Wer sich einen Hund zulegt, sollte genau wissen, worauf er sich einlässt. Vorab sind dabei nicht nur Zeitaufwand, Geduld und persönliche Eignung zu bedenken. Auch die Finanzen müssen bei der Anschaffung einer Fellnase eine Rolle spielen, wie ein Rechenbeispiel des Tierschutzbunds zeigt.
Ein Hund braucht nämlich nicht nur Zuneigung und artgerechte Pflege, sondern ist im Notfall auch auf die Geldbörse des Halters angewiesen. Insbesondere Krankheiten, die aufwendig behandelt werden müssen, schlagen schnell mal richtig ins Geld.
Hund kostet mindestens 17.500 Euro
Der Deutsche Tierschutzbund weist jetzt in einem aktuellen Facebook-Post auf die Kosten hin, die Halter im Laufe eines Hundelebens zu erwarten haben. In ihrer Rechnung listen sie die Anschaffungskosten bei einer Adoption aus dem Tierheim mit 300 bis 550 Euro auf. Hinzukommen Basiskosten zwischen 230 und 720 Euro für Zubehör, wie Näpfe, Leinen, Halsbänder, Spielzeug, Transportzubehör und vieles mehr.
Die grundlegenden jährlichen Kosten für die Hundesteuer, eine Haftpflichtversicherung, das Futter, Impfungen und Entwurmungen belaufen sich laut Tierschutzbund auf 1.200 bis 1.350 Euro. Sonderkosten für Tierarztbesuche, Medikamente oder einen Besuch in der Hundeschule sind äußerst individuell und werden von den Tierschützern nicht beziffert. Das Ergebnis der Rechnung: Im Laufe eines 14 Jahre langen Hundelebens müssen Halter einer mittelgroßen Fellnase mindestens 17.500 bis 20.000 Euro für ihr Haustier ausgeben.
Kosten werden vielen Hunden zum Verhängnis
Der Tierschutzbund appelliert an alle, die darüber nachdenken, sich einen Hund zuzulegen, sich der anfallenden Kosten bewusst zu sein. Wer schon vorher weiß, dass er seinem Tier finanziell niemals gerecht werden könnte, sollte von der Anschaffung besser absehen. Leider handeln viele Halter aber nicht so gewissenhaft und merken erst später, dass ihnen der Hund zu teuer geworden ist.
Insbesondere bei schweren Krankheiten, deren Behandlung schnell Tausende Euro kosten kann, werfen viele Halter das Handtuch und wollen die Fellnase schnellstmöglich loswerden. Das führt bedauerlicherweise immer wieder dazu, dass todkranke Vierbeiner auf den Straßen ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen werden. Die Tierheime lassen die Hunde meist nicht im Stich, müssen dann aber die hohen Kosten für die Behandlungen selbst tragen. Das stellt für die Einrichtungen immer mehr ein großes finanzielles Problem dar.



