & treuer Begleiter

Der Mops im Rasseportrait – ein royaler & treuer Begleiter

Mopse gehören weltweit zu den bekanntesten und beliebtesten Hunderassen. Die drolligen kleinen Schoßhunde sind treu, anhänglich und mutig. Unglücklicherweise leiden sie unter verschiedensten Gebrechen. Hier erfährst Du mehr.

Achtung!
Bevor Du Dich für den Kauf oder die Adoption dieser Rasse entscheidest, solltest Du wissen, dass Expert*innen sie als Qualzucht einstufen. Bitte informiere Dich umfassend über mögliche Gesundheitsrisiken und sprich mit Fachleuten, um das Wohlergehen Deines neuen Familienmitglieds zu gewährleisten.

„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“ – Dieses Zitat von Loriot ist neben den vielen Lieder, Gedichten und Geschichten, bezeichnend dafür, wie gefragt und begehrt der Mops ist. Du willst die Geschichte dieses Schoßhundes und seinen Charakter näher kennenlernen? Dann verschaffe Dir einen Überblick in unserem Rasseportrait des Mopses!

Steckbrief: Mops

  • Herkunft: China
  • Klassifikation: FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde; Sektion 11 Kleine doggenartige Hunde. Ohne Arbeitsprüfung
  • Größe: 25 bis 36 Zentimeter
  • Gewicht: Zwischen 6 und 8 Kilogramm
  • Körperbau: kompakt und quadratisch
  • Fell und Farbe: kurz, glatt; Silber, Schwarz, hellfarben, Apricot mit schwarzer Maske
  • Charakter: intelligent, ausgeglichen, freundlich, mutig, lebhaft
  • Pflege: Regelmäßiges Kämmen und Bürsten
  • Gesundheit: Pug-Dog-Enzephalitis, Atembeschwerden
  • Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre

Die Herkunft des Mopses: royaler Asiat

Die tatsächliche Herkunft des Mopses ist nicht genau definierbar. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen, dass der Hund aus China stammt. Vor über 2.000 Jahren durfte nur der Kaiser von China den kleinen Mops besitzen. Im 16. Jahrhundert gelangte er dann nach Europa. Vor allem in den Niederlanden verdrehte der frühere Mops den Damen der feinen Gesellschaft den Kopf. Jeder, der etwas auf sich hielt – und es sich leisten konnte – kaufte einen Mops. In ganz Europa entstanden zahlreiche Gemälde, auf denen die Hunderasse als Begleiter des Menschen abgebildet ist.

Mops frisst Futter
Foto: unsplash.com/Benjamin Lambert (Symbolfoto)
Schon gewusst?
Der berühmteste Mops der französischen Geschichte ist „Fortuné“. Er war der Hund von Joséphine de Beauharnais, die ihn 1794 im Gefängnis als Bote geheimer Nachrichten nutze. Durch die Heirat mit Napoleon Bonaparte war wieder einmal ein Mops das Haustier eines Herrschers.

Entwicklung der Geschichte: Die Renaissance des Mops

Mit dem Niedergang des Adels und des sinkenden Einflusses der Königshäuser, sank auch die Beliebtheit des Mopses. Ab 1900 startete die kleine Hunderasse ein Revival. Dank Lord und Lady Willoughby und einem gewissen Mister Morrison wurde die Zucht letztlich doch wiederaufgenommen, sodass der Fortbestand der Rasse bis in unsere Zeit garantiert wurde.

Das charakteristische Äußere des Mopses – klein, faltig und gefährdet

Neben der geringen Körpergröße zeichnet sich der Mops durch folgende Merkmale aus:

  • Flache Schnauze
  • Große schwarze Augen
  • Tiefe Falten im Gesicht

Durch sein auffälliges Gesicht wirkt der Kopf im Verhältnis zum gedrungenen Körper noch größer. Vor allem beim hellen Mops, dessen Schnauze schwarz gefärbt ist.

Schon gewusst?
Seit 2010 dürfen die Augen nicht mehr hervorstehen. Auch eine zu starke Faltenbildung auf dem Nasenrücken ist nicht gewollt. In manchen Ländern steht dies sogar als Qualzucht unter Strafe.

Der Mops ist eines der bekanntesten Beispiele für eine Qualzucht. Das liegt an seinem rassetypischen Erscheinungsbild, welches nach dem Kindchenschema (Erscheinungsbild eines jungen Welpen) herangezüchtet wurde. Dieses Syndrom nennt man auch Brachyzephalie und es meint die runde Schädelform mit hervorquellenden Augen (Exophaltmus) und einer flachen Nase, welche mit einer Verkürzung der Kiefer- und Nasenknochen einhergeht. Das brachyzephale Syndrom bringt jedoch viele gesundheitliche Folgen mit sich, beispielsweise:

  • Schwergeburten
  • Gehirntumore
  • Atembeschwerden bis hin zu Sauerstoffmangel und Erstickungsanfälle
  • Schluckbeschwerden
  • Kreislaufzusammenbrüche
  • Unterdurchschnittliche Lebenserwartung
  • Die Oberkieferverkürzung ist verantwortlich für Zahnfehlstellungen, Zahnschmerzen und einen Zahnverlust
  • Die stark hervortretenden und somit schlecht geschützten Augen sind anfällig für eine Austrocknung und Pigmentierung der Hornhaut und können auch zu Blindheit führen
Kleiner Mops.
Foto: pixabay.com/Free-Photos (Symbolfoto)
Info
Außerdem leiden Möpse unter der häufig auftretenden Hüftgelenksdysplasien (HD), einer genetisch bedingten Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Gesundheitliche Folgen dieses Krankheitsbildes sind zunehmende Bewegungseinschränkung und starke Schmerzen.

Sensibler Charmeur: Das freundliche Wesen des Mopses

Der Mops ist ein echter Charmeur. Mit seinen großen runden Augen und einem zusätzlich schiefgelegten Kopf wickelt er Dich gekonnt um den Finger, sodass Du ihm nichts abschlagen kannst. Er ist sehr sensibel und anhänglich und weicht seinen Menschen am liebsten niemals von der Seite. Daher ist er ein treuer Begleiter in allen Lebenssituationen, der sich mit seinem freundlichen, fröhlichen und verspielten Mops-Charakter in Dein Herz schleicht.

Ist der Mops ein Kläffer?

Nein, der Mops ist sehr schlau und bellt nur, wenn er unbedingt muss. Dank seines ausgeglichenen Wesens ist er keiner, der aufgeregt Deinen Besuch anbellt.

Foto: pixabay.com/Free-Photos

Das solltest Du wissen, wenn Du Dir einen Mops holst

Der Charmeur hat einen kleinen Dickkopf, sodass Du bei der Erziehung trotz seines Hundeblicks standhaft und konsequent bleiben solltest. Da der Mops mit täglichen Gassirunden und Intelligenzspielen zufrieden ist, lebt er auch in einer kleinen Wohnung ein glückliches Hundeleben. Dank seiner sanften Art ist er ein idealer Familienhund und versteht sich großartig mit Kindern und anderen Tieren – wenn Du ihm ab und zu etwas Ruhe gönnt.

In unserem Tiermarkt findest Du auf Mopse in ganz Deutschland – ob von Züchtern oder von privaten, geprüften Verkäufern. Hier findest Du auch immer wieder süße Mischlinge, wie etwa aus der Französischen Bulldogge und dem Mops.

Retromops: für einen gesunden Hund

Mit der Rückzüchtung sollt der Mops wieder so aussehen wie im 19. Jahrhundert und gesünder werden. Diese sogenannten Retromopse werden aus einem Mops und einem Parson Russel Terrier gezüchtet. Das Ziel dieses Retromopses besteht darin, keine neue Rasse zu erhalten, sondern einen gesunden Mops zu züchten. Damit Du besonders lange und glücklich mit Deinem liebsten Vierbeiner Spaziergänge bewältigen kannst.

1 Kommentar

  1. Funfact: Die Mehrzahl von Mops ist Mopse und nicht Möpse 😀
    Ansonsten toller Artikel, der auch mal tatsächlich den Mops als Hund und nicht als besseres Kuscheltier dastehen lässt!

Kommentarfunktion ist geschlossen.

Neueste Artikel

Warum beißt mich meine Katze – und wie kann ich das verhindern?

Zu allererst ist es wichtig zu wissen, dass Katzen und Kitten aus ganz unterschiedlichen Gründen beißen können. Um das...

Ähnliche Artikel