Deutschland erlebt von Jahr zu Jahr extrem trockene und heiße Sommer. Eine Hitzewelle nach der anderen rollt über uns hinweg – mit Folgen für die Umwelt. Flüsse trocknen aus und in Seen explodiert in vielen Bundesländern das Vorkommen von Blaulagen, die gerade für Hunde lebensbedrohlich sein können.
Auch ganz aktuell sind in Deutschland mehrere Badeseen aufgrund von Blaualgen gesperrt oder es liegen Warnungen für Badestellen vor. Darunter der Stausee Kelbra (Landkreis Mansfeld-Südharz) in Sachsen-Anhalt, Badestellen bei Rendsburg und Eckernförde in Schleswig-Holstein sowie der Madlower und Branitzer See in Cottbus (Brandenburg).
Schwimmen Menschen in Gewässern mit einer hohen Konzentration der sogenannten Cyanobakterien, können unter anderem folgende Symptome auftreten:
- Hautreizungen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Schwindel
- Atemnot
Aber auch und gerade für Hunde sind Gewässer mit Blaualgen hochgefährlich, wie die Tierrechtsorganisation „Peta“ warnt. Wenn Dein Hund in betroffenen Seen badet oder das Wasser trinkt, kann das im schlimmsten Fall zum Tod führen.
Bei einer Vergiftung durch Blaualgen zeigen Hunde als erste Symptome vor allem Durchfall und Erbrechen, gefolgt von Krämpfen und starkem Hecheln. Im letzten Stadium kommen Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod. Schon beim geringsten Verdacht auf eine Blaualgen-Vergiftung solltest Du Deinen Hund daher in die Tierklinik bringen.
Damit es gar nicht erst soweit kommt, gibt „Peta“ Hundehaltern Tipps:
Auf Badeverbote achten und Gewässer prüfen
Hunde, die gerne schwimmen, sind besonders gefährdet. Viele Gemeinden warnen Badegäste, wenn Gewässer eine hohe Konzentration von Blaualgen erreichen oder verbieten das Betreten der Badestellen komplett.
Auch wenn keine offizielle Warnung ausgesprochen wurde, sollten Menschen mit Tieren Gewässer im Sommer ganz genau auf einen Blaualgen-Befall überprüfen und das Wasser im Zweifelsfall nicht betreten. Neben grünen Schlieren oder einem grün-blauen Teppich auf dem Wasser sind der Geruch nach Ammoniak, verfaulten Eiern und Gülle Alarmsignale.
Andere Gassirunden einlegen
Damit die Tiere gar nicht erst in Versuchung kommen, ist es ratsam, die Spaziergänge für die Zeit der sogenannten Blaualgen-Blüte (rasante Vermehrung der Bakterien), abseits von stehenden Gewässern zu erledigen. Die genannte rasante Vermehrung der fiesen Bakterien findet vor allem an sonnigen und warmen Tagen ab 30 Grad Celsius statt.

Hunde anleinen
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Menschen mit Hund die Vierbeiner im Sommer in der Nähe von Seen, Teichen, langsam fließenden Flüssen und Bächen immer anleinen. So hast Du unter Kontrolle, was Dein Hund trinkt und in welches Nass er reinspringen darf.
Hunde nach dem Bad in Gewässern abwaschen
Auch über das Fell können Hunde Blaualgen aufnehmen. Das kann passieren, wenn sich Dein Vierbeiner, nachdem er mit den toxischen Bakterien in Verbindung gekommen ist, putzt. Aus diesem Grund ist es unbedingt wichtig, dass Du Deine Fellnase nach einem Bad im See, Teich oder Tümpel unbedingt gründlich mit klarem Wasser abspülst.
Immer frisches Wasser dabeihaben
Menschen mit Hund sollten bei Spaziergängen grundsätzlich eine Flasche mit frischem Wasser dabeihaben, um dem Tier vor allem an heißen Tagen Abkühlung und etwas zu trinken anbieten zu können oder während der Blaualgen-Saison im Zweifelsfall das Fell kurz abzuspülen zu können. Übrigens: Schon ab Temperaturen von 20 Grad musst Du aufpassen, dass Dein Hund unterwegs nicht überhitzt oder gar einen Hitzschlag erleidet.




