HomeRatgeberKönnen auch Wohnungskatzen Flöhe oder Würmer kriegen?

Können auch Wohnungskatzen Flöhe oder Würmer kriegen?

Wenn Deine Katze nicht durch Wälder, Felder und Wiesen streift, kann sie auch keine Flöhe, Zecken oder Würmer bekommen? Falsch gedacht! Auch Indoor-Katzen können sich Parasiten einfangen. Wie, erfährst Du hier.

Katzenhalter teilen sich häufig in zwei Lager: Die einen lassen ihre Miezen draußen umherschweifen, andere halten die Samtpfoten ausschließlich in der Wohnung. Die Stubentiger kommen dabei natürlich mit weniger Gefahren in Berührung – zum Beispiel Autos oder kampflustige Artgenossen. Aber haben Indoor-Katzen auch ein geringeres Risiko, sich Flöhe oder andere Parasiten einzufangen?

Tatsächlich können sich auch die Stubenhocker unter den Katzen Flöhe einfangen, erklärt Tierarzt Dr. Travis Arndt gegenüber dem Magazin „Catster“. Schuld sind unter anderem wir Menschen. Denn wir können die Parasiten in die eigenen vier Wände bringen, wo sie dann unser Miezen befallen. Dasselbe gilt übrigens auch für Hunde.

„Sie trampen auf Menschen und Hunden“, so Dr. Arndt. Manchmal können die Flöhe aber auch von einer Wohnung in eine andere wandern: „Die Flöhe verlassen einen Bereich, migrieren und gehen zur Wohnung mit der Katze“.

Eine orange Katze kratzt sich an einem Bücherregal.
Foto: unsplash.com/Tucker Good (Symbolfoto)

Flöhe können Katzen mit Würmern infizieren

Außerdem könnten Flöhe als Zwischenwirte für Bandwürmer fungieren, so der Experte. Dasselbe gilt ebenfalls für Menschen, Hunde – und für neue Katzen, die ins Haus kommen. Selbst wenn Deine Mieze also eigentlich ein behütetes Leben im Haus führt, hat sie immer noch jede Menge mögliche Kontaktpunkte mit der Außenwelt.

Auch wenn Flöhe und Würmer in den meisten Fällen nicht tödlich für die Katze sind – unangenehm sind sie allemal. „Die Flohbisse machen die Haut wund und können zu sekundären Infektionen führen“, so Dr. Arndt. „Sie fühlen sich elend.“ Würmer könnten dagegen zu Magen-Darm-Problemen führen und der Katze Nährstoffe rauben.

Deshalb sollten Katzenbesitzer ihre Miezen beim Verdacht auf die Parasiten vom Tierarzt untersuchen lassen und möglichst von vornherein verhindern, dass die Katze Flöhe oder Würmer bekommt.

Typische Symptome für Flöhe bei einer Katze sind exzessive Fellpflege, kurzes und stumpfes Fell, gerötete und entzündete Haut, kahle Stellen sowie Schorf. Auf Würmer können Durchfall, Erbrechen und Probleme bei der Gewichtszunahme hindeuten.

Und wie sieht es mit Zecken aus?

Übrigens können Indoor-Katzen ebenfalls Zecken bekommen: „Zecken sind bei Indoor-Katzen zwar seltener, können aber auch vorkommen“, berichtet Tierärztin Dr. Sandy M. Fink gegenüber „PetMD“. Auch in diesem Fall können die Parasiten mithilfe anderer Haustiere oder uns Menschen in den Haushalt gelangen.

Zecke sitzt auf einer Hand.
Foto: pixabay.de/Catkin (Symbolfoto)

Eine weitere Möglichkeit, bei der sich Indoor-Katzen Flöhe, Würmer, Zecken oder andere Parasiten einfangen können, ist der Tierarztbesuch – hier kommen die Samtpfoten schließlich mit vielen anderen Tieren auf engen Raum zusammen.

Deshalb ist es oft sinnvoll, auch Katzen, die im Haus bleiben, mit ganzjährig mit Zecken- und Flohschutz sowie Wurmkuren zu versorgen. Außerdem solltest Du Deine Katze einmal im Jahr auf möglichen Parasitenbefall checken lassen – egal, ob sie Freigänger ist oder nicht.

Neueste Artikel

Wenn Deine Katze das tut, liebt sie Dich wirklich

Die Forschungen haben ergeben, dass die Katzenliebe zum Zweibeiner vererbt wird. Die Formel lautet: Wenn beide Elterntiere echte Menschenfreunde...

Ähnliche Artikel