Du bist Dir ganz sicher: Dein Hund ist krank. Doch Besuche beim Tierarzt haben noch immer keine Diagnose ergeben? Dann könnte die Addison-Krankheit dahinter stecken. Die Symptome ähneln anderen Erkrankungen – und deshalb wird die Hundekrankheit oft erst spät erkannt.
Die Addison-Krankheit (Hypokortizismus) ist eine Erkrankung der Nebennieren. Die Adrenaldrüsen in der Rinde der Nebennieren bilden bestimmte Hormone, die wichtig für den Stoffwechsel sind. Bei Addison bilden die Drüsen allerdings weniger Hormone, als der Körper braucht.
Besonders betroffen sind Hündinnen zwischen vier und sieben Jahren, die großen Hunderassen angehören. Theoretisch kann die Krankheit aber auch bei Rüden und Hunden aller Rassen auftreten. Addison kann sowohl akut, als auch schleichend – also chronisch – auftreten.
Verschiedene Arten der Addison-Krankheit beim Hund
Dem „Tiermedizinportal“ zufolge wird die Addison-Krankheit oft durch ein gestörtes Immunsystem verursacht – etwa aufgrund einer Autoimmunkrankheit. Dann spricht man von einer primären Nebennierenrinden-Insuffizienz oder Nebennierenrinden-Schwäche.
Weil das Nebennierenrinden-Gewebe zerstört ist, kann es nicht mehr genügend Hormone produzieren. Dadurch gerät die Kalium-, Natrium, Chlor- und Wasserkonzentrationen im Blut aus dem Gleichgewicht.
Seltener kann Addison bei Hunden auch durch Geschwulste, Verletzungen oder Entzündungen entstehen. Diese Form der Erkrankung wird als sekundäre Nebennierenrinden-Insufizienz bezeichnet.

Problematisch wird es, wenn Stress und Infekte zu einer Addison-Krise führen: Der Hund ist dann plötzlich apathisch, schwach, dehydriert und kann zusammenbrechen. Ein absoluter Notfall – bei dem Du Deinen Hund sofort zum Tierarzt bringen musst!
Im schlimmsten Fall kann die Krise nämlich tödlich enden, wenn sie nicht schnell genug behandelt wird.
Hundekrankheit Addison: Das sind die Symptome
Bei weniger akuten Formen der Addison-Krankheit sind die Symptome oft schwammig – eine genaue Diagnose wird dadurch erschwert, erklärt Tierärztin Dr. Karen Becker auf ihrem Blog „Healthy Pets“.
Zu den Anzeichen für die Hundekrankheit gehören: Erschöpfung, Depression, Appetitverlust, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen im Bauch und gesteigerter Durst.
Wenn die Addison-Krankheit akut auftritt, ist der Hund apathisch, schwach, hat keinen Appetit, leidet an Dehydratation und einem niedrigen Blutdruck. Wie oben beschrieben kann der Hund auch einen Schock oder Kollaps erleiden. 30 Prozent der Hunde mit Addison erhalten erst die Diagnose, wenn sie aufgrund einer Addison-Krise beim Tierarzt landen.
So hilfst Du Deinem Hund bei Hypokortizismus
Neben der medizinischen Behandlung durch den Tierarzt kannst auch Du dazu beitragen, Deinem Hund das Leben mit der Addison-Krankheit so angenehm wie möglich zu gestalten. Dr. Karen Becker gibt Tipps, wie Halter bei der Hundekrankheit helfen können:
- Gestalte das Leben Deines Hundes so stressfrei wie möglich.
- Versorge Deinen Hund mit optimalem Futter, das alle nötigen Nährstoffe abdeckt.
- Mute dem Immunsystem Deines Hundes nicht mehr Impfungen zu als nötig.
- Nervöse Hunde kannst Du mit einer entspannten Massage beruhigen.
- Achte darauf, dass Dein Hund sich genug bewegt, sodass er abends müde ist und gut schlafen kann.
- Schalte den Fernseher aus und sorge für eine ruhige, dunkle Schlafumgebung.



