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Haftpflichtversicherung für Hunde: Freiwillig oder Pflicht?

Jeder Hundehalter muss selbst entscheiden, ob er eine Krankenversicherung für seinen Vierbeiner abschließt oder nicht. Bei der Haftpflichtversicherung sieht das anders aus. Allerdings solltest Du die Augen offen halten: Nicht jeder Tarif lohnt sich.

In vielen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für Hunde vorgeschrieben. Denn im Gegensatz zur Krankenversicherung ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde gleich sinnvoll. Jeder Vierbeiner kann einen Unfall verursachen. Läuft der Hund beim Spaziergang vor ein Fahrrad oder gar ein Auto, kann das für den Hundehalter richtig teuer werden.

In den folgenden Bundesländern ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde vorgeschrieben bzw. nicht vorgeschrieben:

Versicherung ist vorgeschrieben Versicherung ist nicht vorgeschrieben
BerlinBaden-Württemberg
HamburgBayern
NiedersachsenHessen
Sachsen-AnhaltNordrhein-Westfalen
Schleswig-HolsteinRheinland-Pfalz
ThüringenSaarland
Bremen (ab Juli 2026)Sachsen

Obacht: In Brandenburg gilt seit Juli 2024 eine neue Hunderassenverordnung. Seitdem ist die Rasseliste abgeschafft. Hunde gelten nun nicht mehr pauschal aufgrund ihrer Rasse als gefährlich, sondern nur, wenn sie aggressives Verhalten zeigen.

Das einzige Bundesland, in dem kein Hundehalter eine Haftpflicht für seinen Hund abschließen muss, ist Mecklenburg-Vorpommern.

Lohnt sich die Haftpflichtversicherung für Hunde?

Wenn Du keine Haftpflichtversicherung für Deinen Hund abgeschlossen hast, musst Du selbst für mögliche Behandlungskosten oder einen Verdienstausfall aufkommen. Bei einem schweren Unfall sind unter Umständen jahrzehntelang Zahlungen fällig – für manche Halter bedeutet das den finanziellen Ruin.

Mit einer Haftpflichtversicherung für den Hund bist Du auf der sicheren Seite. Trainiere mit Deinem Hund außerdem die Grundkommandos, so dass er jederzeit abrufbar ist und an Deine Seite kommt. So kannst Du Unfälle zwar nicht verhindern, aber das Risiko minimieren. Eine gute Erziehung macht das Zusammenleben von Hund und Mensch zudem viel einfacher und das gemeinsame Training schweißt Euch als Team zusammen.

Welche Kosten kommen bei der Haftpflichtversicherung für den Hund auf Dich zu?

Die Preisspanne ist groß. Zwischen 30 und 150 Euro müssen Hundehalter im Jahr für die Haftpflichtversicherung ihrer Vierbeiner erübrigen.

Viele Versicherungsgesellschaften versichern keine Listenhunde oder bieten spezielle und deutlich teurere Tarife für die angeblich gefährlichen Hunderassen an. Das ist besonders ärgerlich, da Listenhunde in den meisten Bundesländern eine Haftpflichtversicherung haben müssen.

In der Regel hast Du als Halter die Wahl zwischen spezialisierten Anbietern, die einen Teilbereich abdecken und Allroundern, die den passenden Versicherungsschutz für jeden Lebensbereich (für Mensch und Tier) anbieten.

Worauf Du beim Abschluss einer Versicherung achten solltest

Wichtig ist vor allem die Deckungssumme. Diese gibt an, bis zu welcher Höhe die Kosten von der Versicherung getragen werden. Die Deckungssumme sollte bei mindestens drei Millionen Euro liegen – bei großen Hunderassen kann zudem eine höhere Deckungssumme ratsam sein. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Höhe von einer Million Euro, in vielen Fällen ist dies jedoch zu wenig. Bei Cleos Welt beinhaltet der Haftpflichtschutz eine Versicherungssumme bis zu 30 Millionen Euro.

Hund wird gestreichelt
Foto: pexels.com/Ave Calvar Martinez (Symbolfoto)

Diese Schäden sind immer abgedeckt

  • Vermögensschäden: Um einen Vermögensschaden handelt es sich, wenn Dein Hund die Straße blockiert, ein Lieferant nicht an ihm vorbeikommt und daher weniger Umsatz macht.
  • Personenschäden: Von einem Personenschaden ist die Rede, wenn eine Person direkt geschädigt bzw. verletzt wurde. Bei einem Beißvorfall handelt es sich beispielsweise um einen Personenschaden.
  • Vermögensschäden als Folge von Personenschäden: Wenn die geschädigte Person ihren Beruf zeitweise oder auch in Zukunft nicht mehr ausüben kann, weil Dein Hund einen Unfall verursacht hat, musst Du dafür aufkommen.
  • Schäden an anderen Hunden: Verletzt Dein Hund einen anderen Vierbeiner, verursacht er per Definition einen Schaden an einem anderen Hund. Selbst wenn Dein Hund bestens sozialisiert und verträglich ist, kann er einen anderen Vierbeiner versehentlich beim Toben verletzen. Ohne Haftpflichtversicherung musst Du in diesem Fall die Tierarztkosten tragen.

Folgende Dinge kann die Haftpflichtversicherung für Hunde bei einem entsprechenden Tarif außerdem abdecken:

  • Hundesport und andere Veranstaltungen
  • Bei Hündinnen: die Welpen
  • Bei Rüden: der ungewollte Deckakt einer Hündin
  • Mietschäden
  • Forderungsausfalldeckung
  • Schutz bei Fremdhütung
  • Auslandsaufenthalt

Auf eine Haftpflichtversicherung für Hunde solltest Du auf keinen Fall verzichten. In vielen Fällen ist die Versicherung sowieso vorgeschrieben. Etwa wenn Du Deinen Hund zum Hundesport anmeldest oder ihn in einer Hundepension oder an einen Hundesitter abgibst.

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