Gleich zwei Fälle mutmaßlicher Tierquälerei sorgen aktuell für Aufsehen. Am 23. Juni 2025 beobachtete eine Zeugin, wie offenbar drei junge Katzen aus einem Auto auf den Standstreifen der A1 bei Ahlhorn geworfen wurden. Die Tiere wurden lebend geborgen.
Nur einen Tag zuvor kam es im Hochsauerlandkreis zu einem ähnlichen Vorfall: Dort wurde ein Katzenwelpe aus einem fahrenden Transporter geworfen. Das Jungtier überlebte nicht – es musste eingeschläfert werden. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Katzenbaby bei Bigge aus Transporter geworfen
Am 22. Juni kam es im Hochsauerlandkreis in NRW zu einem grausamen Vorfall. Zeugen beobachteten am Sonntagmorgen gegen 09.45 Uhr, wie eine schwarz-weiße Jungkatze aus dem Beifahrerfenster eines fahrenden weißen Transporters geworfen wurde. Der Vorfall ereignete sich im Bereich Prowinkel in Bigge.
Die Folgen waren tragisch: Das wenige Wochen alte Katzenbaby wurde beim Aufprall auf der Straße so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Die Kriminalpolizei Brilon hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach weiteren Zeugen, um den Täter zu ermitteln.
Wer Hinweise geben kann, soll sich bei der Polizeiwache in Brilon unter der Telefonnummer 02961 90200 melden.
Drei junge Katzen an der Autobahn ausgesetzt
Nur einen Tag später ereignete sich am Autobahndreieck Ahlhorn in Niedersachsen ein ähnlich erschütternder Vorfall: Eine Autofahrerin meldete der Polizei gegen 18.10 Uhr, dass aus dem Fahrzeug vor ihr drei Katzen auf den Standstreifen der Autobahn geworfen wurden. Der Vorfall ereignete sich in Fahrtrichtung Hamburg. Einsatzkräfte der Autobahnpolizei Ahlhorn konnten die Tiere zum Glück lebend und augenscheinlich unverletzt auffinden.

Anschließend wurden die jungen Katzen dem Tierheim Sedelsberg übergeben. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Tierschutzgesetz wurde umgehend eingeleitet. Laut Polizei stellt das Aussetzen eines Tieres auf diese Weise eine erhebliche Gefährdung dar – nicht nur für das Tier, sondern auch für den Straßenverkehr.
Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04435 93160 bei der Autobahnpolizei Ahlhorn zu melden.



