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Hundesteuer-Erhöhungen ab 2025: Teilweise bis zu 650 Prozent

Ab 2025 wird in zahlreichen deutschen Kommunen die Hundesteuer erhöht. Die Anpassungen variieren je nach Region und betreffen sowohl die Steuer für den ersten Hund als auch für weitere Hunde und sogenannte Listenhunde. Mancherorts müssen Halter bis zu 650 Prozent mehr zahlen.

Wer in Deutschland einen Hund hält, muss in der Regel auch eine Hundesteuer für die Fellnase zahlen. Die Höhe dieser Steuer ist jedoch von Kommune zu Kommune unterschiedlich, eine bundesweite Übersicht gibt es nicht. Ab Januar 2025 haben sich aber zahlreiche Regionen für eine Erhöhung der Hundesteuer entschieden.

Die Entscheidungen der Gemeinden begründen sich meist mit gestiegenen Verwaltungskosten oder dem Bedarf, die Einnahmen für kommunale Haushalte zu erhöhen. Da die Hundesteuer mehrheitlich nicht zweckgebunden ist, profitieren Halter nicht direkt von der Zahlung. Die Kommunen können frei über Gelder verfügen.

Hundesteuer-Erhöhungen 2025

Trossingen (Baden-Württemberg):
Hundebesitzer in Trossingen in Baden-Württemberg müssen künftig deutlich mehr zahlen. Die Steuer für den ersten Hund steigt von bisher 96 Euro auf 120 Euro pro Jahr. Besonders teuer wird es ab 2025 für Halter von Listenhunden, darunter Bullmastiff, Mastino Napolitano oder Pit Bull Terrier. Bislang galt für diese Hunde der gleiche Steuersatz wie für alle Vierbeiner von 96 Euro.

Ab Januar 2025 erhöht Trossingen diesen Satz jedoch auf stolze 720 Euro für den ersten Listenhund. Das entspricht einer Erhöhung von 650 Prozent. Für jeden weiteren werden 1.440 Euro fällig. Durch die höhere Steuer solle die Ausbreitung gefährlicher Hunde verhindert werden, erklärt Dezernent Axel Henninger gegenüber „schwäbische“.

Rödinghausen (NRW):
In Rödinghausen in Nordrhein-Westfalen wird die Hundesteuer ebenfalls angepasst. Ab dem nächsten Jahr beträgt sie 60 Euro für den ersten Hund, anstatt wie zuvor 42 Euro. Das sind fast 43 Prozent mehr. Betroffen von der Erhöhung wären in Rödinghausen rund 1.000 Hunde, die dort gemeldet sind, berichtet der Sender „Radio Herford“.

Hundepfote Hand Geld
Foto: Adobe Stock/Nordreisender (Symbolfoto)

Beverstedt (Niedersachsen):
Besonders stark steigen die Steuersätze auch in Beverstedt bei Cuxhaven. Hier wird die Steuer für den ersten Hund um rund ein Drittel erhöht und liegt ab 2025 statt wie zuvor bei 56 Euro dann bei 72 Euro. Für einen zweiten Hund werden 90 Euro statt 68 Euro fällig. Jeder weitere Vierbeiner wird mit 132 Euro besteuert (zuvor 96 Euro). Die Kommune will mit der Erhöhung ihren defizitären Haushalt teilweise ausgleichen, berichtet der „Weser Kurier“.

Neben den hier genannten Beispielen erhöhen zahlreiche weitere Kommunen in Deutschland zu 2025 ebenfalls die Hundesteuer. Ob Hundehalter von einer Erhöhung betroffen sind, erfragen sie am besten direkt bei der örtlichen Verwaltung. Im vergangenen Jahr spülte die Hundesteuer insgesamt 421 Millionen Euro in die Kassen der Kommunen – ein neuer Rekord.

Gründe für die Erhöhung der Hundesteuer

Kommunen argumentieren, dass die Hundesteuer eine wichtige Einnahmequelle ist, die nicht nur die Verwaltungskosten deckt, sondern auch zur Finanzierung von öffentlichen Leistungen beiträgt. Steigende Kosten in der Abfallbeseitigung (zum Beispiel durch Hundekot), höhere Ausgaben für Grünflächenpflege und die allgemeine Inflation sind häufig genannte Gründe.

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Hundehalter reagieren auf die Erhöhungen allerdings häufig mit Unverständnis. Sie fordern, dass die gezahlte Steuer auch zielgerichtet für die Belange der Halter und deren Hunde eingesetzt werde. In einigen Fällen wird die Steuer als ungerecht empfunden, insbesondere weil andere Haustierhalter wie Katzen- oder Pferdebesitzer keine ähnliche Abgabe leisten müssen.

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