Vielleicht kennst Du diese Situation: Du liegst gemütlich mit Deiner Katze auf dem Sofa und ihr beide seid völlig entspannt. Aber sobald Deine zweite Katze ankommt, bekommt sie sofort mit der Pfote einen Schlag verpasst… Aus menschlicher Sicht würden wir das Verhalten als Eifersucht beurteilen: Deine Mieze will Dich mit niemandem teilen – egal ob mit anderen Haustieren, Menschen oder dem Handy.
Viele Katzenexperten sind sich allerdings einig, dass Eifersucht eher eine menschliche Emotion ist. Sie sprechen bei einem solchen Verhalten bei Katzen eher von Rivalität.
Katzen mögen eine sichere Umgebung, in der sich nicht viel verändert. Sie beanspruchen bestimmte Spielsachen und Orte in ihrem Zuhause für sich – genauso wie Deine Aufmerksamkeit. Wenn sie etwas davon plötzlich teilen müssen, facht das ihr Rivalitätsdenken an.
In der freien Natur wäre das sehr sinnvoll, weil sie dort um begrenzte Ressourcen wie Futter und Frischwasser kämpfen, ohne die sie nicht überleben könnten. Wenn sie ihre Ressourcen von Eindringlingen bedroht sehen, wollen deshalb auch Hauskatzen darum kämpfen.

Damit folgen sie ganz einfach ihrem Instinkt – auch wenn sie alles, was sie zum Leben brauchen, eigentlich im Überfluss bekommen.
Ist Deine Katze eifersüchtig? So erkennst Du es
Dieses Verhalten ist typisch für eifersüchtige Katzen:
- Deine Katze ist wütend, faucht und schlägt nach anderen Lebewesen oder Objekten.
- Sie kämpft mit anderen Katzen oder Haustieren.
- Sie zerkratzt oder zerbeißt plötzlich Möbel, Vorhänge und/oder Teppiche.
- Deine Katze erledigt auch außerhalb des Katzenklos ihr Geschäft.
- Deine Katze ist distanzierter als sonst, versteckt sich vielleicht sogar vor der dominanteren Katze.
- Sie ist laut und fordernd, maunzt den Eindringling an, als würde sie ihn beschimpfen.
Warum sind Katzen eifersüchtig?
Die Gründe, warum Deine Katze so ein Verhalten an den Tag legt, können vielfältig sein. Viele zeigen sich „eifersüchtig“, wenn Du einem Objekt (etwa Deinem Handy oder Laptop), einer Person oder einem anderen Tier mehr Aufmerksamkeit schenkst als ihnen. Das könnte übrigens auch ein Grund sein, warum sich Deine Katze immer auf die Tastatur legt – oder Dich scheinbar schamlos beim Sex beobachtet.
Besonders ausgeprägt ist die Eifersucht gegenüber neuen Mitbewohnern übrigens bei Katzen, die Dich vorher ganz für sich allein hatten. Taucht dann plötzlich ein neues Familienmitglied wie ein Baby oder ein neues Haustier auf, kann das zu eifersüchtigem Verhalten führen.

Besonders wenn Deine Katze als Kitten nicht gut sozialisiert wurde, ist sie später wahrscheinlich besonders abhängig von Dir und schnell eifersüchtig.
Auch Veränderungen ihrer täglichen Routine können Katzen aufbringen: Zum Beispiel wenn sich ihr Futterplan ändert. Vielleicht fühlt sich Deine Katze auch von dem anderen Haustier bedroht und sie hat keinen Rückzugsort. Die Angst vor der „Konkurrenz“ kann sich in eifersüchtigem Verhalten äußern.
Das kannst Du gegen die Eifersucht Deiner Katze tun
Das Wichtigste ist, den Auslöser für die Eifersucht zu erkennen. Dann kannst Du Deine Katze mit entsprechenden Maßnahmen wieder besänftigen. Du könntest zum Beispiel mehr Zeit mit Deiner Katze verbringen. Dadurch weiß Deine Mieze sofort, dass sie Dir immer noch wichtig ist.
In der Regel hört das unerwünschte Verhalten dann schnell wieder auf. Du kannst mit Deiner Katze unter anderem spielen oder schmusen, sie streicheln oder gutes Verhalten mit Leckerli belohnen.
Wichtig ist auch, dass Deine Katze ihren eigenen Rückzugsort hat, an dem sie nicht gestört wird. Vielleicht kannst Du etwa die Futterstation eines neuen Haustiers in einen anderen Raum stellen. Oder Du baust Deiner Katze einen neuen Liegeplatz, von wo sie die Familie gut überblicken kann. Es kann auch helfen, die Spielsachen Deiner Katze vor der neuen Artgenossin in Sicherheit zu bringen.

Außerdem sollte es für alle tierischen Hausbewohner genügend Futter, Frischwasser, saubere Katzenklos und gemütliche Liegeplätze geben, damit es gar nicht erst zu rivalisierendem Verhalten kommt. In kleinen Wohnungen sind Kratzbäume eine gut Möglichkeit, um den Samtpfoten genügend Raum zu bieten.
Am besten beziehst Du Deine Mieze von vorne herein in Veränderungen mit ein. So kannst Du Deine Katze beispielsweise streicheln, während Du das Baby im Arm hältst. Dein neuer Partner kann die Katze füttern oder mit Leckerli verwöhnen. Und wenn eine neue Katze eingezogen ist, kannst Du der alten zuerst Futter geben – als Zeichen ihrer besonderen Position.




Die Ratschläge esten gut!
Hallo, ich habe 2 Maine Coone Kater, die beide aus dem gleichen Wurf stammen. Seit 7 Jahren leben beide sehr harmonisch bei mir. Ich bevorzuge keinen der beiden und beide bekommen mehrfach ihre täglichen Streicheleinheiten. Seit ca. 1,5 jedoch scheint plötzlich der eine sehr eifersüchtig auf den anderen zu sein, sobald es sich dieser in meiner Nähe gemütlich macht, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen. Beide sind sehr sozial, lassen sich jederzeit streicheln, hochheben und suchen meine Nähe. Der „Eifersüchtige“ ist sehr, sehr anhänglich, aber er hatte bisher nie ein Problem damit, wenn auch sein Bruder in meiner Nähe war. Aber mittlerweile fängt er an aggressiv zu gurren, lässt seinen Bruder nicht mehr aus den Augen, bringt sich in Sprungposition und zuckt hin und her, sobald sein Bruder bei mir ist, oder ich diesen streichele. Sobald ich mal nicht aufpasse und „Eifersüchti“ nicht im Blick habe, greift er seinen Bruder an. Diese plötzliche Rivalität hört scheinbar auch nicht auf, wenn ich arbeite, da ich sehr oft (zum Glück nur) kleinere Wunden an ihnen feststelle, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme. Habt ihr vielleicht einen Tipp, was ich machen könnte?
Das ist auch der Grund, warum ich nach dem Tod der liebsten, schlauesten und besten Katze dieser Welt keine Neue bei uns aufgenommen habe.
Mein Kater kommt leider nicht jeden Tag zu mir ins
Bettchen, aber wenn er kommt, muss ich ihn in den Arm nehmen und er liegt immer vis a vis zu mir.
Diese schöne Inflation der Liebe will ich mir mit einer weiteren Fellnase nicht gefährden. Aber die Verlustängste nehmen zu, wann immer er zulange außer Haus ist.
Habe aus dem Tierheim eine 16 Jahre alte, totkranke Katze geholt und mein Kater reagiert panisch vor Angst musste die Katze wiederabgeben. Kann es sein das mein Kater gespürt hat, das die Katze im Sterben liegt?