- Dehydrierung ist lebensgefährlich
- Warnzeichen: trockene Nase, Lethargie, eingesunkene Augen oder stehenbleibende Hautfalte
- regelmäßig frisches Wasser anbieten
- Hundeeis oder (gefrorene) Früchte zur Flüssigkeitsaufnahme nutzen
Während einer Hitzewelle verlieren Hunde vermehrt Flüssigkeit über das Hecheln. Ihr Körper überhitzt schneller als der eines Menschen. Die Folge: Sie benötigen deutlich mehr Wasser – und das regelmäßig, rund um die Uhr.
Mit einem simplen, aber effektiven Trick kannst Du in Sekunden testen, ob Dein Vierbeiner dringend Flüssigkeit braucht. Die Tierärztin Sadie Spencer von „Vets Now“ warnt gegenüber dem „Mirror“: „Dehydration kann sich bei Hunden – genau wie bei Katzen – schnell entwickeln. Und in schweren Fällen ist sie lebensbedrohlich.“
Warum Hitze für Hunde so gefährlich ist
Die traurige Realität ist: Wenn ein Hund nicht ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte aufnimmt, und gleichzeitig zu viel Feuchtigkeit verliert, kann sich innerhalb kurzer Zeit ein ernsthafter, gefährlicher Zustand entwickeln – mit potenziell tödlichen Folgen. Bleibt Dehydrierung unbehandelt, kann es zu Organschäden und im schlimmsten Fall zum Tod kommen.
So erkennst Du Dehydrierung bei Deinem Hund
Es gibt einige klare Warnzeichen, auf die Du achten solltest:
- trockene Nase oder klebriges Zahnfleisch
- eingesunkene Augen
- starke Müdigkeit oder Bewegungsunlust
- Schwäche
- Appetitlosigkeit
- Kollaps
- Haut, die beim sanften Hochziehen nicht sofort wieder zurückspringt
Dieser letzte Punkt ist besonders hilfreich – und lässt sich einfach testen.
Der einfache Hautfaltentest
So funktioniert’s:
- Hebe sanft eine kleine Hautfalte im Nacken oder zwischen den Schulterblättern Deines Hundes an.
- Lasse sie wieder los.
- Beobachte, wie schnell die Haut in ihre normale Position zurückkehrt.
Ist Dein Hund gut mit Flüssigkeit versorgt, gleitet die Haut sofort wieder zurück. Bei Dehydrierung bleibt die Falte stehen oder braucht einige Sekunden, um sich zu glätten – ein klares Warnzeichen. Bei Katzen erkennst Du über diesen Trick ebenfalls eine Dehydrierung.
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.
Schnell reagieren kann Leben retten
Dehydration ist nicht nur ein „Sommerproblem“, das man auf die leichte Schulter nehmen darf. Mit einem einfachen Test und einem achtsamen Blick kannst Du Deinem Hund helfen, gesund durch heiße Tage zu kommen. Damit Dein Hund auf Euren Spaziergängen genügend Wasser trinken kann, solltest Du immer eine Trinkflasche für unterwegs (Affiliate-Link) dabei haben.
An manchen Hitzetagen solltest Du ganz auf ausgiebige Spaziergänge und Spieltage verzichten. Lasse Deinen Hund im Sommer nicht im ungekühlten Auto. Erste Maßnahmen gegen einen Hitzschlag, findest Du hier. Wenn Du Zweifel hast oder Symptome beobachtest, zögere nicht: Kontaktiere sofort Deinen Tierarzt. Wie Du Deinen Hund drinnen richtig beschäftigen kannst, liest Du hier.
Wie Du Deinen Hund zum Trinken animierst
Du kannst Deinem Hund auch eine leckeres Hundeeis selber machen oder ein paar leckere Früchte wie Blaubeeren, Erdbeeren und Wassermelone oder auch Gurkenscheiben in den Wassernapf tun, um ihn zum Trinken zu animieren. Eine gefrorene Obst-Eis-Schale hat außerdem einen kühlenden Effekt und beschäftigt Deinen Hund lange. Kleine Leckerlis und Früchte kannst Du ebenfalls zu Eiswürfeln einfrieren und Deinem Hund als hydrierenden Snack zwischendurch geben.
Weigert sich Dein Hund zu trinken? Hier haben wir Tipps, was Du dagegen tun kannst.
Wie Du Deinen Hund bei Hitze abkühlen kannst
Mit einer Kühlmatte (Affiliate-Link) kannst Du Deinen Hund abkühlen. Auch kühle, feuchte Handtücher können helfen. Passe dabei aber auf, dass Du ihn damit nicht komplett einwickelst, da sich darunter Stauhitze sammeln kann. Überschütte Deinen Hund auch niemals mit einem Eimer kaltem Wasser wie es gerade mit dem neuen aufflammen der Ice Bucket Challenge im Trend ist, da er dabei einen Schock erleiden kann.
Außerdem warnt ein Hundeexperte Hundehalter vor dem möglichen „Lupeneffekt“. Was es mit diesem Fehler bei der Abkühlung von Hunden auf sich hat, liest Du hier.




