Steckbrief: Kleinspitz
- Herkunft: Deutschland
- Klassifikation: Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 4 Europäische Spitze
- Größe: 23 bis 29 Zentimeter
- Gewicht: 4 bis 5 Kilogramm
- Körperbau: zierliche und quadratische Form, klein, fuchsartig
- Fell und Farbe: sehr langes und dichtes Fell bestehend aus Deckhaar und einer dicken Unterwolle, Farben: schwarz, weiß, orange/rot, loh, creme, grau
- Charakter: aktiv, temperamentvoll, intelligent, anhänglich
- Pflege: zweimal wöchentlich bürsten, auch gegen den Strich
- Gesundheit: rassetypische Krankheiten: Hüftgelenkdysplasie, Patellaluxation, Fellverlust, Nebenschilddrüsenhyperaktivität
- Lebenserwartung: 14 bis 16 Jahre
Herkunft des Kleinspitzes
Der genaue Ursprung des Spitzes ist nicht sicher bekannt, weil es ihn in unterschiedlichen Varianten gibt. Bereits erwähnt wurde der Kleinspitz schon früh, beispielsweise im alten Griechenland. Nachweislich kam das Fellknäuel vor rund 200 Jahren durch englische Seefahrer von Pommern nach England. Wegen seiner pommerschen Herkunft nennt man ihn dort Pomeranian. Dort wurde er im Laufe der Zeit kleiner gezüchtet. In den 1970er Jahren kam der Kleinspitz nach Deutschland zurück und wurde in Zwergspitz umbenannt. Er verkörpert die kleinste Spitz-Rasse und ist somit klar von Kleinspitzen zu unterscheiden. Die Pomeranians sind durchschnittlich 18 bis 22 Zentimeter groß, während der deutsche Kleinspitz eine Durchschnittsgröße von 23 bis 29 Zentimeter aufweist.

Charakter des Kleinspitzes
Das Wesen eines Kleinspitz lässt sich als sehr aufmerksam und intelligent beschreiben. Er liebt es, zu lernen und verinnerlicht Kommandos schnell.
Die Hunderasse des Kleinspitz hat ein großes Bewegungsbedürfnis und ist sehr verspielt. Allgemein bekannt ist seine ausgeprägte Anhänglichkeit, sodass er teilweise Probleme hat, alleine zu sein. Gegenüber Fremden ist der beliebte Vierbeiner gelegentlich misstrauisch. Das qualifizierte ihn jedoch trotz seiner geringen Körpergröße zu einem guten Wachhund und Beschützer. Der Kleinspitz ist ein sehr vokaler Hund und neigt bei fehlender Erziehung zum Kläffen. Grundsätzlich hat der Hund jedoch ein liebes Wesen.
Aufgrund seines fehlenden Jagdtriebes ist er auch für Anfänger geeignet. Mit anderen Hunden ist er gut verträglich, auch wenn der Vierbeiner ab und an zu kleinen Frechheiten neigt.
Auch mit Kindern geht der Kleinspitz liebevoll um, was ihn zu einem ausgezeichneten Familienhund macht. Der Besitzer muss jedoch darauf achten, dass er sich aufgrund seines hohen Selbstbewusstseins nicht überschätzt.
Welches Futter ist für den Kleinspitz am besten?
Für den Vierbeiner ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung wichtig. Er hat von Natur aus eine zierliche Figur. Durch die kurzen Beine sind Gelenkerkrankungen und Bewegungseinschränkungen typisch. Dadurch neigen die niedlichen Spitze zu Übergewicht, wenn sie zusätzlich mit zu vielen Leckerlis verwöhnt werden.
Der treue Fellfreund frisst am liebsten hochwertiges Nass-, und Trockenfutter. Wichtig ist dabei ein geringer Getreideanteil. Hochwertiges Hundefutter enthält einen hohen Fleischanteil, Gemüse und wertvolle Vitamine/Mineralien.
Eine Ernährung mit der BARF-Methode ist für den Kleinspitz auch geeignet. Hierbei wird auf fertiges Futter verzichtet und ausschließlich rohe Nahrungsmittel gefüttert. Eins bis zwei Mahlzeiten am Tag sind für den Spitz vollkommen ausreichend.
Wie sieht die optimale Pflege für den Zwergspitz aus?
Der Kleinspitz ist insgesamt pflegeleicht. Zweimal die Woche das Fell auszubürsten, ist ausreichend. Etwas mehr Bemühungen bedarf es zur Fellwechselzeit. Eine Ausnahme ist dabei die Pflege von Welpen. Die Unterwolle baut sich bei den kleinen Spitzhunden in den ersten neun Monaten auf. In dieser Zeit sollte Fellpflege nicht mehr als ein- bis zweimal im Monat erfolgen. Hierfür kannst Du beispielsweise spezielle Babyhaarbürsten verwenden.

Die Krallen wachsen stetig nach und müssen von Zeit zu Zeit beschnitten werden. Wichtig ist hierbei, der fünften Zehe an den Hinterläufen vermehrt Aufmerksamkeit zu widmen. Diese ist in der Regel rund und berührt den Boden nicht, daher erfolgt kein Kontakt auf dem Asphalt und die sogenannte Wolfskralle nutzt sich nicht ab. Im schlimmsten Falle führt das zu schmerzhaften Verletzungen oder Abriss der Kralle.
Passt der Kleinspitz zu mir?
Der Kleinspitz ist sehr anpassungsfähig. Er fühlt sich sowohl in einer städtischen Wohnung als auch auf dem Land wohl. Er ist leicht zu führen und zeigt kein Dominanzgebaren oder aggressives Verhalten. An äußere Umstände stellt der Vierbeiner keine besonderen Bedingungen. Er fordert im Gegenzug viel Aufmerksamkeit und Nähe von seinen Besitzern. Das neue Familienmitglied muss viel Neues erleben und braucht viel Auslauf.
Der ausgewachsene Kleinspitz ist durch seine handliche Größe und hohe Gehorsamkeit der ideale Begleiter für jede Lebenslage. Besonders beliebte Rassen sind der weiße und der schwarze Kleinspitz. Diese gelten als sehr spielfreudig und gutmütig, vor allem im Umgang mit Kindern. Wichtig ist auch hierfür eine liebevolle, aber strenge Hand. Der Kleinspitz lernt schnell Befehle, erfordert dazu aber eine konsequente Erziehung, sonst ist er mühsamer zu kontrollieren. Durch die hohe Lebenserwartung des Kleinspitzes hat jeder Hundefreund lange Freude an seinem neuen pelzigen Energiebündel.



