Denn Hunde können genau wie Menschen eine Depression bekommen. Darauf deuten mehrere Umstände hin: Unter anderem haben Hunde dieselben Neuro-Chemikalien wie wir und schütten ebenfalls Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus.
Mögliche Auslöser für eine Depression bei Hunden sind dem Magazin „Country Living“ zufolge etwa der Einzug eines neuen Lebenspartners oder Babys, ein Umzug, der Tod eines anderen Haustiers oder Empathie mit einem depressiven Herrchen oder Frauchen.
Eine Depression beim Hund könne sich ähnlich äußern wie bei Menschen, einige Vierbeiner ziehen sich etwa zurück und werden weniger sozial. Vielleicht ist Dein Hund „nur“ traurig – oder es steckt etwas Ernsteres dahinter.
So erkennst Du, dass Dein Hund traurig oder depressiv ist
Dein Hund…
- …ist weniger aktiv
- …interessiert sich nicht für Aktivitäten, die ihm eigentlich Spaß machen
- …versteckt sich und will nicht mehr Gassi gehen
- …verändert seine Essgewohnheiten, isst nur noch wenig oder gar nichts mehr
- …verbringt mehr Zeit mit schlafen
- …jault und heult ohne nachvollziehbaren Grund
- …leckt sich übermäßig, besonders an den Pfoten
- …legt die Ohren flach an
- …interagiert weniger mit anderen Hunden
- …„verlernt“ Teile seiner Erziehung, ist zum Beispiel nicht mehr stubenrein
- …verhält sich gegenüber anderen Hunden aggressiv oder zerstört plötzlich Sachen.
Wenn Du so ein Verhalten bei Deinem Vierbeiner feststellst, solltest Du mit ihm einen Termin beim Tierarzt vereinbaren. Denn vielleicht ist Dein Hund nicht einfach nur traurig – Verhaltensänderungen können auch auf den Beginn einer Krankheit hindeuten.
Um das auszuschließen, ist ein Besuch beim Tierarzt sehr wichtig.
Dein Hund ist traurig? So munterst Du ihn auf
Zum Glück gibt es einige Mittel, mit denen Du die Laune Deines Vierbeiners wieder bessern kannst. Ein erster Schritt kann sein, ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Mindestens genauso wichtig: Outdoor-Aktivitäten. Viel Bewegung an der frischen Luft ist ein echter Gute-Laune-Booster – bei Hunden wie bei Menschen. Wenn Dein Hund dagegen unterfordert ist und sich langweilt, kann das schnell in Traurigkeit umschlagen.
Experten empfehlen außerdem, eine tägliche Routine mit Deinem Hund zu entwickeln und auch beizubehalten. Die gewohnte Struktur hilft der Fellnase dabei, sich von Trauerphasen zu erholen.
Lege zum Beispiel die Nachmittagsrunde auf eine bestimmte Zeit oder serviere Deinem Vierbeiner möglichst zu gleichbleibenden Zeiten sein Futter. Eine Beibehaltung der Routine ist besonders wichtig, wenn Dein Hund aufgrund einer großen Veränderung traurig ist – zum Beispiel, weil ein Kind zum Studium weggeht oder sein Hundefreund gestorben ist.



