Hitze im Sommer wird für unsere Vierbeiner immer wieder zum Problem. Auch in diesem Jahr wurden auch in Deutschland zahlreiche Hitzerekorde geknackt. Problematisch wird das für Hunde vor allem, wenn sie keine Schattenplätze und Möglichkeiten zum Abkühlen zur Verfügung haben – zum Beispiel, weil sie von ihren Haltern alleine im Auto zurückgelassen werden. Jedes Jahr sorgen etliche solcher Fälle für Schlagzeilen.
Für den Hund kann ein Hitzschlag schnell lebensgefährlich werden. Die erhöhte Körpertemperatur kann etwa zu Herzproblemen oder Organversagen führen und schlimmstenfalls tödlich enden. Und zwar nicht nur in Extremsituationen wie im aufgeheizten Auto, sondern zum Beispiel auch bei körperlicher Anstrengung im Freien.
Deshalb ist es für Hundehalter wichtig zu wissen, welche Faktoren das Risiko vom Hitzschlag beim Hund beeinflussen können. Und genau das hat eine Studie aus Großbritannien untersucht.
Forscher untersuchen Risikofaktoren für Hitzschlag beim Hund
Angesichts immer häufiger auftretenden Hitzewellen wollte das Forscherteam wissen, wie häufig Hunde in Großbritannien infolge eines Hitzschlags in tierärztlicher Behandlung waren, in wie vielen Fällen die Hunde daran verstarben und welche Risikofaktoren es gibt. Dafür überprüften sie die Krankenakten von rund 950.500 Hunden.

In 395 Fällen waren hitzebedingte Erkrankungen nachgewiesen worden, rund 14 Prozent dieser Hunde verstarben. Bei ihren Untersuchungen fanden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heraus, dass unter anderem Übergewicht und Alter Risikofaktoren für einen Hitzschlag beim Hund sind. Das Risiko stieg außerdem für Hunde mit einer brachyzephalen Schädelform – also für kurzköpfige Rassen wie etwa Französische Bulldogge – und mehr als 50 Kilogramm Körpergewicht.
9 Hunderassen mit großem Risiko für Hitzschlag
Außerdem machten die Forscher neun Hunderassen mit dem größten Hitzschlag-Risiko aus:
- Chow-Chow
- Bulldogge
- Französische Bulldogge
- Bordeauxdogge
- Windhund
- Cavalier King Charles Spaniel
- Mops
- English Springer Spaniel
- Golden Retriever
Grund dafür sind vermutlich die flache Kopfform und das dicke Fell, dass viele diese Rassen typischerweise vorweisen. Als „Kontroll-Rasse“ diente der Labrador Retriever, der ein deutliche geringeres Risiko für hitzebedingte Krankheiten zeigte.
Wichtige Erkenntnisse für Hundehalter und Züchter
Die Ergebnisse der Studie können zum einen Hundehalter mit den genannten Rassen für die Gefahr eines Hitzschlags sensibilisieren. Zum anderen können sie eine Entscheidungshilfe bei der Wahl eines Hundes sein. Vor allem weil Hitzewellen in den kommenden Jahren immer häufiger werden dürften.
Außerdem schlussfolgern die Forscher: „Die höchste gesundheitliche Priorität für alle Hunde sollte sein, bei der Zucht auf eine gute Atemfunktion und ein gesundes Körpergewicht zu setzen, um das Risiko für hitzebedingte Krankheiten zu begrenzen.“



