Als bei Lola, einem Golden Retriever, Mundkrebs mit Metastasen diagnostiziert wurde, schien ihr Schicksal besiegelt. Die Prognose: höchstens ein halbes Jahr Lebenszeit würde ihr noch bleiben. Doch die Fellnase erhielt die Chance, an einer innovativen Studie teilzunehmen, die eine neuartige Immuntherapie testete.
Trotz anfänglicher Rückschläge hielt Lola durch. Erst nach Monaten trat eine überraschende Wende ein: Die Tumore verschwanden nach und nach vollständig. Heute, zwei Jahre später, gilt Lola als geheilt. Ihre Geschichte gibt Hoffnung für andere Vierbeiner.
Krebs-Diagnose bei Hündin ohne Hoffnung
Lola war neun Jahre alt, als Tierärzte bei ihr ein bösartiges Melanom im Maul entdeckten. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte die Krankheit auf die Lunge übergegriffen. Für ihre Halterin war die Prognose ein Schock: Weniger als sechs Monate blieben der Hündin laut den Ärzten noch. Eine Therapie schien kaum Aussicht auf Erfolg zu haben, berichtet „Fox29“.
Trotzdem suchte die Besitzerin nach einer Chance und wandte sich an die Onkologie des Veterinärklinikums der Universität von Kalifornien. Dort wurde der Golden Retriever für eine klinische Studie in Betracht gezogen. Ziel war es, neue Ansätze in der Krebsbekämpfung zu testen. Die Tierärzte setzten auf eine Immuntherapie mit einem inhalierbaren Wirkstoff namens IL-15, der direkt im Körper Tumorzellen angreifen soll.
Unerwartete Wende nach Rückschlägen
Zunächst schien die Therapie nicht anzuschlagen. Im Gegenteil: Lolas Tumore wuchsen weiter und die Hündin musste vorerst wieder aus der Studie genommen werden. Eine anschließende Bestrahlung konnte zwar die Tumore im Maul verkleinern, doch in der Lunge breiteten sich die Metastasen weiter aus. Die Halterin war überzeugt, ihre Gefährtin bald zu verlieren.
Doch im Spätsommer kam die überraschende Wendung: Bei einer Kontrolluntersuchung zeigten Röntgenbilder, dass sämtliche Tumore verschwunden waren. Die Ärzte sprachen von einer möglichen „Pseudoprogression“ – einer bekannten Reaktion bei Immuntherapien, bei der Tumore zunächst größer wirken, bevor sie abheilen. Für Lola war es die Rettung.
Krebs-Therapie bei Hunden: Hoffnung für andere Tiere
Seit zwei Jahren gilt Lola nun als krebsfrei. Regelmäßige Nachsorgetermine zeigen bislang keinen Rückfall. Für ihre Halterin, die selbst in der Vergangenheit schwere Operationen überstehen musste, ist Lolas Genesung ein Wunder. Für die behandelnden Tierärzte ist der Fall ein wichtiges Signal. Zwar ist der Therapieansatz noch im Versuchsstadium, doch die Ergebnisse könnten langfristig auch andere Tiere vor einem frühzeitigen Tod bewahren.
Warum Golden Retrievern sonst noch in der Krebsforschung eine wichtige Rolle spielen, liest Du hier.




