Für einige Katzenhalter spielt die Fellfarbe und -Musterung ihrer Mieze eine große Rolle – zu den ersten Eindrücken, die man von einem Kitten oder einer Katze hat, zählen eben die äußeren.
Und je nach persönlichen Vorlieben mögen einige Menschen schwarze, weiße, einfarbige, getigerte oder bunt gemusterte Katzen am liebsten. Es gibt sogar Menschen, die den Fellfarben von Katzen bestimmte Charaktereigenschaften zuschreiben.
Aber wusstest Du schon, dass die Fellfarbe einer Katze sich im Laufe ihres Lebens verändern kann?
Keine Angst, in den meisten Fällen ist das völlig normal und kein Grund zur Sorge. Manchmal ist aber auch eine Absprache mit dem Tierarzt sinnvoll.
Diese fünf Gründe können hinter dem Farbwechsel Deiner Mieze stecken:
Alter
Nicht nur Menschen ändern mit zunehmendem Alter ihre Haarfarbe – ja, wir reden von grauen Haaren –, auch Katzen tun das. Die grauen Strähnen fallen bei Miezen mit hellem oder gemustertem Fell allerdings weniger auf als bei solchen mit dunklem Fell. Generell kann die Fellfarbe Deiner Katze mit dem Alter heller, stumpfer und „ausgewaschener“ werden.
Temperatur
Kennst Du diese Tassen, die ihre Farbe verändern, wenn Du ein heißes Getränk hinein schüttest? So ähnlich verhält es sich mit der Fellfarbe bestimmter Katzenrassen. Denn bei Siamkatzen und Orientalisch Kurzhaar hängt die Fellfarbe mit der Hauttemperatur zusammen.
Die Haut an den Extremitäten – also an den Pfoten, Ohren, an der Nase und am Schwanz – von Katzen ist nämlich kälter. Deshalb haben diese Katzenrassen insgesamt ein helles Fell, aber mit dunkleren Stellen. Auch die Außentemperatur könne bei diesen Katzen dafür sorgen, dass ihre Fellfarbe mal heller und dunkler ist.

Sonneneinstrahlung
Wer im Sommer viel draußen ist, bekommt gebräuntere Haut und ausgeblichenere Haare. Ähnliches passiert mit Deiner Katze, wenn sie viel Zeit in der Sonne verbringt – besonders das Fell dunkler Katzen kann vom Sonnenlicht ausbleichen. Das gilt natürlich vor allem für Freigänger-Katzen.
Es kann aber auch passieren, dass das Fell Deiner Katze heller wird, wenn sie stundenlang in der Nachmittagssonne vor einem offenen Fenster rum lümmelt.
Ernährung
Die Fellfarbe Deiner Katze kann außerdem einen Hinweis auf mögliche Überschüsse oder Mängel bestimmter Nährstoffe geben. So kann das Fell schwarzer Katzen einen Rotstich bekommen, wenn sie zu wenig der Aminosäure Tyrosin aufnehmen. Diese wird für die Melanin-Produktion benötigt, also das dunkle Pigment im Katzenfell. Deshalb kann bei einem Tyrosin-Mangel das schwarze Katzenfell heller werden.
Auch ein Mangel an Kupfer oder ein Überschuss an Zink kann dunkles Feller heller werden lassen. Bevor Du Deiner Mieze aber nun aus Verdacht Nahrungsergänzungsmittel verabreichst, solltest Du sie zum Tierarzt bringen – der kann untersuchen, ob möglicherweise eine Krankheit hinter dem Farbwechsel steckt.
Krankheit
Auch gesundheitliche Probleme können dazu führen, dass Deine Katze eine andere Fellfarbe annimmt – dann solltest Du darauf achten, ob Deine Mieze zusätzlich andere Symptome zeigt. Tumore, Zysten, Entzündungen, Hormonschwankungen, Gelbsucht und Krankheiten wie Cushing‘s sind mögliche Auslöser dafür, dass sich das Katzenfell verändert.
Um im Ernstfall die bestmögliche medizinische Versorgung für Dein Tier zu erhalten, informiere Dich ganz unverbindlich über die Angebote der Tierversicherung von Cleos Welt.
Auch wenn eine Farbveränderung des Katzenfells in den meisten Fällen unbedenklich ist, gilt deshalb: Wenn Du unsicher bist, woher die Veränderung rührt, solltest Du sie beim nächsten Tierarztbesuch ansprechen.
Übrigens: Während das Fell einer Katze mit der Zeit zwar heller oder dunkler werden könne, bleibe das Muster laut Tierärzten immer gleich. Die Fellfarbe und -Musterung einer Katze wird maßgeblich von ihren Genen beeinflusst. Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie das Fell eines Kittens später aussehen könnte, lohnt sich deshalb ein Blick auf die Elterntiere.



