Über den Malteser
AllgemeinesFCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde Sektion 1: Bichons und verwandte Rassen / 1.1 Bichon Größe: 21 bis 25 Zentimeter (Rüden); 20 bis 23 Zentimeter (Hündinnen) Farben: Weiß oder blasse Elfenbeintönung |
Haltungsempfehlung: Der Malteser kann in der Wohnung gehalten werden, braucht aber täglich entsprechenden Auslauf. Dabei können die Spaziergänge auch kleiner und ruhiger ausfallen – wichtig ist nur, dass sich der Hund ab und zu austoben kann. Daher ist er auch gut für ruhigere und ältere Menschen geeignet. Sein Fell bedarf täglicher Pflege.
Durch die Rassenbezeichnung „Malteser“ erliegt man leicht dem Trugschluss, diese Rasse würde ursprünglich aus Malta stammen oder aber sie hätte sogar eine Verbindung zum Malteser Orden. Tatsächlich scheinen die Hunde – oder nahe Verwandte von ihnen – bereits 1300 Jahre vor Christus existiert zu haben. Denn im Grab des ägyptischen Pharaos Ramses II. fand man Statuen aus Naturstein, die den heute bekannten Maltesern ähnlich sehen.
Auch auf Vasen und in Schriften des antiken Roms findet man Hinweise auf die kleinen Hunde, weshalb man davon ausgeht, dass Kaufleute die Vorfahren dieser Rasse vor vermutlich 2000 Jahren im Mittelmeerraum verbreiteten.
Dort war es die Hauptaufgabe der Vierbeiner Mäuse und Ratten in Häfen und Küstenorten zu fangen – woher letztlich ihr Name stammt, wie der FCI im Rassestandard beschreibt:
„Sein Name bedeutet nicht, dass er von der Insel Malta stammt, denn das Adjektiv ‚maltais‘ rührt von dem semitischen Wort ‚màlat‘ her, welches Zuflucht oder Hafen bedeutet; diese semitische Wurzel findet sich in einer Vielzahl maritimer Ortsbezeichnungen, so z.B. im Namen der Adriainsel Méléda, in dem der sizilianischen Stadt Melita und eben auch in dem der Insel Malta.“
In der Renaissance wurde der Malteser mit seinem seidigen Fellkleid aber letztlich mit einer Aufgabe betraut, die er bestmöglich ausübte und die ihn bis heute auszeichnet: Er durfte neben den feinen Herrschaften des Adels gut aussehen.
Und auch wenn die Zeiten, in denen man in den Gärten von Marseille flanierte, vorüber sind: Ein edler Begleithund, der nebenbei noch sehr die Nähe seines Menschen schätzt, ist er bis heute geblieben.
Fitness-Ansprüche
Zwar braucht der Bichon Maltais, wie er in Frankreich genannt wird, nicht so viel Auslauf und Sport wie beispielsweise ein Border Collie – regelmäßige Spaziergänge gehören aber trotzdem, wie bei jedem Hund, dazu. Auch eine längere Wanderung ist für den Begleithund kein Problem, da er durchaus ausdauernd und lebhaft ist. Das zeigt sich vor allem, wenn er sich spielerisch so richtig austobt – ob mit Kindern, Artgenossen oder Herrchen und Frauchen – der Vierbeiner spielt mit jedem gleich gern.
Rassespezifische Charakterzüge
Denn der Malteser hat ein grundlegend freundliches und herzliches Wesen – nur gegenüber Fremden ist er meist distanziert. Wenn man ihn hingegen zu sehr verhätschelt, ständig herumträgt und nach seiner Pfeife tanzt, kann er schon mal schnell zum regelrecht arroganten Kläffer mutieren. Bei der Erziehung sollte man deshalb nicht vergessen, dass es sich um einen Hund und nicht um ein Modepüppchen handelt.
Natürlich kann man ihn als Gesellschafts- und Begleithund pflegen, liebevoll behandeln und im Fahrradkorb mitfahren lassen, statt ihn nebenher zum Laufen animieren zu wollen. Dennoch ist eine artgerechte Haltung und sachkundige Erziehung wichtig, wenn man die vielen positiven Eigenschaften des Maltesers kennenlernen und Verhaltensauffälligkeiten vermeiden möchte.
Denn bei guter Haltung wird er zum anhänglichen, zärtlichen, selbstbewussten, mutigen und lernfähigen Begleiter für Herrchen oder Frauchen.
Haltungsempfehlung
Wie die meisten kleineren Hunderassen kann der Malteser in der Wohnung gehalten werden – aber er braucht trotzdem täglichen Auslauf. Man muss zwar nicht so lange und ausgiebig mit ihm Gassi gehen, wie mit mittleren oder großen Hunden, dennoch ist Bewegung wichtig.
Er hat nichts dagegen, wenn der Spaziergang etwas gemächlicher und ruhiger ist, weshalb sich der Bichon Maltais gut für ältere Menschen eignet. Ab und zu möchte er sich jedoch mal austoben. Etwas Zeit zum Spielen sollte also definitiv vorhanden sein – gerne auch mit anderen Artgenossen. Darüber hinaus nimmt auch die Fellpflege viel Zeit in Anspruch, denn das lange Haarkleid sollte täglich gebürstet werden, damit es nicht zerzaust.
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