HomeKatzenJapanese Bobtail – Die hoppelnde Glücksbringerin aus Japan

Japanese Bobtail – Die hoppelnde Glücksbringerin aus Japan

Über die Japanese Bobtail

Allgemeines

Größe: Mittelgroß

Fell-Länge: Kurzhaarkatze

Farben: Alle Farben

Gewicht: 2,0 bis 5,0 Kilogramm

Haltungsempfehlung

Die soziale Japanese Bobtail möchte in der Regel nicht lange Zeit alleine sein. Es empfiehlt sich deshalb die Anschaffung einer zweiten Katze, wenn die Samtpfote in der Wohnung gehalten werden soll. Über einen Garten oder gesicherten Balkon freut sie sich. Die Japanese Bobtail gilt sie als aktive Katze mit ruhigem Wesen, die gerne spielt und klettert. Da sie sehr lernwillig ist, fällt ihr das Erlernen von Kunststücken häufig nicht schwer. In manchen Fällen lässt sie sich auch an Geschirr und Leine gewöhnen.

Eine Katze mit kurzem Schwanz und einem Gang, der eher an ein Hoppeln erinnert? Klingt ungewöhnlich, ist aber eine typische Beschreibung für die Japanese Bobtail. In vielen asiatischen Ländern werden Katzen mit einem solchen „Stummelschwanz“ als Glücksbringer betrachtet. Leider führt dies häufig zur Verstümmelung der Tiere.

Der kurze Schwanz der Japanese Bobtail ist jedoch erblich bedingt. Er entstand durch eine Mutation, die von japanischen Züchtern weitergezüchtet wurde. Sie wird rezessiv vererbt, d.h. sind beide Elterntiere Japanese Bobtails, werden auch ihre Kitten einen kurzen Schwanz aufweisen.

Doch wie entstand der kurze Schwanz bei der japanischen Rassekatze?

Einer Legende zufolge hat sich einst eine Katze zu nahe ans Feuer gewagt, um sich zu wärmen. Dabei fing ihr Schwanz Feuer. Bei ihrer Flucht setzte die Katze viele Häuser in Brand, die bis auf die Grundmauern abbrannten. Zur Strafe befahl der Kaiser allen Katzen den Schwanz zu entfernen.

Wie viel Wahres in dieser Geschichte steckt, ist natürlich nicht nachweisbar – bis heute ist nicht belegt, wann und wie die Katzen mit den kurzen Schwänzen zum ersten Mal aufkamen. Es wird jedoch vermutet, dass die Katzen vor über tausend Jahren von China nach Japan gelangten. Im Jahr 1602 entschieden japanische Behörden schließlich, dass alle Katzen frei sein sollten. Sie wollten damit der Nagetierplage entgegen wirken, die damals die Seidenraupen im Land bedrohte. Der Verkauf oder Kauf von Katzen war zu diesem Zeitpunkt rechtswidrig. Die Japanese Bobtail lebte also auf Bauernhöfen oder in den Straßen.

Der deutsche Arzt und botanische Forscher Engelbert Kämpfer erwähnte die Japanese Bobtail um 1700 in seinem Buch über die Flora, Faune und Landschaft Japans. Er schrieb: „Es wird nur eine Katzenrasse gehalten. Sie hat große Flecken gelben, schwarzen und weißen Fells; ihr kurzer Schwanz sieht aus wie verkrümmt und gebrochen. Sie zeigt keine große Lust Jagd auf Ratten und Mäuse zu machen, sondern möchte herumgetragen und von Frauen gestreichelt werden“.

In die Vereinigten Staaten gelangte die Japanese Bobtail erst 1968, als Elizabeth Freret drei Exemplare dieser Rasse importierte. Die CFA (Cat Fanciers Association) erkannte sie 1976 an. In Großbritannien wurde der erste Wurf im Jahr 2001 registriert. Weltweit ist die Japanese Bobtail vor allem in Form der winkenden Katze bekannt. Die maneki-neko stellt eine sitzende Japanese Bobtail mit erhobener Pfote dar und ist ein beliebter Glücksbringer in Japan. Häufig sitzt sie im Eingangsbereich von Häusern und Geschäften. Hierzulande kann man die maneki-neko in den Schaufenstern von asiatischen Supermärkten oder Restaurants entdecken.

Rassespezifische Charaktereigenschaften

Die Japanese Bobtail gilt als intelligente und gesprächige Katze mit sanfter Stimme. Werden sie angesprochen, führen die kurzschwänzigen Plappermäuler gerne regelrechte Gespräche mit ihren Menschen. Manche Leute behaupten sogar ihre Stimme erinnere an Gesang. Die Kitten der Japanese Bobtail werden als besonders früh aktiv beschrieben. Auch ihre große Lernbereitschaft wird an verschiedenen Stellen gelobt. Daher gilt sie als empfänglich für das Erlernen von verschiedenen Tricks. Manche Vertreter dieser Rasse lernen auch das Laufen an einer Leine, dies ist jedoch wie bei allen Katzenrassen von Tier zu Tier verschieden.

Haltung und Pflege

Die Japanese Bobtail benötigt meist keinen besonderen Pflegeaufwand. Ihr kurzes Fell ist eher anspruchslos. Gelegentliches Bürsten schadet der Katze jedoch nicht. Im Gegensatz zu anderen schwanzlosen oder kurzschwänzigen Rassen sind bei der Japanese Bobtail keine Erbkrankheiten bekannt. Wegen ihrer Anhänglichkeit sollte die kontaktfreudige Mieze nicht zu lange alleine gelassen werden. Bei reiner Wohnungshaltung sollten gerade berufstätige Halter deshalb über die Anschaffung einer zweiten Katze nachdenken. Freigang ist bei der Japanese Bobtail in der Regel unproblematisch. Sie gilt als robust und wenig krankheitsanfällig. Auch kühlere Temperaturen machen ihr üblicherweise nichts aus.

Neueste Artikel

Studie: So bekommst Du die Aufmerksamkeit Deines Hundes

Der Hund ignoriert Anweisungen oder schaut in die falsche Richtung. Egal, was man auch versucht, die Aufmerksamkeit der Fellnase...

Ähnliche Artikel