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Kämpfer außer Dienst – Bulldoggen

Bei Bulldoggen handelt es sich um eine uralte britische Rasse, die bis heute ihr kühnes Wesen bewahrt hat. Der Blick sieht zwar grimmig aus – doch hinter dieser Fassade steckt ein liebenswürdiger, treuer Begleiter. Denn der Muskelprotz hat einen weichen Kern und schafft es mit seinem sanften Gemüt in die Herzen vieler Hundeliebhaber. Was ihn genau auszeichnet und was es rund um seine Haltung zu beachten gilt, das kannst Du in diesem umfangreichen Rasseportrait nachlesen.

Vom Kämpfer zum Familienhund

Die Geschichte der Bulldogge reicht weit zurück, denn es handelt sich dabei um eine uralte britische Hunderasse. Der Bulldog wurde bereits von den Kelten gezüchtet und in der Antike so sehr wertgeschätzt, dass er es bis nach Rom schaffte. Er kämpfte in Arenen furchtlos gegen Bullen, daher stammt auch sein Name.

Nach dem Verbot von Hundekämpfen im 19. Jahrhundert, stand bei der Zucht vor allem im Mittelpunkt, die friedliche Natur der Vierbeiner zu stärken. Die Rasse ist der Inbegriff der britischen Tugenden: Mut, Gelassenheit und Ausdauer. Aber nicht nur in England erfreuen sich diese Vierbeiner großer Beliebtheit. Überall auf der Welt sind Bulldoggen zu finden. So verwundert es auch nicht, dass diese Tiere Ahnen vieler Hunderassen sind. Dazu zählen zum Beispiel:

Heute sind die ehemaligen Kämpfer vor allem als Familienhunde beliebt. Denn sie haben keine angeborenen Verhaltensweisen wie einen Hüte- oder Schutztrieb. Sie sind Menschen gegenüber offen und frohsinnig zugewandt. Deshalb sind sie auch ideale Spielpartner für Kinder. Die Hunde wirken zwar auf den ersten Blick etwas tollpatschig, doch dieser Eindruck täuscht. Denn sie gehen sehr behutsam mit Kindern um und vertragen sich außerdem gut mit anderen Haustieren.

Rassemerkmale der Muskelpakte

Ein kraftvoller, breiter und kompakter Körperbau – das zeichnet die Bulldoggen aus. Zudem haben diese Tiere einen verhältnismäßig großen Kopf. Charakteristisch sind die flache Stirnpartie sowie die Falten im Bereich des Kopfes. Der Kiefer der Vierbeiner ist relativ breit und sehr kräftig. Der Oberkiefer wird leicht vom Unterkiefer überragt. Die Augen sitzen tief im Schädel und sind sehr dunkel. Die Ohren stehen weit auseinander und sind hoch angesetzt. Der Nacken der Hunde ist kräftig und die Schultern sind breit. Der Körper wirkt keilförmig, die Beine sind kurz.

Steckbrief:

  • Herkunft: Großbritannien
  • FCI-Standard: Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde
  • Gewicht: Etwa 23 bis 25 Kilogramm
  • Größe: 30 bis 42 Zentimeter
  • Charakter: Zuverlässig, mutig, treu, liebevoll
  • Lebenserwartung: Acht bis zehn Jahre
  • Typische Krankheiten: Augenerkrankungen, Atemprobleme, Herzprobleme, Hautentzündungen
  • Fell: Kurzes Fell; Gestromt, rot, falb, braun, weiß gescheckt
  • Funktion: Familienhund

Der freundliche Charakter macht die Fellnasen aus

Liebenswürdig und dem Menschen zugewandt – das zeichnet das Wesen der Bulldogge aus. Denn hat der Vierbeiner seine Familie erst einmal in sein Herz geschlossen, so weicht er ihr nicht mehr von der Seite. Herrchen und Frauchen begrüßt er mit großer Herzlichkeit.

Französische Bulldogge.
Foto: unsplash.com/ Graham Holtshausen (Symbolfoto)

Zudem kann ihn nichts aus der Ruhe bringen – weder andere bellende Hunde noch Geräte im Haushalt wie Staubsauger. Denn er ist geduldig und sanftmütig. Als anhänglicher Begleiter sucht er stets die Nähe zu seiner Familie und liebt ausgiebige Streicheleinheiten. Diese fordert er – wenn nötig – auch ein indem er sich auf die Füße wirft, hüpft und springt oder sich über den Boden rollt.

Essentiell ist jedoch auch für Bulldoggen eine konsequente und liebevolle Erziehung. Denn andernfalls können die Tiere sich zu wahren Dickschädeln entwickeln. Deshalb solltest Du bereits Deinen Bulldogge-Welpen möglichst früh erziehen. Nur so kann die Sozialisation gelingen. Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“ erlernen die Vierbeiner in der Regel schnell. Sinnvoll ist es in jedem Fall, eine Hundeschule mit Deinem tierischen Begleiter aufzusuchen.

Das gilt es bei der Haltung zu beachten

Grundsätzlich stellen Bulldoggen mit ihrem liebenswerten Wesen keine besonders hohen Ansprüche an ihre Haltung. Sie sind genügsam und pflegeleicht. Essentiell ist jedoch, dass sie die Liebe ihrer Besitzer zu spüren bekommen. Kleine Wohnungen stellen für den Hund kein Problem dar – er benötigt lediglich ein gemütliches Plätzchen auf dem Sofa samt Kissen. Dies ist sein liebster Rückzugsort.

Französische Bulldogge im hohen Gras.
Foto: unsplash.com/ Oleksandr Dorokhov (Symbolfoto)

Zudem sollten die Tiere nicht allzu viele Treppen steigen. Täglichen Auslauf und Bewegung benötigen sie, um fit zu bleiben. Bulldoggen genießen ihre Spaziergänge in vollen Zügen. Zudem sind sie problemlose Begleiter in Gaststätten oder auf Reisen. In der Regel benehmen sie sich gut, wenn sie alleine zu Hause gelassen werden.

Ist es heiß draußen, solltest Du Deinen tierischen Liebling besser in Ruhe lassen. Denn hohe Temperaturen belasten den Vierbeiner.

Die richtige Pflege ist wichtig

Damit der Vierbeiner keine Hautprobleme bekommt, solltest Du ihn regelmäßig pflegen. Dazu gehört vor allem das Bürsten mit einem Massageschwamm. Dieser regt die Durchblutung an und wird von den Tieren als angenehm empfunden. So bekommt Deine Fellnase ein ebenmäßiges, glänzendes Fell. Besonders wichtig ist die Hautpflege der Vierbeiner.

Gesichtsfalten und Ohren müssen mit Reinigungstüchern gesäubert und im Anschluss gut abgetrocknet werden. Nur so vermeidest Du auf Dauer Hautinfektionen, die sich in den Hautfalten bilden können. Selbstverständlich solltest Du außerdem Ohren, Augen, Nase, Zähne und Co. regelmäßig auf Veränderungen untersuchen. Stellst irgendetwas ungewöhnliches fest, solltest Du direkt einen Tierarzt aufsuchen.

Englische Bulldogge.
Foto: unsplash.com/Sébastien Lavalaye (Symbolfoto)

Die richtige Ernährung ist lebenswichtig

Insbesondere bei Bulldoggen ist Übergewicht unbedingt zu vermeiden. Denn dieses würde die Bewegungsfreiheit der Hunde enorm einschränken. Aus diesem Grund ist gesunde und ausgewogene Ernährung unerlässlich.

Selbst wenn Dich treue Hundeaugen anblicken und um ein Leckerli betteln, solltest Du auf keinen Fall schwach werden. Denn das kann fatale Folgen für Deinen Liebling haben. Achte bei der Zusammenstellung des Futters unbedingt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Näherstoffen sowie Vitaminen.

Gewürzte oder zuckerhaltige Lebensmittel sollten für den Vierbeiner tabu sein.

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