Die Maine Coon imponiert mit ihrer Größe. Da sie dementsprechend schwer ist, sollte bei der Wahl eines Kratzbaumes auf Stabilität geachtet werden. Wenn reine Wohnungshaltung vorgesehen ist, sollte viel Platz für die große Samtpfote vorhanden sein. Bei Berufstätigen empfiehlt sich üblicherweise die Anschaffung einer zweiten Katze. Das Fell der Maine Coon benötigt regelmäßige Pflege.
AllgemeinesGröße: Groß Fell-Länge: Halblanghaarkatze Farben: Alle Farben Gewicht: 4,5 bis 6,0 Kilogramm (Katze); 5,5 bis 9,0 Kilogramm (Kater) |
Generell gilt sie als verspielte und intelligente Katze, für die Kinder meist kein Problem darstellen. Die Verträglichkeit mit Hunden ist individuell verschieden. Durch die Wahl eines seriösen Züchters können Erbkrankheiten in der Regel erfolgreich ausgeschlossen werden. Die Maine Coon ist für Erstkatzenhalter geeignet.
Woher kommen Main Coons?
Die Maine Coon zählt, wie auch die Ragdoll oder die Norwegische Waldkatze, zu den großen Katzenrassen. Häufig wird sie sogar als größte und schwerste Rasse bezeichnet. In den USA hat ihr das den Beinamen „gentle giant“ (sanfter Riese) eingebracht. Häufig werden die USA als Ursprung der Rasse angegeben, ihre tatsächliche Herkunft ist aber weitgehend unbekannt. Wahrscheinlich scheint jedoch die Theorie, dass das Langhaar-Gen der Katzen aus Europa stammt und durch Schiffskatzen nach Amerika kam. Vielleicht ranken sich gerade wegen ihres nicht eindeutig geklärten Ursprungs gleich mehrere Legenden um die beliebte Rasse.
So existiert beispielsweise der Mythos, dass die Maine Coon aus der Verpaarung einer Katze mit einem Waschbär hervorging. Zustande kam diese biologisch unmögliche Behauptung vermutlich, da die Samtpfote mit ihrem buschigen Schwanz an einen Waschbären (engl. racoon oder coon) erinnert.
Eine andere Geschichte berichtet von einem gewissen Kapitän Coon, der Amerika bereiste. Wenn der Kapitän der Handelsflotte von Bord ging, folgten ihm angeblich seine langhaarigen Schiffskatzen. Wenn diese sich mit einheimischen Katzen paarten, soll ein daraus resultierender Wurf häufig mit den Worten „Schon wieder eine Coon-Katze!“ kommentiert worden sein.
Etwas wahrscheinlicher (und realistischer) erscheint die Legende, dass die Maine Coon mit der Norwegischen Waldkatze verwandt sein soll. Auch in dieser Theorie sollen sich Schiffskatzen mit einheimischen Katzen gepaart haben. Da sich die Rassen optisch tatsächlich ähneln, ist die Theorie vielleicht weniger abwegig, als die Verwandtschaft mit dem Waschbären.

Historisch belegt sind all diese Geschichten allerdings nicht. Fest steht nur, dass die Maine Coon bereits in den 1850er Jahren auf Landwirtschaftsmessen in Amerika zu sehen war und sich dort großer Beliebtheit erfreute. Damals wurde die Maine Coon noch Maine Katze genannt und zur „Maine State Champion Cat“ gekürt.
Anerkennung der Rasse und optische Merkmale
Im ersten Zuchtbuch der CFA (Cat Fanciers Association), die im Jahr 1906 gegründet wurde, waren 28 Maine-Katzen registriert. In den folgenden Jahren geriet die Maine Katze, vermutlich wegen der großen Beliebtheit der Perserkatze, vorübergehend in Vergessenheit.
Erst in den 1950er Jahren begannen sich wieder vermehrt Züchter für die Anerkennung der Rasse einzusetzen und präsentierten sie auf diversen Katzenshows. Bekannte Maine Coon Züchter der 1960er und 1970er Jahre waren unter anderem Sonya Stanislow (Tati-Tan), Mary M. Condit („Heidi-Ho“) oder auch Ethelyn Whittemore („Whittemore“). Im Stammbaum einer Maine Coon sind auch heute noch häufig Tiere dieser Züchter vertreten. Da die Rasse jedoch an verschiedenen Erbkrankheiten leiden kann, versuchen viele Züchter mittlerweile ihren Genpool zu erweitern.

Die Anerkennung der Rasse durch die CFA erfolgte schließlich im Jahr 1976, die FIFé (Fédération Internationale Féline d’Europe) erkannte die Maine Coon sogar erst 1983 an.
Optisch zeichnet sich die Maine Coon vor allem durch ihre imposante Größe aus. Auffällig sind auch die Fellbüschel an den Ohren, die ausdrücklich erwünscht aber kein „Muss“ bei der Mieze sind. Die Maine Coon hat ein weitgehend wasserabweisendes Fell, das sie vor Nässe und Kälte schützt. In den USA waren die Samtpfoten lange Zeit typische Bauernhofkatzen, daher sind sie meist ausgezeichnete Jäger.
Rassespezifische Charakterzüge
Wie auch die Siam trägt die Maine-Coon oft den Beinamen „Hundskatze“, der sich vor allem auf ihre Intelligenz und ihren Spieltrieb bezieht. Sie ist in der Lage das Apportieren zu lernen, bleibt oft bis ins hohe Alter verspielt und begleitet ihren Halter meist gerne durch Haus oder Wohnung. Als Schoßkatze ist die Maine Coon eher nicht bekannt, dafür aber für ihre Kontaktfreudigkeit. Artgenossen gegenüber verhält sich die große Samtpfote in der Regel sozial. Auch andere Tiere können von ihr im Haushalt geduldet werden, das muss jedoch nicht für alle Vertreter der Rasse gelten.

Kontaktfreudig ist die Maine Coon auch bei ihren Menschen. Sie gilt als gesprächige Mieze. Liebhaber der Rasse beschreiben ihre Stimme häufig als ungewöhnlich leise für ihre imposante Größe.
Heute zählt die Maine Coon zu den beliebtesten und bekanntesten Katzenrassen. Sie wird vor allem für ihr sanftes, aber verspieltes Wesen und für ihre Intelligenz geschätzt. Halter der Maine Coon beschreiben häufig, dass sie dazu neigt, ihr Futter mit der Pfote aufzunehmen und das Wasser liebt. Auch das könnten Gründe für den Vergleich mit dem Waschbär sein.
Haltung und Pflege
Wie alle Halblanghaar- und Langhaarkatzen benötigt das Fell der Maine Coon regelmäßige Pflege. Besonders während des Fellwechsels ist das tägliche Bürsten empfehlenswert.
Regen macht der Maine Coon an sich nichts aus. Da ihr Fell als wasserabweisend gilt, sollte sie vom Freigang daher in der Regel nicht zu stark verschmutzt zurückkehren. Eine Wohnung muss der Maine Coon aufgrund ihrer Größe sehr viel Platz bieten. Soll die Mieze ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, braucht sie einen großen und stabilen Kratzbaum sowie ausreichende Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Viele Halter loben vor allem die Intelligenz der Mieze, daher ist entsprechendes Katzenspielzeug ein Muss. Berufstätige sollten zudem über die Anschaffung einer Zweitkatze nachdenken.

Die eigentlich als robust geltende Maine Coon kann an verschiedenen Erbkrankheiten leiden. Zu diesen zählen beispielsweise Hypertrophe Kardiomyopathie (eine Herzerkrankung) und Hüftgelenkdysplasie (große und dementsprechend schwere Rassen wie die Maine Coon sind für HD bekannt). Außerdem kann sie an Ellenbogendysplasie oder der Polyzystischen Nierenerkrankung leiden (für Perserkatzen und verwandte Rassen existiert bereits ein Gentest, um diese auszuschließen).
Bei der Anschaffung einer Maine Coon sollte deshalb darauf geachtet werden, das kein Tier in der Zucht die genannten Krankheiten aufweist.



