Ein grausiger Fund auf dem Gelände einer Schule im Heilbronner Stadtteil Böckingen beschäftigt derzeit Polizei und Tierschützer. In einer Regentonne wurden am Morgen des 12. Mai mehrere stark verweste Tierkadaver entdeckt. Zunächst war unklar, um was für Tiere es sich handelte.
Mittlerweile steht fest, dass es sehr wahrscheinlich vier verendete Katzen sein müssen. Offen ist weiterhin, wie die Tiere in die Tonne gelangten und ob sie zu diesem Zeitpunkt noch lebten. Die Polizei prüft verschiedene Hinweise aus der Bevölkerung. Auch die Tierrechtsorganisation „Peta“ hat sich eingeschaltet und eine Belohnung ausgelobt.
Polizei ermittelt wegen Tierkadavern auf Schulhof
Die Kadaver waren in einem weit fortgeschrittenen Verwesungszustand, wodurch eine erste Identifikation kaum möglich war. Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um vier Katzen. Die Tiere lagen in einer Regentonne auf dem Gelände einer Gemeinschaftsschule in Heilbronn-Böckingen. Ob die Tiere lebendig in die Tonne geworfen wurden oder bereits tot waren, ist bislang ungeklärt, berichtet „SWR“.
Ebenso steht nicht fest, wer für das Ablegen der Kadaver verantwortlich ist. Die Polizei geht derzeit verschiedenen Hinweisen aus der Bevölkerung nach und bittet dringend um weitere Aussagen von Zeugen. Die Ermittlungen wurden inzwischen von der Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums in Heilbronn übernommen. Sie nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 07131 74790 entgegen.
1.000 Euro für Hinweise
Der Fall wirft auch Fragen zur Herkunft der Katzen und zu möglichen Straftaten gegen das Tierschutzgesetz auf. Unklar bleibt zudem, ob Schüler, Anwohnende oder andere Personen involviert sind. Die Tierrechtsorganisation „Peta“ reagierte nach Bekanntwerden des grausamen Falls umgehend auf den Fund. Um die Aufklärung voranzutreiben, wurde eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung führen.
Beobachtungen können anonym gemeldet werden – bei der Polizei oder direkt bei „Peta“ per Telefon unter der Rufnummer 0711-8605910 oder E-Mail. Die Tierschützer betonen, dass der Täter schnell gefunden werden muss. „Peta“-Fachreferentin Lisa Redegeld betonte, es müsse dringend geklärt werden, wer die Tiere in die Tonne gelegt habe. Wer wehrlose Lebewesen so herzlos beseitige, stelle unter Umständen auch ein Risiko für Menschen dar.
Die Organisation appelliert an das Verantwortungsgefühl der Bevölkerung und hofft auf entscheidende Hinweise. Gleichzeitig ruft sie zu mehr Sensibilität im Umgang mit Tieren auf – gerade im öffentlichen Raum wie einem Schulgelände, wo auch Kinder mit derartigen Vorfällen konfrontiert werden könnten.



