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Italien: Arzt operierte seine Katze im öffentlichen Krankenhaus

Gegen einen italienischen Radiologen wird ermittelt, nachdem er seine verletzte Katze in einem Krankenhaus in Aosta einer CT-Untersuchung unterzog und anschließend eine lebensrettende Operation durchführte. Ihm wird vorgeworfen, die Räumlichkeiten für private Zwecke missbraucht zu haben.

Gianluca Fanelli, Leiter der Radiologieabteilung am Umberto-Parini-Krankenhaus in der norditalienischen Stadt Aosta, brachte vor wenigen Tagen seine Katze Athena in die Klinik, nachdem sie sechs Stockwerke tief von einem Dach gestürzt war.

Dem Doktor war klar, dass die Samtpfote umgehend behandelt werden musste, um zu überleben. Deshalb zögerte er nicht lange und machte Gebrauch vom CT-Scanner und dem Operationssaal. Seine vermeintlich heldenhafte Tat könnte ihm nun jedoch zum Verhängnis werden.

Arzt rettet seiner Katze das Leben

„Sie schwebte zwischen Leben und Tod“, erklärte Fanelli gegenüber dem „Guardian“. Er habe sofort gewusst, dass er sie nur durch einen schnellen Eingriff retten könne. Nachdem Athena einer kurzen CT-Untersuchung unterzogen worden war, führte Fanelli in der Röntgen-Abteilung eine Operation am Brustkorb der Samtpfote durch. Dank dieses Eingriffs überlebte die Katze.

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Doch als die örtliche Gesundheitsbehörde von der Not-OP mitbekam, leiteten die Mitarbeiter eine interne Untersuchung gegen den Arzt ein und übergaben den Fall an die Staatsanwaltschaft in Aosta. Dem Doktor könnten jetzt Vorwürfe wegen Verschwendung öffentlicher Gelder und der Entziehung medizinischer Dienstleistungen für Patienten drohen.

Radiologe verteidigt sein Handeln

Fanelli betont, dass er das Krankenhausgerät außerhalb der regulären Arbeitszeiten genutzt habe – zu einem Zeitpunkt, an dem alle geplanten Röntgenuntersuchungen für den Tag bereits abgeschlossen waren und keine dringenden Untersuchungen für Patienten anstanden. Die Katze, eine von fünf Straßenkatzen, die der Arzt eigenen Angaben zufolge aus extremen Bedingungen gerettet hatte, sei ein geliebtes Familienmitglied.

Katze wird operiert.
Foto: unsplash.com/Judy Beth Morris (Symbolfoto)

Er räumte ein, dass seine Handlungen möglicherweise gegen Vorschriften verstoßen haben könnten, und erklärte sich bereit, dem Krankenhaus eventuelle Kosten zu erstatten. Den Tod der Samtpfote habe er aber nicht einfach so in Kauf nehmen können, zumal seine Kinder das Tier über alles liebten.

Er steht deshalb voll und ganz hinter seiner Tat. Unterstützung bekommt er dabei auch von seiner Frau Nicoletta Spelgatti, Senatorin der Partei Lega. Sie betont ebenfalls, dass ihr Mann ein Leben gerettet habe und nur seinen Pflichten als Arzt nachgekommen sei.

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