HomeKatzenKartäuser (Chartreux) – Die selbstständige Samtpfote

Kartäuser (Chartreux) – Die selbstständige Samtpfote

Über die Kartäuser

Allgemeines

Größe: Mittelgroß

Fell-Länge: Kurzhaarkatze

Farben: Blaugrau

Gewicht: 3,0 bis 5,0 Kilogramm (Katze); 6,0 bis 7,0 Kilogramm (Kater)

Haltungsempfehlung

Das kurze Fell der Kartäuser ist relativ pflegeleicht und muss nur gelegentlich gebürstet werden. Die Mieze freut sich über einen Garten oder Balkon – die reine Wohnungshaltung ist jedoch auch möglich. Gerade Berufstätige sollten in diesem Fall die Anschaffung einer zweiten Katze in Erwägung ziehen. Natürlich sollten in der Wohnung außerdem auch ausreichend Katzenspielzeug und ein Kratzbaum für die Samtpfote vorhanden sein.

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In Frankreich, dem Ursprungsland der schönen Kartäuser, heißt die Rasse Chartreux. Charakteristisch sind das blaugraue Fell und die bernsteinfarbenen Augen. Häufig wird die Kartäuser mit der blauen Britisch Kurzhaar verwechselt.

Einer Legende zufolge stammt die Kartäuserkatze aus Syrien, wo sie in der Wildnis gelebt haben soll. Während der Kreuzzüge wurde sie nach Europa gebracht. Früher wurde die Kartäuser daher auch Syrerkatze oder Malta-Katze genannt. Im 16. Jahrhundert wurde sie von dem italienischen Naturhistoriker Ulisse Aldrovandi erstmals schriftlich erwähnt.

Man vermutete ursprünglich ein Zusammenhang zwischen der Kartäuser- bzw. Chartreuxkatze und den Kartäusermönchen/dem Kartäuserorden, aber es existieren keine Aufzeichnungen über eine Verbindung. Stattdessen wurde die Katze unter diesem Namen erstmals schriftlich im 18. Jahrhundert in französischen Dokumenten erwähnt.

Mit der gezielten Zucht der Kartäuserkatze begann man in den 1920er Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Bestand der Rasse nur noch sehr gering. Die Einkreuzung der Britisch Kurzhaar sollte Inzest unter den Katzen vermeiden. Zeitweise wurden beide Rassen wegen der intensiven Kreuzung sogar zusammengefasst – diese Regelung wurde jedoch rasch wieder aufgehoben.

In die USA gelangte die Kartäuserkatze im Jahr 1971, wurde aber erst sechzehn Jahre später von der CFA anerkannt. Bis heute gibt es in den USA nur wenige Züchter der Rasse.

Rassespezifische Charakterzüge

Die Kartäuserkatze gilt als aufmerksame und freundliche Rasse. Gleichzeitig wird ihr eine enorme Selbstständigkeit nachgesagt. Eine Schoßkatze ist sie daher eher weniger. Sie soll sehr still sein – manche Halter beschreiben sie als regelrecht stumm. Natürlich kann aber auch die Kartäuserkatze wie jede andere Katzenrasse miauen, sie ist lediglich nicht so gesprächig wie beispielsweise die Siam.

Sie zählt zu den Rassen, die bis ins Erwachsenenalter verspielt sein sollen und das Apportieren von kleinem Katzenspielzeug lernen können. In der Regel ist die Kartäuser eine umkomplizierte Samtpfote, die sich meist weder an Kindern noch an anderen Tieren im Haushalt stört.

Haltung und Pflege

Die Kartäuserkatze zählt zu den Kurzhaarkatzen und benötigt deshalb in der Regel keine Hilfe bei der Fellpflege. Gelegentliches Bürsten schadet jedoch nicht. Als Freigängerin fühlt sie sich wohl, in der Wohnung benötigt sie einen Kratzbaum und ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten. Berufstätige sollten zudem über die Anschaffung einer zweiten Katze nachdenken. Auch wenn die Kartäuser ihrem Ruf nach eine selbstständige Katze ist, bleiben die wenigsten Miezen gerne viele Stunden alleine.

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