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Getigerte Katzen: 7 Fakten über die Mini-Tiger

Nachts sind alle Katzen grau – sagt ein altes Sprichwort. Doch kaum geht die Sonne auf, erscheinen die Samtpfoten manchmal kunterbunt. Vor allem getigerte Katzen sind sehr beliebt Hier kommen sieben spannende Fakten über die Mini-Tiger für Dich.

Sie tragen nicht nur seinen Namen, sie sehen ihm auch durchaus ähnlich. Wie Tiger haben auch getigerte Katzen ein Streifenmuster, das klar voneinander abgesetzt ist. Und genau wie der „große Bruder“ haben auch die kleinen Samtpfoten einen geringelten Schwanz. Dazu kommen geringelte Beine und oft ein dunkler Aalstrich, also ein Strich auf dem Rückgrat. Übrigens: Getigerte Katzen werden auch als Tabbys bezeichnet, das ist der englische Begriff für „getigert“.

Dabei sind Farbe und Muster mehr als eine Laune der Natur – beides diente den wilden Vorfahren der Miezen vor allem als Tarnung. Heute ist es bei Züchtungen dagegen oft eher eine Geschmacksfrage. Und in Sachen Geschmack liegen getigerte Katzen bei uns Menschen auf den vorderen Plätzen.

1. Getigert – eine Frage der Gene

Ob eine Katze getigert ist, entscheiden die Gene. Genauer: der Genort A. Da gibt es nämlich das Allel A, es steht für das Tigerfell. Das Allel a hingegen steht für einfarbige Katzen. Jede Katze erbt ein Allel des Genorts A von der Mutter und eins vom Vater. Dabei entstehen folgende Kombinationen: AA, Aa, aA und aa. Dabei ist das Tiger-A dominanter als das Uni-a, das für einfarbiges Fell verantwortlich ist. Heißt: Das Tiger-A setzt sich durch. Katzen, die ein Tiger-A vererbt bekommen haben, sind getigert. Und da nur bei der Gen-Kombi aa eine Katze auch wirklich einfarbig ist, kommen getigerte Katzen deutlich häufiger vor.

Junge Maine-Coon-Katzen.
Foto: pixabay.com/FabCDJR (Symbolfoto)

Das Tigermuster gibt es besonders häufig bei Britisch Kurzhaar, Maine Coone, der Norwegischen Waldkatze und bei Bengalen.

2. Viele Legenden um das „M“

Eine Besonderheit zeichnet getigerte Katzen aus: Sie haben alle ein „M“ auf ihrer Stirn. Manchmal ist es ganz klar zu erkennen, manchmal wird es durch weiße Stellen im Gesicht fast unsichtbar. Warum die kleinen Tiger das „M“ tragen – darum ranken sich viele Legenden.

Im Christentum heißt es, das „M“ steht für Maria, die Mutter Gottes. Denn in einer kalten Winternacht soll sich eine graugetigerte Katze zu dem frierenden Jesuskind gelegt und das Kind gewärmt haben. Maria habe die Katze gesegnet und ihr ein „M“ auf die Stirn gezeichnet. Es soll ein Schutzsymbol für diese Katzen sein.

Getigerte Katze auf Sofa.
Foto: unsplash.com/Erik-Jan Leusnik (Symbolfoto)

In der muslimischen Welt glaubt man, dass der Prophet Mohammed während eines Gebetes durch eine heimlich herankriechende Giftschlange bedroht worden ist. Das soll eine graugetigerte Katze gesehen, sich ohne zu zögern auf den Angreifer gestürzt und ihm die Kehle durchgebissen haben. Dafür soll Mohammed ihr das „M“ verliehen haben.

Woher das „M“ tatsächlich kommt – das hat die Wissenschaft bislang nicht klären können. Und so kann es sich auch einfach um eine Laune der Natur handeln.

3. Getigerte Katzen – im alten Ägypten verehrt

Wusstest Du, dass Katzen schon vor Tausenden von Jahren im alten Ägypten als Haustiere bekannt waren? Vermutlich, weil sie Mäuse und Ratten jagten. Denn Getreide war im alten Ägypten eines der kostbarsten Güter und die Ernte wurde durch Ungeziefer bedroht.

Katzengöttin Bastet
Foto: pixabay.com/Fritz_the_Cat

Daher gab es bei den alten Ägyptern bereits Hauskatzen – und sie wurden verehrt. Entsprechend gibt es viele Statuen von Katzen. Die meisten sind heute schwarz, doch Untersuchungen zeigen: Früher waren sie bemalt. Auch ägyptische Grabmalereien zeigen zum Beispiel getigerte Katzen. Denn: Ein Großteil der Hauskatzen im alten Ägypten war, wie ihre wilden Vorfahren, makrelenartig getigert – das fanden Claudio Ottoni von der Universität Leuven in Belgien und seine Kollegen heraus.

4. Wilde Vorfahren im Tiger-Look

Tatsächlich gibt es auch unter den Wildkatzen Mini-Tiger. So hat zum Beispiel die Europäische Wildkatze ein Tigermuster. Das ist aber meistens nicht so stark ausgeprägt wie bei Hauskatzen – das dient vor allem der Tarnung. Und auch die afrikanische Falbkatze ist leicht getigert. Sie gilt als Vorfahrin der Hauskatzen.

Wildkatzen sind streng geschützt
Foto: pixabay.com/258817

5. Getigert ist nicht gleich getigert

Das Tigermuster ist eine Fellzeichnung, die zum Überbegriff „Tabby“ gehört. Auch getupftes, gestromtes und geticktes Fell gehört dazu. Die gestromte Zeichnung ist eine Mutation der getigerten Zeichnung.

Heißt: Die Streifen sind breiter und auf den Schultern haben gestromte Katzen eine Schmetterlingszeichnung. Auf der Mitte der Flanken befindet sich jeweils ein dunkler Fleck. Die gestromten Katzen wurden von Bauern in Europa bevorzugt. Denn so konnte man sicher sein, dass es sich nicht um eine Wildkatze handelte.

Das Portrait einer getigerten Katze.
unsplash.com/Borna Bevanda (Symbolfoto)

Bei der getupften Zeichnung haben sich die Tigerstreifen in Punkte aufgelöst. Und bei der getickten Zeichnung wirken die Katzen mehr oder weniger einfarbig. Das liegt daran, dass bei dieser Fellzeichnung quasi jedes Haar mehrfach hell und dunkel gebändert ist. So wird das Muster aufgelöst, die Katzen erscheinen einfarbig. Zu diesen Katzenrassen zählen die Ceylon, die Abessiner und die Singapura.

6. Getigerte Katzen: Stars auf vier Pfoten

Tatsächlich sind getigerte Katzen auch in der Werbung und im Film sehr beliebt. Zu den berühmtesten Mini-Tigern gehört auch Garfield. Die orange-getigerte Comicfigur sorgt weltweit für Lacher. Dabei ist Garfield vor allem eins: dick und faul, am liebsten frisst und schläft er. Wenn das nicht klappt, ärgert er eben seinen Besitzer und Hund Odie…

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Und auch auf bei den Catfluencern ist ein kleiner „Tiger“ ganz weit vorne: Die grau getigerte Katze Nala ist ein Siam-Mix und steht mit 4,4 Millionen Followern auf Instagram an der Spitze der internationalen Katzen-Accounts. Ihr Erfolg wurde sogar bereits offiziell bestätigt: Die Katze ist als erfolgreichste Instagram-Katze im „Guiness Buch der Rekorde“ eingetragen. Übrigens: Nala wurde von ihren Besitzern aus dem Tierheim gerettet und wirbt auf ihrem Instagram-Account für die Adoption von Katzen aus dem Tierheim.

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7. Ein Mini-Tiger als Ur-Kuscheltier

Die „Ithaca Kitty“, ursprünglich bekannt als „The Tabby Cat“, war ein beliebtes Stofftier in den Vereinigten Staaten. 1892 wurde es von Celia Mattison und Charity Smith aus Ithaca im US-Bundesstaat New York entworfen. Natürlich gab es ein lebendiges Vorbild: Das Plüschtier wurde Mattisons Hauskatze Caesar Grimalkin nachempfunden. Sie entwarf das Spielzeug als einfaches Nähprojekt mit nur drei Stoffbahnen – und Charity bemalte das Originalbild.

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Die „Ithaca Kitty“ wurde nicht nur ein Verkaufsschlager, sie war auch eines der ersten Kuscheltiere weltweit, das in Massenproduktion hergestellt wurde. Noch bis weit nach dem Ersten Weltkrieg blieb die „Ithaca Kitty“ ein beliebtes Spielzeug bei Kindern in den USA.

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