Über den Labrador Retriever
In Deutschland ebenso wie in den USA und Großbritannien gehört der Labrador zu den fünf beliebtesten Hunderassen. Dies liegt sicherlich daran, dass er scheinbar immer gut gelaunt zu sein scheint. Außerdem geht er mit seinem freundlichen Wesen auf jeden offen zu und baut zu seinen Menschen eine enge Beziehung auf. Als Familien- und Begleithund eignet sich diese Rasse bestens. Wenn Du einen Labrador Retriever kaufen möchtest, ist dies über unseren Tiermarkt möglich. Möchtest Du Dich über ihn informieren, dann lies das folgende Rasseporträt.
Passt der Labrador zu Dir?
Mit seinem freundlichen, ausgeglichenen und kinderlieben Charakter ist der Labrador Retriever der perfekte Familienhund. Er ist intelligent, treu und begleitet sein menschliches Rudel am liebsten überall hin. Normalerweise ist diese Hunderasse durch ihre ruhige Art gekennzeichnet und verhält sich gegenüber Fremden freundlich und ohne Scheu, weshalb sie sich nicht zum Bewachen eignet. Weiterhin zeichnet sich der Labrador durch ein Wesen aus, das ausdauernd, geduldig und neugierig ist. Ursprünglich wurde die Rasse als Jagdhunde genutzt, weshalb sie sehr arbeitswillig ist und einige Exemplare noch einen gewissen Jagdtrieb zeigen können. Dies trifft insbesondere auf Labradore der Arbeitslinie zu, die auch heute noch für jagdliche Einsätze und Wettkämpfe im Jagdhundesport gezüchtet werden. Sie haben einen großen Aktivitätsdrang, weshalb Du einen solchen Hund ausreichend körperlich und geistig auslasten solltest. Wenn Du mit Deinem vierbeinigen Freund gerne das Apportieren trainieren oder mit ihm jagdlich arbeiten möchtest, ist ein Vertreter dieser Zuchtlinie die richtige Wahl für Dich.
Bist Du Hundeanfänger? Suchst Du einen ruhigen Hund, weil Du kleine Kinder hast? Dann solltest Du Dich eher für einen Labrador der Showlinie entscheiden. Er ist leicht erziehbar und durch seinen gemütlichen Charakter ein geeigneter Anfängerhund.
Linie | Aussehen | Wesen |
| Arbeitslinie oder Field-Trail-Linie | sportliche, kleinere und feinere Statur leichteres Gewicht für Schnelligkeit und Wendigkeit schmaler Kopf | sehr arbeitswillig extrem beschäftigungseifrig manchmal etwas nervös |
| Showlinie oder klassische Linie | größere Vertreter stämmiger Körperbau | ruhiges Temperament gemütlich gelassen idealer Familienhund |
In der Arbeitslinie ist der sogenannte „will-to-please“, der allen Retrievern eigen ist, noch stärker ausgeprägt. Dieser sorgt dafür, dass sie Frauchen oder Herrchen gefallen möchten und deshalb sehr leistungsbereit und lernwillig sind.
Grundsätzlich brauchen beide Varianten dieser Rassehunde viel Auslauf und artgerechte Beschäftigung. Da sie vielfach für die Entenjagd eingesetzt worden sind, haben Labrador Retriever ein großes Faible für alles, was nass ist. Daher lassen sie – vor allem im Sommer – oft keine Pfütze aus, um sich hineinzulegen. Sie schwimmen gerne und apportieren Spielzeug wie Bälle und Dummys aus dem Wasser. Um diesem Bedürfnis nachzukommen, solltest Du mit Deinem Labrador öfter einmal zu einem See oder sogar ans Meer fahren. Generell sind gemeinsame Aktivitäten wichtig, weil die Rasse sehr menschenbezogen ist. Aus diesem Grund sollte Dein vierbeiniger Freund nicht zu lange und nicht zu oft alleine sein. Er kann sich mit einer Wohnung arrangieren, wenn er genug Auslauf hat. Ansonsten freut er sich natürlich, in einem Haus mit Garten leben zu dürfen.
Wo hat die Rasse ihren Ursprung?
Der Name „Labrador Retriever“ benennt zum einen seine Eignung. Denn „to retrieve“ bedeutet auf Deutsch „zurückholen“ oder „apportieren“. Zum anderen weist er auf seine Herkunft hin. Der Labrador stammt ursprünglich von einer Halbinsel im Nordosten von Kanada, die den gleichen Namen trägt. Wie er dorthin gekommen ist, ist laut Experten nicht klar. Bekannt ist aber, dass er aus dem Neufundländer hervorgegangen ist. Diese Hunderasse ist typisch für die Region gewesen. Den Labrador unterschied man 1814 schließlich vom Neufundländer, weil er sich durch eine schlankere Statur und ein kürzeres Fell auszeichnete. Kanadische Fischer nutzten ihn damals gerne, um ihre Netze aus dem Meer zu holen.
Mit englischen Besatzern kam der Labrador Retriever schließlich nach Großbritannien, wo man ihn gezielt züchtete. Typisch waren zunächst nur schwarze Labradore, die anderen Farben kamen erst mit der Zeit hinzu. 1899 wurde der erste gelbe Rüde, Ben of Hyde, bei der Zucht eingesetzt. Braun wurde als offizielle Farbe erst 1961 anerkannt. Verpaart man zwei schwarze Tiere miteinander, sind alle drei Farben möglich, während es bei gelben nur Nachkommen mit der gleichen Farbe gibt. Braune Elterntiere können sowohl braune als auch gelbe Welpen hervorbringen. Seit den 1980ern werden in den USA auch Labradore in Grau oder Silber gezüchtet. Ungefähr 2005 kamen sie nach Deutschland. Die Variation ist bei vielen Verbänden jedoch noch nicht offiziell anerkannt. Dies liegt daran, dass nicht immer eindeutig ist, ob es sich um reinrassige Hunde oder um Mischlinge aus Labrador Retriever und Weimaraner handelt.
Das kennzeichnet die Rasse
Steckbrief
Größe: Hündin 54-56cm; Rüde: 56-57cm
Gewicht: 27-32kg
Aussehen: kräftig, muskulös
Fellfarbe: von schwarz über gelb bis schokoladenbraun
Lebenserwartung: 10 bis 14 Jahre
SteckbriefGröße: Hündin 54-56cm; Rüde: 56-57cm Gewicht: 27-32kg Aussehen: kräftig, muskulös Fellfarbe: von schwarz über gelb bis schokoladenbraun Lebenserwartung: 10 bis 14 Jahre |
Der Labrador zeichnet sich durch ein kurzes, dichtes und hartes Fell mit einer wasserbeständigen Unterwolle aus. Er besitzt einen kräftigen Körperbau mit einer kurzen Lendenpartie. Sein Oberkopf ist breit und lässt ihn imposant und stark aussehen. Der Hals ist besonders kraftvoll, die Brust und der Rippenkorb sind tief und gut gewölbt. Der Stop, also der Bereich zwischen Nasenwurzel und Schädelkalotte, ist sehr prägnant. Die Ohren sind beim Labrador Retriever hängend, haben eine mittlere Größe und befinden sich relativ weit hinten am Kopf.
Weitere äußere ErscheinungsmerkmaleBreite, ausgeformte Nasenlöcher |
Die richtige Pflege
Labrador Retriever gelten als gute Fresser, weshalb Du bei der Ernährung ein wenig aufpassen musst. Bei übermäßiger Energieversorgung kann es leicht zu Übergewicht kommen, was sich wiederum negativ auf die Gelenke der Tiere auswirken kann. Da sie gerne alles aufsammeln, was ihnen gerade vor die Schnauze kommt, solltest Du auch beim Gassigehen aufpassen. Andernfalls kann es dazukommen, dass sich Dein vierbeiniger Freund eine Magenverstimmung oder Schlimmeres einfängt.
Mit seinem kurzen, wasserabweisenden Fell ist der Labrador ziemlich pflegeleicht und muss nur ab und zu gebürstet werden. Findet der Fellwechsel statt, verhindert das, dass Dein Labrador seine Haare überall in eurem Zuhause verteilt. Ein wenig Sorgfalt verlangen außerdem die Ohren, die Du bei Bedarf reinigen solltest.
Häufig auftretende Krankheiten
HD: Hüftgelenksdysplasie, Fehlstellung von Gelenkpfanne und Gelenkkopf
Diabetes mellitus: mithilfe von passendem Futter und medizinischen Therapien gut in den Griff zu bekommen
Futtermittelallergien: allergenfreies Hundefutter kann helfen
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