HomeRatgeberLeinenpflicht: So macht der Spaziergang mit Hund trotzdem Spaß

Leinenpflicht: So macht der Spaziergang mit Hund trotzdem Spaß

Endlich wieder Frühling! Was gibt es Schöneres als einen ausgiebigen Naturspaziergang mit Deiner Fellnase? Durch Wälder springen und an jedem Baum schnuppern – das gefällt so ziemlich jedem Vierbeiner. Doch mit dem Frühling beginnt auch die Brut- und Setzzeit.

Nicht nur die Osterglocken schlüpfen aus dem Boden, in den Monaten zwischen März und Juli gebären viele Wildtiere ihre Jungen. Füchse, Wildschweine, Rehe, Hasen und Vögel bekommen jetzt ihre Jungen – und die könnten freilaufenden Hunden schnell zum Opfer fallen. Denn beim Herumtollen im Wald kann es schnell passieren, dass der Jagdinstinkt Deines Hundes geweckt wird.

Damit der Spaziergang für alle sicher bleibt, gilt in vielen Regionen während dieser Zeit eine Leinenpflicht. Denn selbst der freundlichste Hund kann im Eifer des Gefechts Jungtiere aufstöbern oder brütende Vögel aufscheuchen – eine große Gefahr für den Nachwuchs der Wildtiere. Gleichzeitig lauern auch für Hunde Risiken: Besonders Wildschweinmütter verteidigen ihre Frischlinge energisch. Eine Begegnung kann schnell gefährlich werden und Deinem Hund Verletzungen zufügen.

Vor allem bei Hasenbabys solltest Du wachsam sein: Falls Dein Vierbeiner Dich auf die kleinen Hasen aufmerksam macht, solltest Du sie keinesfalls mitnehmen. Wenn Du ein verletztes Wildtierbaby findest, kontaktiere schnellstmöglich eine Wildtierstation. Nur wenn ein Wildtierkind auf einer stark befahrenen Straße liegt oder sich in offensichtlicher Lebensgefahr befindet, sollten Menschen unverzüglich helfen.

Hasenbaby im Gras.
Foto: pixabay.com/Prierlechapelet (Symbolfoto)

Wo gilt in Deutschland die Leinenpflicht?

In einigen Bundesländern, wie Berlin und Brandenburg, müssen Hunde in Wäldern ohnehin das ganze Jahr über angeleint bleiben. Hamburg schreibt außerhalb ausgewiesener Hundeauslaufflächen eine dauerhafte Leinenpflicht vor.

Eine bundesweit einheitliche Regelung zur Leinenpflicht gibt es aber nicht, auch nicht während der Brut- und Setzzeit. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Hundebesitzer freiwillig Rücksicht nehmen. Damit Deinem Hund beim gemeinsamen Spaziergang trotzdem nicht langweilig wird, rät Jana Hoger von der Tierrechtsorganisation „Peta“, dazu, auch angeleint für ausreichend Bewegung und Beschäftigung zu sorgen.

Frau führt ihren braunen Hund an der Leine.
Foto: unsplash.com/Ruby Schmank (Symbolfoto)

Leinenpflicht: So beschäftigst Du Deinen Hund auf Spaziergängen

  • Schnüffelspaziergang: Für Hunde ist es wichtig, dass Du trotz Leine geduldig bleibst. Mit ihrer feinen Nase nehmen sie unzählige Informationen auf und kommunizieren mit ihrer Umwelt. Wer seinem Vierbeiner ausreichend Zeit zum Schnüffeln gibt, sorgt für Entspannung und geistige Auslastung.
  • Leckerli-Suche: Nasenarbeit ist eine großartige Möglichkeit, Hunde sinnvoll zu fordern. Verstecke beim Spaziergang kleine Futterstücke oder Snacks, die Dein Hund erschnüffeln muss. Die Suche hält nicht nur den Kopf auf Trab, sondern belohnt den Hund auch mit einem Erfolgserlebnis. Achte aber bitte darauf, dass Dein Hund die Leckerlis vorher immer anzeigt und nur nach Deiner Freigabe frisst, damit er nicht versehentlich Giftköder aufnimmt.
  • Stadttour: Warum nicht die Brut- und Setzzeit für ein Stadttraining nutzen? Neue Eindrücke, unbekannte Gerüche und spannende Geräusche bieten Deinem Hund jede Menge Abwechslung. Wichtig dabei: Achte darauf, dass Dein Hund sich wohlfühlt! Für junge oder ängstliche Vierbeiner sollte das Training langsam und behutsam gestaltet werden.
  • Playdate: Auf eingezäunten Freilaufflächen oder im eigenen Garten können sich Hunde nach Herzenslust austoben. Gemeinsames Spielen mit Artgenossen, Versteckspiele oder kleine Hindernisparcours sorgen für Bewegung und Abwechslung. – Vorausgesetzt, Dein Hund verträgt sich mit Artgenossen, hat keine ansteckende Krankheit und ist nicht gerade läufig.

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