HomeRatgeberGefahr am Kippfenster: Gefährliche Falle für Katzen

Gefahr am Kippfenster: Gefährliche Falle für Katzen

Unerfahrene Halter denken sich meist nicht viel dabei, wenn sie ihre Fenster kippen, um für eine kleine Lüftung in der Wohnung zu sorgen. Für Katzen kann das Kippfenster jedoch schnell zum tödlichen Risiko werden.

Kippfenster bergen große Gefahren

Wenn das Fenster gekippt ist, kann es passieren, dass unsere neugierigen Samtpfoten versuchen, hindurch nach draußen zu schlüpfen. Der Spalt ist oft zu schmal, sodass die Katze beim Heraussteigen steckenbleibt. Kopf, Brust und Bauch passen meist durch, doch das Becken bleibt hängen. So kann die Katze im Kippfenster eingeklemmt werden und schnell in Panik geraten.

Was ist das Kippfenster-Syndrom?

Die Bezeichnung Kippfenster-Syndrom wird – wie der Name schon sagt – genutzt, wenn Katzen versuchen,  durch gekippte Fenster zu schlüpfen. Meist kommen sie mit dem vorderen Teil des Körpers noch durch den Spalt hindurch, bleiben dann aber mit dem Becken hängen. Versuchen die Samtpfoten dann sich zu befreien, rutschen sie meistens immer tiefer in den Spalt, werden eingeklemmt und können sich ernsthafte Verletzungen zuziehen.

Tierschutzorganisationen warnen währenddessen regelmäßig vor dem sogenannten Kippfenster-Syndrom, einem Begriff aus der Tiermedizin. Immer wieder geraten Katzen beim Versuch, durch die Öffnung zu schlüpfen, in Not. Dabei klemmt sich das Tier im Spalt ein, oft mit dramatischen gesundheitlichen Folgen.

Katze am Fenster
Foto: pixabay.com/g3gg0 (Symbolfoto)

Kippfenster-Syndrom: Unterschätzte Gefahr für Katzen

Es sei nicht unwahrscheinlich, dass solche Unfälle tödlich enden. Laut Angaben der Tierschützer können Nerven, Organe und Blutgefäße stark gequetscht werden, weil das Tier im Kippfenster immer weiter nach unten rutscht. Wenn eine Katze längere Zeit im Fenster eingeklemmt ist, drohen zudem Lähmungen, innere Blutungen oder Organversagen.

Eine Rettung ist zudem nicht ungefährlich. Selbst nach der Befreiung könne die plötzlich einsetzende Durchblutung zu Komplikationen führen. Unter anderem seien Herzrhythmusstörungen als Spätfolge möglich, heißt es in dem Appell der Tierschützer.

Katzenhaltern wird dringend dazu geraten, ihre Fenster zu sichern. Empfohlen werden Gitter im Spalt des gekippten Fensters oder Netze, die das gesamte Fenster abdecken. Zum Lüften solle man dann das Fenster lieber ganz öffnen – kurzes Stoßlüften sei ohnehin effektiver und sicherer. Katzen erkennen die Gefahr meist nicht selbst und versuchen immer wieder, durch enge Spalten zu schlüpfen. Wer seine Wohnung verlässt, sollte die Fenster nie gekippt lassen, denn schon ein kleiner Spalt kann zur tödlichen Falle werden.

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