Wenn ein Hund gesundheitliche Probleme hat, kann man das oft an seinen Hinterlassenschaften erkennen. Der Kot Deines Vierbeiners kann nämlich viel über seine Gesundheit verraten. Aber wie sieht überhaupt der perfekte Hundekot aus? Und wann musst Du Dir Sorgen machen?
Verschiedene Experten haben sich intensiv mit Hundekot beschäftig und damit, auf welche Merkmale Du achten solltest beziehungsweise welche Eigenschaften ein gesunder Hundehaufen haben sollte. Unappetitlich? Vielleicht – aber Dein Vierbeiner wird es Dir danken, wenn Du seine Gesundheit so im Blick hast!
Es gibt sechs Faktoren, anhand derer Du Rückschlüsse auf das Wohlergehen Deines Hundes ziehen kannst: Die Konsistenz, die Größe, die Form, die Farbe, der Geruch und die Häufigkeit des Kots.
1. Konsistenz
Gesunder Hundekot sollte kompakt und feucht sein und seine Form behalten, wenn Du ihn aufsammelst. Wenn der Kot flüssig oder wässrig ist, könnte das auf eine Darmstörung hindeuten. Womöglich hat Deine Fellnase etwas Schlechtes gegessen. Fühlt sich der Kot zu hart oder trocken an, leidet Dein Hund möglicherweise an Dehydrierung oder Verstopfung.
Aber keine Panik: Wenn Du kürzlich auf ein neues Futter umgestellt hast ist es normal, dass die Konsistenz des Stuhlgangs etwas schwankt. Erst wenn sich die Situation nach zwei Wochen nicht beruhigt hat, solltest Du der Sache nachgehen. Häufiger Grund: zu viel Futter.

2. Größe
Logischerweise hängt die Größe des Haufens von der Größe des Hundes ab. Aber eine allgemeine Faustregel besagt, dass der Kot Deines Hundes etwa so groß sein sollte wie die Futterportionen, die er frisst.
Achte auf auffällige Veränderungen bei der Größe. Wenn der Kot größer als normalerweise ist, kann es sein, dass die Fellnase ihr Futter nicht richtig verdaut und nicht die notwendigen Nährstoffe erhält. Ist der Haufen ungewöhnlich klein, kann das ein Indiz für Appetitlosigkeit aufgrund einer Krankheit oder einer Blockade im Verdauungsprozess sein.
3. Form
Die übliche Form ist die eines Klotzes. Die sollte der Kot auch beibehalten, wenn Du ihn aufhebst oder bewegst. kieselartige oder runde Köttel könnten ein Zeichen für Dehydrierung oder steife Gelenke sein.
Wenn Dein Hund schon etwas älter ist oder unter Gelenkproblemen leidet, kann er möglicherweise nicht lange genug in der richtigen Position bleiben, um einen perfekten Haufen zu produzieren. In diesem Fall solltest Du einen Tierarzt konsultieren. Ein Mittel, das den Stuhlgang aufweicht, kann die Angelegenheit erleichtern.
4. Häufigkeit
Die Häufigkeit, mit der Dein Hund am Tag seine Notdurft verrichtet, sollte konstant sein – egal, ob einmal oder viermal am Tag. Solange die Anzahl täglich dieselbe ist, besteht kein Grund zur Sorge. In der Regel gehen Hunde ein- oder zwei- bis dreimal am Tag – jüngere eher häufiger, ältere seltener.
Da die Häufigkeit variiert, ist es besonders wichtig, darauf zu achten, wie viele Häufchen Dein Hund jeden Tag macht. Nur dann erkennst Du Abweichungen von der Norm.

5. Geruch
Wonach riecht gesunder Hundekot? Klar, nach Fäkalien. Aber außergewöhnlich übelriechend und penetrant sollte der Duft nicht sein. Wenn sich der Kotgeruch Deines Haustiers plötzlich ändert, solltest Du das beobachten. Überschüssiges Fett ist oft der Grund für seismische Veränderungen.
6. Farbe
Das wichtigste Anzeichen dafür, dass mit dem Hundekot etwas nicht stimmt, ist seine Farbe. Alles, was nicht hell- oder dunkelbraun ist – idealerweise eine milchschokoladenfarbene Farbe – kann Anlass zur Sorge geben. Ein banaler Grund kann farbstoffhaltiges Futter sein – dann solltest Du aber das Futter wechseln. Schau Dir dafür die Zutatenliste an. Wenn das nicht der Fall ist, können verschiedene Farben auf verschiedene Probleme hindeuten.
- Grün: Das könnte ein Zeichen für ein Gallenblasenproblem sein oder dafür, dass Dein Hund zu viel Gras gefressen hat, was auf Stress oder Darmprobleme hinweisen könnte.
- Orange oder gelb: Das könnte auf Probleme der Leber oder der Bauchspeicheldrüse hinweisen.
- Rot: Rote Streifen bedeuten in der Regel, dass sich Blut im Kot Deines Hundes befindet. Das könnte auf eine Wunde in der Nähe des Anus zurückzuführen sein. Schau also unbedingt nach.
- Schwarz oder teerig: Kot in dieser Farbe könnte ein Zeichen für innere Blutungen im Magen oder Dünndarm sein. Dringend behandeln lassen.
- Grau und fettig: Das kann auf ein Problem mit der Bauchspeicheldrüse oder den Gallenwegen hindeuten.
- Weiße Flecken: Weiße, reisähnliche Körner im Kot Deines Welpen könnten ein Anzeichen für Bandwürmer sein.
- Weiß oder kalkhaltig: Weiße oder kalkhaltige Häufchen sind in der Regel auf einen Überschuss an Kalzium und anderen Mineralien zurückzuführen und wird typischerweise bei Hunden beobachtet, die mit Bart-Futter ernährt werden.
Was tun, wenn sich der Kot Deines Hundes verändert?
Denke immer daran: Die Ernährung ist oft das entscheidende Element für einen gesunden Vierbeiner. Suche also nach Hundefutter, das eine gute Verdauung fördert. Darmfreundliche Inhaltsstoffe sind beispielsweise Probiotika – lebende Bakterien, die sich von Präbiotika ernähren und eine Rolle bei fast allen Körperfunktionen Deines Hundes spielen. Wichtig ist außerdem, dass das Futter hypoallergen und getreidefrei ist, Proteine aus einer Quelle enthält und nur aus einer begrenzten Anzahl an Zutaten besteht.
Regelmäßige Bewegung und eine stressfreie Umgebung helfen neben der richtigen Ernährung dabei, dass die Verdauung Deines Hundes reibungslos funktioniert.



