Denn Husten beim Hund ist oft nur das Symptom eines tieferliegendes Problems – und sollte deshalb untersucht und behandelt werden. Zu den häufigsten Ursachen für den Caninen Husten gehören der Tierärztin Dr. Karen Becker zufolge:
- Rückwärtshusten oder -niesen
- Zwingerhusten
- Lungenentzündung
- Feststeckender Fremdkörper im Hals
- Trachealkollaps (instabile Luftröhre)
Rückwärtshusten kann besonders bei kleinen Hunderassen oder solchen mit flachen Schnauzen sehr häufig vorkommen. Während beim normalen Niesen die Luft aus der Nase herausgedrückt wird, wird sie beim Rückwärtsniesen oder -husten schnell nach innen gesogen. Viele Hundeeltern verwechseln das dabei entstehende Geräusch mit Husten oder sogar Erstickungslauten.
Häufig ist Rückwärtsniesen aber harmlos und wird beispielsweise durch Aufregung, Bewegung, ein zu enges Halsband, Pollen oder Temperaturveränderungen ausgelöst. Die Tierärztin rät, genau zu beobachten, wann ein Hund rückwärts niest, um mögliche Ursachen zu ermitteln und zu vermeiden.

Zwingerhusten und Lungenentzündung beim Hund
Ernster wird es dagegen schon bei Zwingerhusten. Dabei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, mit der sich Dein Hund bei seinen Artgenossen angesteckt haben könnte. Bei ansonsten gesunden Hunden ist der meist trockene Husten aber in der Regel kein Problem und klingt innerhalb einiger Tage von selbst ab. Dabei unterstützt Du Deinen Vierbeiner am besten, indem Du dafür sorgst, dass er sich schont und viel trinkt.
Daraus kann sich aber auch eine Lungenentzündung entwickeln, die sich dann durch feuchten Husten äußern kann. Dann solltest Du Deinen Liebling schnell zum Tierarzt bringen. Du erkennst eine Lungenentzündung oft auch daran, dass Dein Hund nicht nur hustet, sondern zusätzlich auch Fieber und keinen Appetit mehr hat.
Trachealkollaps
Besonders kleine Hunderassen wie Chihuahuas sind anfällig für Trachealkollapse. Dabei ist die Luftröhre instabil, kollabiert und blockiert die Atmung. Das äußert sich auch dadurch, dass Deine Fellnase schnell außer Puste ist und beim Fressen oder Trinken würgt. Auch hier kann ein Besuch beim Tierarzt lebensrettend sein, weil ein Hund mit Trachealkollaps im schlimmsten Fall ersticken kann.
Dasselbe gilt, wenn Dein Hund einen Gegenstand in der Luftröhre festsitzen hat. Wenn er diesen nicht selbstständig wieder heraus husten kann, solltest Du ihn zum Tierarzt bringen. Dadurch kannst Du verhindern, dass sich Lunge oder Atemwege entzünden.
Weitere Ursachen für Husten beim Hund
Auch Herz- oder Lungenkrankheiten, Lungentumore, Herzwurm, chronische oder allergische Bronchitis, beispielsweise als Reaktion auf Duftsprays im Haushalt, können mögliche Ursachen für Husten beim Hund sein. Wenn der Husten Deines Vierbeiners nicht von alleine schnell wieder abklingt, solltest Du einen Termin beim Tierarzt vereinbaren. Am besten möglichst früh, denn bei vielen zugrunde liegenden Krankheiten gilt: Je eher Dein Hund behandelt werden kann, desto höher stehen seine Chancen auf Genesung.



