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Kanadische Sphynx – Aufgeweckt und anhänglich

Über die Kanadische Sphynx

Allgemeines

Größe: Mittelgroß

Fell-Länge: Kein Fell nur Flaum

Farben: Alle Farben

Gewicht: 3,0 bis 7,0 Kilogramm (Katze); 3,0 bis 7,0 Kilogramm (Kater)

Haltungsempfehlung

Die Sphynx wird als aktive und anhängliche Katzenrasse beschrieben. Katzenhalter sollten sich über ihre kontaktfreudige, manchmal auch als aufdringlich bezeichnete Art im Klaren sein. Die haarlosen Miezen sind reine Wohnungskatzen. Gegen einen gesicherten Garten oder Balkon ist in der Regel nichts einzuwenden, sofern auf das Wetter geachtet wird. Sonst kann sich die Mieze einen Sonnenbrand oder eine Unterkühlung zuziehen. Einen Katzenpartner wissen die meisten Vertreter der Rasse zu schätzen. Zu ruhig sollte er aber nicht sein. Es sollte immer genügend Futter bereitstehen, da diese Rasse einen höheren Energiebedarf hat. Wenn jemand von der Katzenrasse Sphynx spricht, meint er meist die kanadische Sphynx.

Die erste bekannte Sphynx-Rasse ist durch eine Mutation entstanden und stammt, wie der Name bereits verrät, aus Kanada. Die haarlose Rasse ist zudem nach den altägyptischen Sphinx-Statuen benannt.

Das älteste Foto eines Nacktkatzenpärchens wurde 1902 in Mexiko aufgenommen. Haarlose Katzen gibt es allerdings schon seit dem Altertum. In Kanada kam die erste bekannte Sphynx 1966 zur Welt, starb jedoch ohne Nachwuchs gezeugt zu haben. Nur ein Jahr später wurde in Toronto eine Katze mit haarlosen Kitten entdeckt. Der erste Wurf wurde kastriert, doch mit den späteren Nachkommen dieser Katze züchtete man schließlich. Ursprünglich nahm man an, die Mutation der Sphynx werde durch das gleiche Gen ausgelöst wie die der Devon Rex. Es ist jedoch recht wahrscheinlich, dass es sich um unterschiedliche Gene handelt.

Die Sphynx ist in Wahrheit nur auf den ersten Blick haarlos. Ihr Körper ist von leichtem Haarflaum bedeckt. Die Haut hat die Farbe, die das Fell normalerweise haben würde. Daher kann die Sphynx dieselben Farbvariationen wie andere Katzenrassen aufweisen.

Rassespezifisches Verhalten

Die Sphynx ist für ihr aufgewecktes Wesen und ihre Intelligenz bekannt und gilt als aufgeweckt und neugierig. Nicht selten hat sie deshalb eine Menge Unsinn im Kopf, den ihr Liebhaber der Rasse jedoch meist gerne verzeihen. Manche beschreiben sie als aufdringlich, für andere macht ihr menschenbezogenes und anhängliches Verhalten diese Rasse zu etwas ganz besonderem.

Haltung und Pflege

Die haarlose Mieze gibt ihre Körperwärme direkt über die Haut ab. Daraus resultiert wie bei der Don Sphynx ein höherer Energiebedarf. Die Rasse benötigt deshalb mehr Futter als andere. Körperfette, die sich auf der Haut der Katze ablagern können, sollten regelmäßig abgewaschen werden. Manche Halter empfehlen ein wöchentliches Bad, andere die Reinigung mit einem weichen Ledertuch. Soll die Katze gebadet werden, ist es ratsam sie bereits als Kätzchen daran zu gewöhnen. Das Bad ist sonst mit großem Stress für das Tier verbunden. Im Sommer kann die Sphynx einen Sonnenbrand bekommen. Ihre Zeit in der Sonne muss man daher dringend begrenzen. Doch auch in der kalten Jahreszeit ist Vorsicht geboten: Die haarlosen Tiere können schnell auskühlen und sollten deshalb in der Wohnung gehalten werden. Ansonsten sind Erkältungen vorprogrammiert! Gegen einen Balkon ist in der Regel nichts einzuwenden.

Achtung
 Wie auch die Don Sphynx wird die Sphynx fälschlicherweise oft als allergenfrei bezeichnet. Das ist nicht der Fall. Meist reagieren Menschen auf das Allergen, das sich in den Talgdrüsen, dem Speichel und im Urin der Tiere befindet. Menschen mit einer Katzenallergie können deshalb sogar heftiger auf Nacktkatzen reagieren als auf Rassen mit Fell. Eine Allergie sollte daher vor der Anschaffung ausgeschlossen werden
Wichtiger Hinweis
Durch den Versuch, die Sphynx-Katzen so haarlos wie möglich zu züchten, sind viele der Miezen enormen Gesundheitsproblemen ausgesetzt. Neben der extremen Empfindlichkeit gegenüber der Sonne und Kälte neigen sie dazu Hauterkrankungen wie Malassezien-Dermatitis zu entwickeln und schmerzhaften Sonnenbrand zu bekommen. Außerdem kämpfen viele Tiere dieser Rasse mit Problemen an den Augen und Ohren. Vor allem Zuchten ohne Schnurrhaare gelten laut Bundestierärztekammer als Qualzuchten.

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