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Was ist besser: Hundegeschirr oder Halsband?

Wenn „Prinzessin“ oder „Ich bin der Boss“ auf dem Hundegeschirr steht, ist das ein witziges Argument für den Kauf eines Geschirrs. Doch es gibt weitere gute Gründe, warum man sich für ein Hundegeschirr und gegen das Halsband entscheiden sollte. Ganz oben stehen die Sicherheit und Gesundheit des Vierbeiners.

Das Geschirr ist nur etwas für unterwegs

Klar ist: Ein Hundegeschirr ist nur etwas für Outdoor-Spaß. Ist der Hund zu Hause, dann darf er das Geschirr ablegen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, lässt den Hund zusätzlich ein Halsband mit Steuermarke und Adressdaten tragen.

Sicherheit beim Gassi gehen und im Auto

Unterwegs ist die Fellnase prima im Hundegeschirr aufgehoben. Es sitzt so sicher, dass der Hund nicht aus dem Geschirr aussteigen kann. Bei einem Halsband kann hingegen ein langer Hals gemacht werden und schon schlüpft Bello heraus und steht oben ohne da. Auch im Auto kann das Geschirr besser als ein Halsband sein, wenn der Hund mit einem Sicherheitsgurt am Sitz befestigt wird. Der Gurtzug wirkt sich dann nicht auf den Hals, sondern auf den breiten Rücken und die Brust aus.

Haltegriff und Reflektoren sind zusätzliche Pluspunkte

Positiv ist es, wenn das Geschirr einen Haltegriff hat, damit man schnell zugreifen kann, um den Liebling festzuhalten. Und noch ein Sicherheitsaspekt: Reflektierende Streifen am Geschirr sind bei Dämmerung und Dunkelheit für Autofahrer gut sichtbar. Beim Halsband verschwinden die Reflektoren oft unter langen Haaren.

Schonende Belastung und keine Atemnot

Mit einem Hundegeschirr tut man Bello auch etwas Gutes: Zwar sollte Zug mit der Leine immer vermieden werden, aber mal ehrlich: Es passiert eben doch mal. Und dann schnürt ein Halsband die Kehle zu und wirkt heftig auf die Halswirbelsäule und die Halsmuskulatur ein. Auch da kann das Hundegeschirr mit Vorteilen punkten: Nichts schnürt den Hals zu und raubt die Atemluft. Der Druck wird auf eine größere Fläche im Schulter-, Rücken- und Brustbereich verteilt. Das ist eine schonendere Belastung und deshalb auch gesünder.

Sogar das Fell wird geschont

Sogar bei einem Schönheitsaspekt sammelt das Hundegeschirr Pluspunkte: Halsbänder scheuern manchmal auf der Haut und die Haare stoßen sich ab. Das Geschirr liegt anders auf und wird auch nicht dauernd getragen. Die breitere, flache Auflagefläche am Rücken und an der Brust schont das Fell, zumal diese Körperpartien nicht gedreht und geschüttelt werden wie der Hals.

Augen auf beim Geschirrkauf

Damit das Hundegeschirr wirklich die bessere Wahl ist, muss einiges beim Kauf beachtet werden. Das Geschirr muss bequem sitzen und es dürfen keine Riemen einschneiden. Zwicken, reiben und scheuern können auch dickere Nähte und Einfassungen. Hat das Geschirr eine Rückenauflage, muss diese atmungsaktiv sein. Unter dem Geschirr soll kein Wärmestau entstehen, der die Körpertemperatur beeinflusst und die Haut reizt. Das Hundegeschirr soll auch zu den Vorlieben des Vierbeiners passen. Wenn der gerne schwimmt, dann sollte das Material aus Nylon sein. Generell sollte das Hundegeschirr robust und strapazierfähig sein. Wichtig sind auch die bereits erwähnten Sicherheits-Reflektoren.

Praktische Step and Go-Funktion

Häufig heißt es, ein Hundegeschirr ist kompliziert anzulegen. Zugegeben, es gibt umständliche Geschirre, aber es gibt auch Geschirre mit einer Step and Go-Funktion. Das heißt: Der Hund steigt einfach und bequem ein und das Geschirr kann mit einem Handgriff geschlossen werden. Da überkreuzt sich nichts, es kann sich nichts verwickeln oder verknoten.

Das Hundegeschirr überzeugt auf ganzer Linie

Fazt: Das sind viele gute Argumete für das Hundegeschirr. Das Geschirr ist bei Gesundheit und Sicherheit klarer Punktsieger, wenn alle Kaufkriterien berücksichtigt werden und wenn es als reines Outdoor-Zubehör genutzt wird.

5 Kommentare

  1. Kommt meines Erachtens doch sehr auf die Größe des Hundes an – sonst wird Hundis Rücken geschont und Frauchen hat den Rücken kaputt. (Erfahrung mit derzeit pubertärem Golden Retriever, Sobald 37 kg auf vier Beinen plötzlich das Rennen antreten, ist ein Geschirr nicht gerade angebracht). Wenn ein Hund dann mit dem entsprechenden Alter nicht mehr zieht, kann man wieder umsteigen auf ein Geschirr.

  2. Halsbänder sollten alle Welpen tragen. Für die Erleichterung zum Lernen der Grundkommandos.
    Geschirre sollten die Welpen kennen lernen, damit sie später keine Angst davor haben. Für outdooraktivitäten sollte ein Geschirr verwendet werden.

  3. Besonders bei sogenannten „Angsthunden“ benutze ich immer ein Sicherheitsgeschirr….also mit 3 Fixierpunten/Gurten (Hals,Brust und Bauch).
    Sehr wichtig ist auch die geignete Leine…..Flexileine z.B. bei Angsthunden schlechter geeignet. Der Hund kann sich erschrecken und beim plötzlichem Weglaufen die Flexileine aus der Hand reißen……diese poltert runter, „jagt“ dann dem eh ängstlichen Hund hinterher und trifft hin dann auch noch😳😥
    Besser, normale stabile Sicherheitsleine am Geschirr und alles ist gut👍😃
    Später bzd. im freien Feld nutze ich die Schleppleine. So macht es mir und meiner 8 jährigen Angsthündin Sandy …… ( kommt über/vom deutschen Tierschutz aus der Tötung in Rumänien) ……Spass die Welt neu zu erkunden und endlich kennen zu lernen 💓

    • Wir haben einen Jagdhund in der Verwandschaft. Mit Halsband geht bei dem gar nicht weil der auch mit knapp 10 Jahren noch zieht wie ein Verrückter. Seine Besitzer nutzen dennoch nur Haldband und Flexleine. Ich gehe mit ihm nur mit Geschirr nach draußen (Habe 2 unterschiedliche für ihn) dann geht’s meistens. Aber och lehne petsönlich eine Flexleine komplett ab und benutze sie auch nicht wenn ich nicht muss. In Wald und Wiese hat er ne Schleppleine ansonsten Führleine. Also ich seh den Unterschied 🙂

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