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Hunde-Demenz – Wenn Vierbeiner altern

Nicht nur die Menschen, auch ihre vierbeinigen Begleiter werden heutzutage älter als noch vor einigen Jahren – dank verbesserter medizinischer Versorgung. Daher steigen auch hier altersbedingte Krankheiten wie etwa die Demenz. Hunde, die an dem sogenannten kognitiven Dysfunktionssyndron (CDS) erkrankt sind, verhalten sich auch im gewohnten Umfeld häufig orientierungslos.

In einigen Fällen geht dies sogar so weit, dass sie den Weg nach Hause nicht mehr finden und vor der verkehrten Haustür auf ihren Besitzer warten. Bei Hunden, die über 15 Jahre alt sind, ist die Demenz-Erkrankung fast die Regel. 68 Prozent der Vierbeiner in diesem Alter leiden unter der altersbedingten Krankheit. Eine Heilung gibt es nicht – dafür aber einiges, was man als Hundehalter tun kann.

Die Hunde-Demenz beginnt schleichend und die vielen unterschiedlichen Symptome sind zunächst nicht eindeutig zuzuordnen. Erkrankte Hunde wirken beispielsweise orientierungslos, wirken verträumt und sind nicht mehr so lebhaft, wie man es von ihnen gewohnt ist. Zudem fällt ihnen das Lernen schwerer, sie haben Schlafstörungen und reagieren ängstlich oder gar aggressiv auf gewohnte Geräusche. Auch kann es passieren, dass ein betroffener Vierbeiner nicht mehr stubenrein ist und kein Interesse an sonst so geliebten Streicheleinheiten zeigt.

Diagnose nach Ausschlussprinzip

Besteht bei einem Hund der Verdacht auf Demenz, so gibt es keinen simplen Test, der diese Vermutung bestätigen könnte. Im Gegenteil: Weil die Symptome so unspezifisch sind, ist eine gründliche Anamnese durch den Tierarzt nötig. Hierbei kommt es dann vor allem auf Frauchen oder Herrchen an, denn deren Beobachtungen sind von großer Bedeutung. Zudem schließt der Arzt im Rahmen der routinemäßigen Altersvorsorge-Untersuchungen andere in Frage kommende Krankheiten aus. Schließlich könnte die Orientierungslosigkeit des Hundes auch an einem Verlust der Hör- und Sehkraft liegen und die Müdigkeit von einem Herzleiden herrühren. Auf diese Weise tastet sich der Arzt schrittweise an die Diagnose der Demenz-Erkrankung heran.

Alter schwarzer Hund.
Foto: unsplash.com/Mitchell Orr (Symbolfoto)

Eine Heilung gibt es nicht

Laut Bundesverband für Tiergesundheit leiden mehr als 20 Prozent der über neunjährigen Hunde an dieser Erkrankung des Gehirns. Bei den über 15-Jährigen sind es sogar 68 Prozent. Umfassende Möglichkeiten zur Therapie bietet die Demenz leider nicht, denn heilbar ist die Krankheit nicht. Doch spezielle Medikamente können die Symptome abschwächen. Werden diese rechtzeitig eingesetzt, lässt sich der Krankheitsverkauf sogar verzögern.

Was der Hundehalter tun kann

Um seinem Schützling das Leben aber so angenehm wie nur möglich zu gestalten, kann der Tierhalter einiges tun. Wichtig ist es, den Hund vor unnötigem Stress zu schützen, vor allem auch in seinem gewohnten Umfeld. Eine feste Tagesroutine ist wichtig, Veränderungen mag der alte Hund nämlich nicht. Mit einem leichten mentalen Training und altersgerechtem Futter unterstützt er den Hund.

Demenzerkrankte ziehen kurze, aber dafür häufigere Spaziergänge langen vor. Betroffene Hunde sollten nicht aus den Augen und auch nicht alleine gelassen werden, denn sie haben starke Verlustängste und sind viel stärker auf ihr Herrchen bezogen. Schließlich kommt es natürlich darauf an, die richtige Mischung zu finden: Routine gibt Sicherheit und Ungewohntes aktiviert.

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