Die Massage kann Schmerzen lindern, Stress und Ängste abbauuen, die Bewegung verbessern, die Durchblutung anregen und dabei helfen, den Blutdruck zu senken und die Sauerstoffversorgung des Körpers zu steigern. Das gilt für Menschen – und für Tiere. Denn auch Dein Hund kann von einer Massage profitieren.
Da die Anatomie von Hunden der unseren ähnlich ist, werden durch gezielte Druckeinwirkungen auf die Muskulatur auch bei ihnen schmerzhafte Verspannungen und Durchblutungsstörungen gelöst. Ebenso lassen sich Nervenerkrankungen durch eine Hunde-Massage lindern.
Hunde-Massage lernen: Schritt für Schritt
Eine Massage für Deinen Hund kann nicht nur in der Tierarztpraxis oder beim Fellnasen-Chiropraktiker durchgeführt werden. Auch Du kannst nach vorheriger Absprache mit dem Tierarzt Deinen Hund massieren.
Beachte hierzu diese Schritte:
- Schaffe eine entspannte Atmosphäre: Sprich ruhig mit Deinem Hund und lege Dir eine weiche Decke zurecht. Die Unterlage (zum Beispiel ein stabiler Tisch) sollte etwas hüfthoch sein, um Deinen Rücken während der Massage zu schonen.
- Bring einen Hund in Position: Lege Deine Fellnase auf die Seite und beginne damit, mit flachen Händen den Kopf zu streicheln.
- Massiere den Kopf: Übe mit kreisenden Bewegungen sanften Druck auf die Stirn und die Wange.
- Massiere die Ohren: mit vorsichtigen, kreisenden Bewegungen.
- Massiere Nacken und Rücken: Jetzt kannst Du etwas mehr Druck auf die Muskeln ausüben. Probiere jede Muskelgruppe zu massieren, umgehe aber herausstehende Knochenpunkte wie die Wirbelsäule.
- Verspannungen an den Beinen: Diese löst Du, indem Du von oben nach unten sanft über die Muskulatur und Sehen streichst. Da Hunde hier besonders viele Knochen haben, solltest Du an den Läufen besonders vorsichtig massieren.
- Mit Feingefühl an die Pfoten: Greife nur vorsichtig danach und versuche, die Ballen mit zunehmendem Druck durchzukneten und jedes Gelenk schonend zu dehnen. Vergiss dabei nicht die Bereiche zwischen den Zehen.
Achte dabei immer auf die Reaktion Deines Hundes: Wird er unruhig oder zappelig, übe weniger Druck aus oder beende die Massage.

Hunde-Massage nach der „Tellington TTouch Methode“
Nicht nur für Hunde, sondern auch für Katzen, Pferde und andere Vierbeiner gilt die „Tellington TTouch Methode“ als besondere Massage-Technik. Entwickelt wurde sie von Linda Tellington-Jones als ein ganzheitliches Konzept zur Verbesserung des Verhaltens und des Wohlbefindens unserer tierischen Freunde.
Diese Massage-Technik basiert auf der Idee, dass durch gezielte, sanfte und kreisende Berührungen (TTouches – zum Beispiel als „1 ¼ Kreis“), durch spezielle Führtechniken und durch Körperbänder das Körperbewusstsein, das Nervensystem und die emotionale Ausgeglichenheit der Vierbeiner positiv beeinflusst wird.
Als Hauptziel will die Methode Stress reduzieren, das Vertrauen und die Bindung zwischen Mensch und Tier langfristig fördern, körperliche Verspannungen lösen und das Lernverhalten und die Konzentration verbessern.
Aber: Die „Tellington TTouch Methode“ ist wissenschaftlich nicht umfassend belegt. Es gibt kaum Studien, die die Wirksamkeit dieser Massage-Technik objektiv bestätigen. Dennoch berichten viele Tierhalter und Therapeuten über positive Erfahrungen.
Wann benötigen Hunde eine Massage?
Allgemein kannst Du Deinen Vierbeiner, nach Absprache mit dem Tierarzt, jeder Zeit massieren — unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand.
Besonders sinnvoll ist eine Hunde-Massage:
- bei Stress
- bei besonders aktiven Hunden
- bei Erkrankung des Gelenk- und Muskelsystems, zum Beispiel Arthrose
- nach Operationen
Fazit: Warum eine Hunde-Massage so sinnvoll ist
Wenn Deine Fellnase gesund ist und sich gerne massieren lässt, ist es sinnvoll, ihr zu Hause eine Basismassage zu gönnen. Hunde lassen sich gerne am Rücken und an den Seiten massieren. Übe dafür nur mäßigen Druck aus und bewege Deine Hände sanft kreisend vom Kopf zum Schwanz. Da die Anatomie von Menschen und Hunden ähnlich ist, erzielt eine Hunde-Massage eine ähnlich positive Wirkung wie beim Zweibeiner.
Hat Dein vierbeiniger Liebling gesundheitliche Probleme, besprich Dich mit Deinem Tierarzt, ob eine Massage überhaupt möglich ist. Akzeptiere auch, wenn sich Dein tierischer Freund nicht gerne massieren lässt. Achte immer auf die Reaktion Deiner Fellnase und höre sofort auf, wenn sie sich beim, was Du tust, unwohl fühlt.
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.



