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Der Labrador Retriever im Rasseporträt

Du möchtest wissen, ob der liebenswürdige Vierbeiner auch in Dein Leben passt? In unserem Rasseporträt erfährst Du alles, was Du schon immer über den aufrechten Labrador Retriever wissen wolltest!

In Deutschland ebenso wie in den USA und Großbritannien gehört der Labrador zu den fünf beliebtesten Hunderassen. Dies liegt sicherlich daran, dass er scheinbar immer gut gelaunt zu sein scheint. Außerdem geht er mit seinem freundlichen Wesen auf jeden offen zu und baut zu seinen Menschen eine enge Beziehung auf. Als Familien- und Begleithund eignet sich diese Rasse bestens. Wenn Du einen Labrador Retriever kaufen möchtest, ist dies über unseren Tiermarkt möglich.

Steckbrief:

  • Herkunft: Kanada
  • Klassifikation: FCI-Gruppe 8:  Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
  • Größe: Rüden: 56 bis 57 Zentimeter, Hündinnen: 54 bis 56 Zentimeter
  • Gewicht:  27 bis 32 Kilogramm
  • Körperbau: kräftig, muskulös
  • Fell und Farbe:  Fellfarben von schwarz über gelb bis schokoladenbraun, kurzes, hartes Fell
  • Charakter: freundlichen, ausgeglichenen und kinderlieb, ausdauernd, geduldig und neugierig
  • Pflege: braucht keine besondere Fellpflege, ab und an Bürtsen und Ohren putzen
  • Gesundheit: Hüftgelenksdysplasie, Diabetes Mellitus, Futtermittelallergie
  • Lebenserwartung: 10 bis 14 Jahre

Ursprung und Herkunft des Labrador Retrievers

Der Name „Labrador Retriever“ benennt zum einen seine Eignung. Denn „to retrieve“ bedeutet auf Deutsch „zurückholen“ oder „apportieren“. Zum anderen weist er auf seine Herkunft hin. Der Labrador stammt ursprünglich von einer Halbinsel im Nordosten von Kanada, die den gleichen Namen trägt. Wie er dorthin gekommen ist, ist laut Experten nicht klar. Bekannt ist aber, dass er aus dem Neufundländer hervorgegangen ist. Diese Hunderasse ist typisch für die Region gewesen. Den Labrador unterschied man 1814 schließlich vom Neufundländer, weil er sich durch eine schlankere Statur und ein kürzeres Fell auszeichnete.

Kanadische Fischer nutzten ihn damals gerne, um ihre Netze aus dem Meer zu holen.

Mit englischen Besatzern kam der Labrador Retriever schließlich nach Großbritannien, wo man ihn gezielt züchtete. Typisch waren zunächst nur schwarze Labradore, die anderen Farben kamen erst mit der Zeit hinzu. 1899 wurde der erste gelbe Rüde, Ben of Hyde, bei der Zucht eingesetzt. Seit den 1980ern werden in den USA auch Labradore in Grau oder Silber gezüchtet. Ungefähr 2005 kamen sie nach Deutschland. Die Variation ist bei vielen Verbänden jedoch noch nicht offiziell anerkannt. Dies liegt daran, dass nicht immer eindeutig ist, ob es sich um reinrassige Hunde oder um Mischlinge aus Labrador Retriever und Weimaraner handelt.

Vom Fischer zum adligen Jagdgund

Seemänner waren es auch, welche die Rasse nach England brachten. Dort entdeckte der zweite Earl Malmesbury den Labrador und setzte ihn hauptsächlich zur Jagd ein. Durch dessen strenge Zucht entstand der Labrador Retriever, wie wir ihn heute kennen.

Schon gewusst?
Nicht zu verwechseln ist der Labrador Retriever mit dem Golden Retriever! Beide gehören zur Rasse der Retriever und sind in Deutschland sehr beliebt. Um Verwirrungen zu vermeiden, nennen viele Deutschen den Labrador Retriever nur Labrador. Rein äußerlich unterscheiden sich die beiden Rassen im Fell: Der Golden Retriever hat deutlich längeres Haar, das immer weiß beziehungsweise golden ist.

Wie für das Wasser gemacht: Das rassetypische Aussehen des Labrador Retrievers

Der Labrador zeichnet sich durch ein kurzes, dichtes und hartes Fell mit einer wasserbeständigen Unterwolle aus. Er besitzt einen kräftigen Körperbau mit einer kurzen Lendenpartie. Sein Oberkopf ist breit und lässt ihn imposant und stark aussehen. Der Hals ist besonders kraftvoll, die Brust und der Rippenkorb sind tief und gut gewölbt. Der Stop, also der Bereich zwischen Nasenwurzel und Schädelkalotte, ist sehr prägnant. Die Ohren sind beim Labrador Retriever hängend, haben eine mittlere Größe und befinden sich relativ weit hinten am Kopf.

Weitere äußere Erscheinungsmerkmale:

  • breite, ausgeformte Nasenlöcher
  • mittelgroße, haselnussfarbene oder braune Augen
  • auffällige Rute mit dichtem Fell, dickem Ansatz und sich verjüngender Spitze
  • kräftige Vorderläufe
  • lange Schulterblätter
  • runde Pfoten

Der Labrador zeichnet sich zudem durch ein kurzes, dichtes Fell mit einer wasserbeständigen Unterwolle aus. So kann er zusammen mit seiner Otterrute perfekt durchs Wasser gleiten.

Interessanter Fakt:
Verpaart man zwei schwarze Tiere miteinander, sind alle drei Farben möglich, während es bei gelben Hunden nur Nachkommen mit der gleichen Farbe gibt. Braune Labradore können sowohl schokobraune als auch gelbe Welpen hervorbringen. Seit den 1980ern werden in den USA zudem Labradore in Grau oder Silber gezüchtet.

Gutmütig & treu: Der Charakter des Labrador Retrievers

Als Familienhund eignet sich diese Rasse aufgrund ihrer herzlichen Art hervorragend. Das Labrador-Wesen zeichnet sich besonders durch folgende Eigenschaften aus. Der Hund ist:

  • freundlich
  • ausgeglichen
  • kinderlieb
  • intelligent
  • treu
  • neugierig

Da der Labrador einen engen Bezug zu seiner Familie sucht, begleitet er sein menschliches Rudel am liebsten überallhin. Statt alleine in der Wohnung zu bleiben, folgt er Dir gerne auch zu Restaurant-Besuchen oder Ähnlichem. Dank seiner gelassenen Art wird er glücklich und entspannt zu Deinen Füßen warten.

Deshalb eignet sich der Labrador Retriever überhaupt nicht als Wachhund. Statt Dein zu Hause zu beschützen, wird er eher freudig jeden Einbrecher willkommen heißen.

Rennender Labrador.
Foto: pixabay.com/stanze (Symbolfoto)

Erziehung & Haltung des Labradors

Aufgrund der vergleichsweisen einfachen Erziehung ist die Rasse perfekt für Familien. Ausgewachsen sind die Welpen des Labrador Retrievers bereits nach sechs bis zwölf Monaten. Sei daher gefasst darauf – wenn Du einen circa zwei Monate alten Labrador kaufen möchtest –, dass er noch ein gutes Stück wachsen wird.

Das Fellknäuel ist bereits als Welpe sehr gehorsam, sodass der Besuch einer Welpenschule sowie einer fortführenden Hundeschule vollkommen ausreicht. Mit den dort erlernten Grundlagen kannst Du ohne Schwierigkeiten einen aufrechten sowie vertrauensvollen Labrador erziehen.

Dank dieses sanften Charakters darf der ausgewachsene Hund besonders häufig in speziellen Berufen arbeiten. Zum Beispiel als:

  • Assistenzhund
  • Therapiehund
  • Rettungshund

Beim Labrador Retriever gibt es eine Besonderheit: Obwohl nicht offiziell getrennt, existieren zwei Zuchtlinien:

  • Show-Typ
  • Work-Typ

Diese unterscheiden sich nur geringfügig im Aussehen. Die größten Auswirkungen spürst Du in ihrem Wesen.

Ursprünglich wurde der Labrador als Jagdhund genutzt, weshalb er noch heute sehr arbeitswillig ist. Besonders Exemplare der Arbeitslinie haben einen starken Jagdtrieb, weshalb diese für jagdliche Einsätze und Wettkämpfe im Jagdhundesport gezüchtet werden. Der Labrador der Showline ist hingegen viel ruhiger, was ihn besonders als Anfängerhund auszeichnet.

Wenn Du mit Deinem vierbeinigen Freund gerne das Apportieren trainieren oder mit ihm jagdlich arbeiten möchtest, ist ein Vertreter dieser Zuchtlinie die richtige Wahl für Dich.

Bist Du Hundeanfänger? Suchst Du einen ruhigen Hund, weil Du kleine Kinder hast? Dann solltest Du Dich eher für einen Labrador der Showlinie entscheiden. Er ist leicht erziehbar und durch seinen gemütlichen Charakter ein geeigneter Anfängerhund.

Labrador mit einem Tau im Maul.
Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn/dpa

In der Arbeitslinie ist der sogenannte „will-to-please“, der allen Retrievern eigen ist, noch stärker ausgeprägt. Dieser sorgt dafür, dass sie Frauchen oder Herrchen gefallen möchten und deshalb sehr leistungsbereit und lernwillig sind.

Grundsätzlich brauchen beide Varianten dieser Rassehunde viel Auslauf und artgerechte Beschäftigung. Da sie vielfach für die Entenjagd eingesetzt worden sind, haben Labrador Retriever ein großes Faible für alles, was nass ist. Daher lassen sie – vor allem im Sommer – oft keine Pfütze aus, um sich hineinzulegen.

Info:
Labradore schwimmen gerne und apportieren Hundespielzeug wie Bälle und Dummys aus dem Wasser. Um diesem Bedürfnis nachzukommen, solltest Du mit Deinem Labrador öfter einmal zu einem See oder sogar ans Meer fahren.

Generell sind gemeinsame Aktivitäten wichtig, weil die Rasse sehr menschenbezogen ist. Aus diesem Grund sollte Dein vierbeiniger Freund nicht zu lange und nicht zu oft alleine sein. Er kann sich mit einer Wohnung arrangieren, wenn er genug Auslauf hat. Ansonsten freut er sich natürlich, in einem Haus mit Garten leben zu dürfen.

Die richtige Fellpflege & Gesundheit

Labrador Retriever gelten als gute Fresser, weshalb Du bei der Hundeernährung ein wenig aufpassen musst. Bei übermäßiger Energieversorgung kann es leicht zu Übergewicht kommen, was sich wiederum negativ auf die Gelenke der Tiere auswirken kann. Da sie gerne alles aufsammeln, was ihnen gerade vor die Schnauze kommt, solltest Du auch beim Gassigehen aufpassen. Andernfalls kann es dazukommen, dass sich Dein vierbeiniger Freund eine Magenverstimmung oder Schlimmeres einfängt.

Mit seinem kurzen, wasserabweisenden Fell ist der Labrador ziemlich pflegeleicht und muss nur ab und zu gebürstet werden. Findet der Fellwechsel statt, verhindert das, dass Dein Labrador seine Haare überall in eurem Zuhause verteilt. Ein wenig Sorgfalt verlangen außerdem die Ohren, die Du bei Bedarf reinigen solltest.

Häufig auftretende Krankheiten:

  • HD: Hüftgelenksdysplasie, Fehlstellung von Gelenkpfanne und Gelenkkopf
  • Diabetes mellitus: mithilfe von passendem Futter und medizinischen Therapien gut in den Griff zu bekommen
  • Futtermittelallergien: allergenfreies Hundefutter kann helfen

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