Stubentiger haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von zwölf bis 15 Jahren. Je nach Rasse kann die Lebenserwartung noch etwas steigen. Aber es gibt auch Katzen, die locker 20 Jahre oder älter werden.
So zum Beispiel Rubble. Der Maine-Coon-Kater ist im Juli 2020 im stolzen Alter von 31 Jahren gestorben. Bis dahin galt er internationalen Medien zufolge als älteste noch lebende Katze der Welt.
Krank war Rubble selbst im hohen Alter nicht – er starb infolge von Altersschwäche. Warum ihm so ein langes Leben vergönnt war? Für Besitzerin Michele Heritage, die Rubble kurz vor ihrem 20. Geburtstag bekommen hatte, liegt das daran, dass Rubble ihr Ersatz-Kind war.
„Ich habe ihn immer wie ein Kind behandelt. Ich habe keine Kinder und hatte schon eine andere Katze namens Meg, die 25 Jahre alt geworden ist.“ Michele ist sich sicher: „Wenn Du Dich um etwas kümmerst, egal was es ist, wird es lange halten beziehungsweise leben.“
Die älteste Katze der Welt wurde 38 Jahre alt
Es gibt sogar einige Katzen, die noch älter geworden sind als Rubble: Die älteste bekannte Katze, die jemals gelebt hat, ist Creme Puff aus Texas. Sie verstarb im Alter von 38 Jahren und drei Tagen. Ihr Besitzer Jake Perry scheint ebenfalls ein Händchen für langlebige Katzen zu haben – ihm gehörte nämlich auch die viertälteste Katze der Welt, Grandpa Rexs Allen.
Jakes Geheimrezept: Eine extravagante Diät, bestehend aus Brokkoli, Truthahn-Speck mit Eiern, Spargel, Brokkoli und sogar Kaffee mit Sahne. Alle zwei Tage bekam Creme Puff außerdem eine Pipettenfüllung Rotwein verabreicht. Und das, obwohl Katzen eigentlich keinen Alkohol oder Koffein vertragen.
Diese Tipps scheinen Dir zu speziell? Es gibt generelle Empfehlungen von Tierärzten und Experten, die ebenfalls beste Bedingungen für ein langes Katzenleben schaffen:
Gesunde Ernährung und Körpergewicht
Dass Jake das Futter seiner Katzen für ihr langes Leben verantwortlich macht, ist gar nicht so abwegig: Die richtige Ernährung spielt für die Gesundheit von Katzen nämlich eine große Rolle. Generell sollten Katzen besonders feuchte, proteinreiche und Kohlenhydrat-arme Ernährung genießen, erklärt Tierärztin Dr. Karen Becker auf ihrem Blog „Healthy Pets“. Außerdem sollte Katzenfutter biologisch und wenig verarbeitet sein.
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Auch die Portionen spielen eine Rolle. Besonders in den USA leiden inzwischen viele Miezen an Übergewicht, das zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen kann. Katzenbesitzer sollten deshalb darauf achten, dass ihre Schützlinge nicht mehr Kalorien aufnehmen, als sie benötigen. Die meisten Katzen sollten außerdem nicht ständig zugriff auf Futter haben, sondern lieber zu bestimmten Zeiten gefüttert werden. Ist das nicht möglich, weil Du außer Haus arbeitest, kannst Du über einen Futterspender nachdenken.
Bewegung und Abwechslung sorgen für lange Lebenserwartung bei Katzen
Neben dem Futter beeinflussen auch Spiel und Bewegung die Lebenserwartung von Katzen. Die Miezen sollten sich jeden Tag auspowern können, zum Beispiel beim Klettern oder Jagen. Dr. Karen Becker rät dazu, Katzen mindestens 20 Minuten am Tag intensiv trainieren zu lassen. Dafür eignen sich vor allem Spielzeuge, die den Jagdinstinkt der Tiere ansprechen.
Wenn Katzen sich in ihrer Umgebung wohlfühlen, reduziert sich ihr Stresslevel – und das ist gut für die Katzengesundheit! Sorge deshalb dafür, dass Deine Katze alles findet, was sie braucht: Kuschelecken, Klettermöglichkeiten, und natürlich ein sauberes Katzenklo, sowie Zugang zu frischem Futter und Wasser.

Katzen, die im Haus wohnen, haben höhere Lebenserwartung
Darf die Katze auch nach draußen oder nicht? Diese Frage stellen sich viele neue Katzenbesitzer. Beide Formen haben natürlich Vor- und Nachteile. Aber wenn es um die Lebenserwartung geht, liegen Stubentiger ganz klar vorne. Kein Wunder: In „freier Wildbahn“ laufen Katzen schneller Gefahr, in Katzenkämpfe zu geraten oder von Autos angefahren zu werden.
Deshalb leben Wohnungskatzen im Schnitt drei bis fünf Jahre länger als Freigänger.
Regelmäßige Besuche beim Tierarzt
Jede Katze sollte regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden. Besonders bei älteren Miezen kann sich der Gesundheitszustand aber zum Teil rapide verschlechtern. Tierärzte und Experten raten deshalb zu halbjährlichen Gesundheitschecks bei Katzensenioren.
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