Egal ob Mensch oder Tier: Hinter dem Schnarch-Geräusch steckt eine einfache, physiologische Erklärung. Es wird dadurch ausgelöst, dass im Schlaf loses Gewebe in den oberen Atemwegen vibriert. Zum Beispiel in der Nase, im hinteren Teil der Mundhöhle oder in der Kehle.
Warum man vor allem im Schlaf schnarcht? Das liege daran, dass dann das Gewebe in den oberen Atemwegen besonders entspannt sei, erklärt „The Spruce Pets“. Es kann dann also besonders gut beim Atmen hin und her flattern.
Wenn Deine Katze schnarcht, muss das nicht immer ein Grund zur Sorge sein. Denn Miezen können aus ganz unterschiedlichen Gründen „sägen“. Manchmal kann der Auslöser aber auch ein medizinisches Problem sein. Wir verraten, wann Schnarchen bei Katzen normal ist – und wann nicht:
Veranlagung
Sogenannte brachyzephale – oder kurzköpfige – Katzen schnarchen relativ häufig. Das betrifft vor allem bestimmte Katzenrassen mit einem „platten“ Gesicht, etwa Perserkatzen oder Burma-Katzen.
„Diese brachyzephalen Katzen haben verkürzte Knochen in ihren Gesichtern und Nasen, dadurch sind sie anfälliger fürs Schnarchen“, erklärt Tierarzt Dr. Bruce Kornreich gegenüber „PetMD“. „Sie können außerdem kleinere Nasenlöcher haben, die das Atmen einschränken.“
Übergewicht
Dicke Katzen schnarchen eher als dünnere Artgenossen, da sich das überschüssige Fett auch im Gewebe rund um die oberen Atemwege absetzen kann. Die Atemgeräusche sind dadurch lauter hörbar – vor allem im Schlaf.
Bestimmte Schlafpositionen fördern das Schnarchen
Schnarcht Deine Katze vor allem dann, wenn sie in besonders verdrehten Positionen schläft? Kein Wunder! Manche Kopfhaltungen im Schlaf sorgen dafür, dass die Luft nicht frei durch die Atemwege fließen kann. Die Folge: Deine Mieze sägt, was das Zeug hält. Sobald sie die Schlafposition wechselt, sollte das Schnarchen allerdings aufhören.

Probleme der Atemwege
Asthma, bakterielle oder Pilzinfektionen können sich auch im Schnarchen äußern – bei Katzen wie bei Menschen. Häufig treten gleichzeitig noch andere Symptome auf, wie Niesen, tränende Augen oder eine laufende Nase.
Deine Katze schnarcht wegen eines Fremdkörpers in der Nase
Zu guter Letzt kann es sein, dass die Atemwege Deiner Katze blockiert sind. Das kann bei Polypen oder Tumoren der Fall sein, aber zum Beispiel auch dann, wenn etwa ein Grashalm in der Nase oder im Rachen steckt.
Bei jungen Katzen bis zu drei Jahren können Nasenrachen-Polypen eine häufige Ursache fürs Schnarchen sein. Diese sind zwar gutartig, können aber zu einer Größe wachsen, die das Atmen erschwert. Die Katze atmet dann so laut, dass sie auch zu schnarchen scheint, wenn sie wach ist.
Wann sollte eine schnarchende Katze zum Tierarzt?
Das Gute: Du kannst Einiges dafür tun, dass Deine Mieze nicht mehr schnarcht. Wenn ein Tumor, Polyp oder sonstige Gegenstände die Atemwege versperren, kann ein Tierarzt diese natürlich entfernen. Damit diese möglichst früh entdeckt werden, solltest Du unbedingt die jährlichen Gesundheitschecks beim Tierarzt wahrnehmen.
Auch wenn das Schnarchen meist harmlos ist – unter einigen Umständen solltest Du Deine Katze lieber von einem Tierarzt untersuchen lassen. Zum Beispiel dann, wenn Deine Katze eigentlich immer leise schläft, und plötzlich anfängt zu schnarchen, oder wenn das Schnarchen lauter wird. Besonders, wenn Deine Katze auch im wachen Zustand scheinbar schlechter Luft bekommt.

Bei zusätzlichen Symptomen: Ab zum Tierarzt!
Auch wenn Deine Mieze zusätzliche Symptome zum Schnarchen entwickelt – etwa Niesen, Appetits- oder Gewichtsverlust sowie Atemprobleme – stehe ein Ausflug zum Tierarzt an, so das Magazin „Catster“. Und wie immer gilt: Vorsicht ist besser bei Nachsicht. Wenn Du Dir unsicher bist, warum Deine Katze schnarcht, kontaktiere lieber einen Tierarzt, um ernstere Ursachen auszuschließen.
Steckt kein akuter medizinischer Grund hinter dem Schnarchen, kannst Du Deine Katze bei Übergewicht auf Diät setzen, um ruhigere Nächte zu bekommen. Nehmen übergewichtige Katzen ab, lässt nämlich oft auch ihr Schnarchen nach. Achte dafür darauf, dass Deine Katze nicht mehr Futter bekommt, als sie benötigt, und sich ausreichend bewegt.
Wenn Deine Mieze zwar schnarcht, es ihr aber ansonsten rundum gut geht, heißt es, das Schnarchen einfach akzeptieren. Dann ist es nur eine weitere Eigenart, die Deine Katze im Grunde nur noch liebenswerter macht!



