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Lhasa Apso: Der freundlich-fröhliche Gefährte

Der Lhasa Apso: Ein selbstbewusster, lebhafter Hund, der seinen Ursprung im geheimnisvollen Himalaya hat. Seine Namenszusammensetzung sagt bereits viel über den Vierbeiner aus: Der Name „Lhasa“ stammt vor der tibetischen Hauptstadt und „Apso“ bedeutet kuschelig, langhaarig.

In unserem Rasseporträt erfährst Du mehr über diese besondere, intelligente Hunderasse.

Steckbrief: Lhasa Apso

  • Herkunft: Tibet
  • Klassifikation: Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde. Sektion 5 Tibetanische Hunderassen
  • Größe (Widerristhöhe): 25-28cm
  • Gewicht: 6-8 kg Rüden, 5-7 kg Hündinnen
  • Körperbau: klein, kompakt, langgestreckter Körper, kurze Beine
  • Fell und Farbe: glattes, langes Haarkleid; verschieden Farbvariationen: Gold, Sandfarben, Honigfarben, Grau, Schwarz, Weiß, Bräunlich, Zweifarbig mit weißem Grund und farbigen Platten
  • Augen: oft von Haaren verschleiert, klein, dunkel, ovalförmig
  • Charakter: wachsam, selbstbewusst, verspielt, personengebunden
  • Pflege: zwei- bis dreimal die Woche Bürsten empfohlen, bei Bedarf, Haare schneiden
  • Gesundheit: Brachycephales Syndrom („Kurzköpfigkeit“), Hüftgelenksdysplasie (HD), Patellaluxation (PL, herausgesprungene Kniescheibe) und Augenkrankheiten, ansonsten robust
  • Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre
Wichtiger Hinweis
Lhasa Apsos können unter Kurzköpfigkeit, der sogenannten Brachycephalie leiden, was als Qualzuchtmerkmal gilt. Grund dafür sind ihre angezüchteten verkürzten Schnauzen. Durch sie können die Tiere schlechter atmen. Aber auch die Temperaturregulation ist bei der Rasse häufig gestört, da die Abgabe von Wärme über die Nase beeinträchtigt ist. Deshalb hecheln die Hunde eigentlich ständig – so vermeiden sie eine Überhitzung. Daher laufen kurzschnäuzige Hunde bei hohen Temperaturen Gefahr, einen Hitzeschlag zu erleiden. In den Niederlanden sind kurzschnäuzige Hunde als Qualzuchten verboten. Dort dürfen nur Tiere gezüchtet werden, deren Nasenlänge mindestens ein Drittel der Kopflänge beträgt. Außerdem ist diese Rasse anfällig für Hüftgelenksdysplasie (HD), für Patellaluxation (PL, herausgesprungene Kniescheibe) und Augenkrankheiten. Achte also darauf, ein gesundes Tier und einen seriösen Züchter zu finden.

Herkunft, Entwicklung und Charakter des Lhasa Apso

Der Lhasa Apso ist seit über 2.000 Jahren ein traditioneller tibetischer Tempelhund und wurde schon damals als Wachhund für die Klöster und Tempel eingesetzt. Er verkörpert die Reinkarnation von buddhistischen Glaubensbrüdern.

Zur damaligen Zeit wurde der Lhasa Apso als Symbol großer Ehrerbietung nur verschenkt und nicht verkauft. Erst in den 1920ern wurden die Vierbeiner nach Europa verschifft, eine Zucht fand vor Ort erst in den 50er Jahren statt.

Schon gewusst?
Der Lhasa Apso ist in Tibet auch als „Seng Khye“ bekannt. Das bedeutet auf Deutsch: „bellender Löwenhund“.
Lhasa Apso
Foto: pixabay.com/dandaviddesigns (Symbolfoto)

Wie viel Pflege brauchen Lhasa Apsos?

Das lange, seidige Haarkleid gehört zum Rassestandard des Lhasa Apsos. Man könnte meinen, dass die Pflege daher viel Aufwand bedürfe — tatsächlich ist die Mähne jedoch pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten ist zwar nötig, zwei- bis dreimal die Woche reicht hierfür aber je nach Bedarf aus. Empfohlen wird, bei der Unterwolle anzufangen und sich zum festen Deckhaar vorzuarbeiten. Ein befeuchtendes Grooming Spray erleichtert hierbei die Fellpflege des Lhasa Apsos.

Zwei ausgewachsene Lhasa Apso mit zwei Welpen
Foto: Adobe Stock/Lifeanimals (Symbolfoto)

Außerdem solltest Du regelmäßig die Haare im Gesicht Deines Vierbeiners kürzen, da diese sonst die Augen der Hunde überdecken können und somit deren Sicht einschränken. Im Sommer ist es empfehlenswert, Deinem Lhasa Apso einen Kurzhaar-Schnitt zu geben, um die Fellpflege zu erleichtern.

Die Hängeohren der Tibethunde sind anfälliger für Parasiten und Entzündungen als bei anderen Hunderassen. Daher solltest Du als Lhasa Apso-Halter eine regelmäßige Reinigung des Gehörgangs vornehmen. Hierfür eignen sich Ohrentücher oder eine professionelle Reinigung des Tierarztes.

Wie alt wird ein Lhasa Apso?

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Lhasa Apsos liegt zwischen 12 und 15 Jahren. Mit einer artgerechten Haltung können die Hunde aber auch bedeutend älter werden: Der Rekordhalter erreichte sogar ein Alter von stolzen 29 Jahren.

Lhasa Apso
Foto: pexels.com/Alexas Fotos (Symbolfoto)

Welches Futter ist für den Lhasa Apso am besten?

Da der Lhasa Apso zu der eher kleinen Hunderasse zählt, ist leicht verdauliches Futter zu empfehlen. Hierzu zählen zum Beispiel Geflügelfleisch, weißfleischiger Fisch oder pflanzliche Kost. Die tibetischen Vierbeiner neigen dazu, etwas wählerischer in ihrem Essverhalten zu sein. Hierbei ist es hilfreich, verschiedene Futterarten auszuprobieren.

Was hat der Lhasa Apso für einen Charakter?

Liebenswert, aber auch eigensinnig: Die Hunderasse Lhasa Apso ist vielseitig. Die Charaktereigenschaften können innerhalb dieser Rasse individuell variieren — allgemein gesprochen haben die Hunde aber ein freundliches Wesen.

Typisch für den Lhasa Apso-Hund ist eine anfängliche Vorsichtigkeit gegenüber neuen Menschen: Sobald aber einmal Vertrauen aufgebaut wurde, sind die Vierbeiner oft anhänglich und personengebunden.

Aufgrund dieser treuen, aufmerksamen Art wurden Lhasas in tibetischen Klöstern als Wachhunde eingesetzt. Auch heute sind sie noch immer gute Hüter des Hauses und begrüßen Besuch gern mit herzlichem Gebell.

Lhasa Apso
Foto: pexels.com/Fritz de la Cruz (Symbolfoto)

Die kleinen Lhasas sind aufmerksam, intelligent und gelehrig, wodurch man sie leicht erziehen kann. Kleiner Tipp: Da sich die Fellnasen viel merken können, sei vorsichtig, was Du Ihnen beibringst. Sie merken sich schnell, wenn sie „nur einmal“ im Bett schlafen dürfen oder „nur einmal“ ein Häppchen vom Essen bekommen.

Schon gewusst?
Lhasa Apsos gelten vor allem im Buddhismus als Botschafter von Frieden und Glück.

Passt der Lhasa Apso nun zu mir?

Auch wenn etwas Hundeerfahrung von Vorteil ist, ist diese für die Haltung eines Lhasa Apsos nicht erforderlich. Aufgrund seines hohen Bewegungsbedürfnisses sollte der Halter aber ausreichend Kapazitäten für lange Spaziergänge haben.

Wer überlegt, einen Lhasa Apsos als Familienhund zu halten, trifft mit dieser Hunderasse eine gute Wahl. Durch ihrer Geselligkeit und großen Empathie hast Du mit dieser kleinen Fellnase stets einen treuen Gefährten an Deiner Seite.

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