In Langenargen am Bodensee kam es zu einem tragischen Unfall: Katze Tessy wurde offenbar von einem Mähroboter erfasst. Die Freigängerin erlitt dabei schwere Verletzungen an der linken Vorderpfote. Nach mehreren Eingriffen mussten Tierärzte schließlich zur Amputation greifen, um das Leben des Tieres zu retten.
Halter Andy hatte seine Katze zunächst vermisst, bevor er Blutspuren und das jämmerliche Miauen in seiner Wohnung entdeckte. Umgehend brachte er die Samtpfote in eine Tierklinik, wo schnell das verheerende Ausmaß des Unfalls erkannt wurde.
Mähroboter verletzt Katze schwer
Die Diagnose: zertrümmerte Knochen, durchtrennte Sehnen und ein zerstörter Pfotenballen. Trotz intensiver Behandlung und schnellem Einschreiten blieb nur ein Ausweg: Die Pfote musst ab. Nach der Amputation blieb Tessy zunächst zwei Nächte in der Klinik. Dort wurde sie mit Schmerzmitteln versorgt, die das Leiden etwas lindern konnten, berichtet die „Schwäbische“.
Seit der Rückkehr nach Hause ist die Lage weiterhin angespannt. Zehn Tage lang sei die Situation noch kritisch, so die Einschätzung der Klinik. Tessy frisst und trinkt zwar, doch sie steht noch unter Medikamenten und muss in einem Quarantänekäfig bleiben. Rund 3.000 Euro hat die Behandlung bereits gekostet. Dennoch überwiegt die Hoffnung, dass die Katze sich an ihr Leben auf drei Beinen gewöhnen wird.
Diskussion: Nachtfahrverbot für Mähroboter
Der Fall von Tessy ist leider kein Einzelfall: Erst vor wenigen Wochen verlor eine weitere Katze in Langenargen durch einen Mähroboter ihre Vorderpfote. Besonders Igel zählen zu den häufigsten Opfern, da sie nachts unterwegs sind und von den Geräten erfasst werden.
Städte wie Köln, Leipzig oder Göttingen haben deshalb reagiert und ein Nachtfahrverbot verhängt. Seit Sonntag dürfen auch im Ennepe-Ruhr-Kreis bei Dämmerung und nachts keine Mähroboter mehr fahren.

Tierärzte bestätigen die Problematik. Allein im Kleintiergesundheitszentrum Ravensburg werden jährlich zwischen 15 und 20 schwere Verletzungen durch Mähroboter bei Tieren behandelt. Neben Igeln trifft es auch Katzen oder Hunde, die beim Spielen oder Jagen mit den Geräten in Kontakt kommen. Fachleute fordern daher dringend, die Geräte nachts abzuschalten, um das Risiko zu minimieren.
Die Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“ rät zudem, vor dem Gebrauch den Rasen nach Tieren abzusuchen und die eigenen Haustiere drinnen zu lassen, sobald der Mähroboter läuft.




