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Hund will kein Wasser trinken: Ursachen und Tipps

Im Sommer wie auch im Winter ist es oftmals schwer, seinen Vierbeiner zum Trinken zu animieren. Gerade an heißen Tagen ist es wichtig, Deinen Liebling mit Hilfe von Wasser vor einer Dehydration zu schützen. Auch auch im Herbst und Winter muss Dein Hund ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Dass ein Hund das Trinken verweigert, kann mehrere Gründe haben. Wir stellen Dir die bekanntesten Ursachen der Wasserverweigerung vor.

Manchmal kann es sein, dass Dein Liebling nicht trinken mag, weil sich etwas verändert hat. Vielleicht gibst Du ihm anderes Futter, er hat Stress oder ist gerade wieder nach einer Operation nach Hause gekommen. Dies sind nur einige Beispiele, weshalb Dein Vierbeiner den Wassernapf nicht mehr aufsucht.

Deshalb solltest Du unbedingt wissen, wie viel ein Hund am Tag trinken sollte. Sein Wasserbedarf hängt zudem noch von verschiedenen Faktoren ab. Die Außentemperatur, sein Aktivitätszustand, seine Gewichtsklasse und auch die Fütterungsart spielen eine wesentliche Rolle bei dem Wasserbedarf Deines Lieblings.

Wasserverweigerung kann körperlich und psychisch bedingt sein

Wenn Du tatsächlich das Futter von Trocken- zu Nassfutter umgestellst, hat Dein Hund auch einen niedrigeren Wasserbedarf. Das Nassfutter hat einen hohen Wasseranteil, genau wie das rohe Fleisch der BARF-Technik. Es könnte auch sein, dass Dein Liebling krank ist. Nach einer Durchfallerkrankung kann Dein Vierbeiner sehr geschwächt sein und möchte nur schlafen. Durch Durchfall verliert Dein vierbeiniger Liebling viel Flüssigkeit, weshalb er auf jeden Fall dringend trinken sollte. Auch eine Futtermittelallergie kann die Ursache für das Verweigern von Wasser sein. Hier solltest Du Deinen Liebling einmal von einem Tierarzt checken lassen, um eine mögliche Krankheit ausschließen zu können.

Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

Nach einer Impfung kann Dein Vierbeiner an dem sogenannten Impfschadensyndrom (ISS) leiden und dadurch ein verringertes Durstgefühl haben. Wenn Du einen solchen Schaden vermutest, lasse das am besten von einem Tierarzt abklären. Der gibt Dir dann Tipps, wie Du künftig mit dem Problem umgehen kannst. Nach einer Operation oder Narkose kann es sein, dass Eure Fellnase keine Lust auf Wasser hat. Vielleicht hat er Schmerzen oder ist noch benommen von der Narkose. Bei einem solchen Fall solltest Du Deinen Tierarzt fragen, wann Dein Liebling wieder Wasser zu sich nehmen darf.

Husky trinkt Wasser aus Napf
Foto: pexels.com/W O L F Λ R T (Symbolfoto)

Auch Stress kann zur Wasserverweigerung führen. Unwohlsein schlägt auch bei Hunden auf den Magen. Bei Rüden kann die Läufigkeit von Hündinnen ebenfalls eine entscheidende Rolle beim Trinkverhalten spielen. Deshalb verzichten sie oft auf das Essen und Trinken, wenn sie nur ihre Angebetete im Kopf haben. Psychischer Stress kann auch entstehen, wenn Dein Vierbeiner von einem anderen Hund dominiert wird und dieser Deiner Fellnase das Trinken „verbietet“. Das Verweigern des Wassers kann also körperliche und psychische Ursachen haben.

Diese Tricks machen Wasser wieder schmackhaft

Du solltest auf jeden Fall das Verhalten Deiner Fellnase beobachten und auch, wie aktiv Dein Liebling ist. Als Alternative zu Wasser solltest Du auf keinen Fall auf Milch zurückgreifen. Viele Hunde verlieren im Laufe ihres Lebens das Milchzucker spaltende Enzym und können somit die Milch nicht mehr ohne Probleme verstoffwechseln. Es gibt aber auch noch andere Alternativen, um Deinem Hund Wasser etwas schmackhafter zu machen.

Du kannst zum Beispiel eine Leberwurst im Wasser ausdrücken oder etwas Wurstwasser aus dem Glas hinzugeben. Achte hier aber darauf, dass die Wurst nicht zu salzig ist und darin keine Zwiebeln und Knoblauch enthalten sind. Auch Früchte im Wasser wie Blaubeeren oder Cranberries könne das Trinken interessanter für Deinen Hund machen. Wenn Dein Liebling versucht, die Früchte aus dem Wasser zu fischen, trinkt er dabei automatisch.

Aber Achtung: Achte darauf, dass die Wasserschale nicht zu voll ist und Dein Hund auf einmal eine sehr große Menge Wasser trinkt, weil dieses gerade ganz besonders verführerisch schmeckt. Du kannst auch Wasser in das Futter Eures Vierbeiners mischen. So muss er das Wasser zwangsläufig aufnehmen, wenn er etwas fressen will. Eine andere Alternative bietet der Wasserspender. Er beschäftigt den Hund und gibt ihm gleichzeitig frisches Wasser.

Sollte Dein Vierbeiner dennoch das Wasser verweigern, solltest Du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen. Wenn ein Hund zwei Tage nichts trinkt, kann es zu zu Organversagen kommen. Das ist eine lebensbedrohliche Situation für Deine Fellnase.

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