Der Glatthaar-Foxterrier ist ein unternehmenslustiger Spielkamerad und treuer Jagdbegleiter. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem idealen Begleithund für sportlich-aktive Familien, die sich gern draußen in der Natur aufhalten, und für Jägerfamilien.
In unserem Rasseporträt erfährst Du mehr über den kinderlieben, aufgeweckten Vierbeiner mit britischen Wurzeln. Wir gehen auf seine typischen Charaktereigenschaften ebenso ein wie auf die Pflege und gesundheitliche Aspekte.
Steckbrief
- Herkunft: England
- Klassifikation: FCI-Gruppe: 3 Terrier Sektion 1 Hochläufige Terrier. Arbeitsprüfung fakultativ
- Größe (Widerristhöhe): 36 – 41 cm Rüden, 33 – 38 cm Hündinnen
- Gewicht: 7 – 9 kg Rüden, 6 – 8 kg Hündinnen
- Körperbau: kräftig und muskulös, starke Hinterhand, mit kurzem Rücken, laut Rassestandard flacher Schädel. Die kräftige Rute erscheint knochig und wird aufrecht getragen.
- Fell und Farbe: weiß, zweifarbige Färbung: weiß-braun beziehungsweise weiß-schwarz oder dreifarbig (schwarz, weiß und braun). Der Kopf ist häufig braun oder schwarz.
- Charakter: intelligent, agil, aufgeweckt, anhänglich, verspielt, selbstbewusst, mutig
- Pflege: wegen seines kurzen, glatten Fells überaus pflegeleicht
- Gesundheit: insgesamt robuste, gesunde Hunderasse, vereinzelt Augenerkrankungen, Prädisposition für neurologische Erkrankungen wie Ataxie und Myelopathie (Erkrankung des Rückenmarks)
- Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre
Was ist die Herkunft der Glatthaar-Foxterrier?
Der Glatthaar-Foxterrier stammt aus England. In seinem Namen steckt das Wort „fox“, was „Fuchs“ bedeutet. Vermutlich wurde er ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als Jagdhund für die Fuchsjagd gezüchtet. Seine Aufgabe bestand darin, den Fuchs in seinem Bau aufzustöbern und herauszutreiben. Im Jahr 1876 wurde diese Hunderasse beim britischen Kennel Club eingetragen. Dort wurde auch erstmals ein Rassestandard festgelegt. Der Deutsche Foxterrier-Verband wurde 1889 in Deutschland ins Leben gerufen. Die Rassestandards werden regelmäßig angepasst.

Sind Glatthaar-Foxterrier klug? Wesen und Charakter des Terriers
Wie alle Terrier haben auch Terrier mit Glatthaar den Ruf, einen eigenen Kopf zu haben. Sie sind überaus intelligent, sehr menschenbezogen und lernen gern. Dabei zeigen sie sich allerdings auch eigensinnig und draufgängerisch. Darum sind sie keine „klassischen“ Anfängerhunde. Die Haltung setzt eine konsequente Erziehung voraus. Mit einer guten Sozialisierung ist ein Glatthaar-Terrier ein wunderbarer Familienhund.
Wenn diese jedoch fehlt, übernimmt der intelligente Vierbeiner gern selbst das Kommando. Es ist wichtig, ihn mit den Grundregeln des Zusammenlebens vertraut zu machen und ihm die wichtigsten Kommandos beizubringen. Gleichzeitig braucht das kompakte Energiebündel sowohl geistige als auch körperliche Auslastung.
Ideal wäre der Einsatz als Jagdhund. Ist das nicht möglich, braucht er eine vergleichbare Beschäftigung. Hundesport, aber auch gemeinsame Ausflüge in die Natur, gemeinsames Joggen oder Fahrrad fahren sind gut geeignet, um den temperamentvollen Vierbeiner auszupowern. Auch als Wachhund lässt er sich hervorragend einsetzen.
Wenn Du Dich für einen Hund dieser Rasse interessierst, solltest Du genug Zeit haben, Dich tagtäglich mehrere Stunden lang mit ihm zu beschäftigen. Ein Spaziergang durch den Park oder Auslauf im Garten genügen hier nicht. Ein Glatthaar-Terrier ist kein gemütlicher Schoßhund.
Wie alt wird der glatthaarige Foxterrier?
Die Lebenserwartung eines Glatthaar-Foxterriers liegt bei 12 bis 15 Jahren.

Was ist die Rassegeschichte des Glatthaar-Foxterriers?
Es gibt zwei anerkannte Foxterrier, den Glatthaar-Foxterrier und den Drahthaar-Foxterrier. Der Glatthaar-Foxterrier wurde in England ursprünglich als Jagdgebrauchshund für die Fuchsjagd gezüchtet. Er war bei Jägern und Hundeliebhabern zunächst beliebter als sein langhaariger Artgenosse.
Das änderte sich Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Drahthaar-Foxterrier entwickelte sich in den 1920er Jahren zu einem gefragten Begleiter feiner Damen. Aus ihm wurde ein „Modehund“, was zu einer wenig artgerechten Haltung führte. Fehlende Erziehung und eine mangelnde Auslastung führten dazu, dass er sich selbst Beschäftigung suchte. Das trug dem Drahthaar-Foxterrier den Ruf ein, streitlustig und beißwütig zu sein. Seine Popularität sank, was sich in einem Rückgang der Zuchtbucheintragungen in der Mitte des 20. Jahrhunderts zeigt. Der englische Traditionshund gehört heute zu den eher seltenen Hunderassen.

Was sind typische Krankheiten des Glatthaar-Foxterriers?
Grundsätzlich gehören Foxterrier zu den robusten und gesunden Hunderassen. Hin und wieder treten Augenerkrankungen auf. Allerdings besteht bei dieser Jagdhundeart ein erhöhtes Risiko für neurologische Erkrankungen wie Ataxie und Myelopathie. Dieses Risiko lässt sich eindämmen, wenn Welpen aus einer verantwortungsvollen, seriösen Zucht stammen. Gesunde, artgerechte Ernährung und viel Bewegung können sich vorteilhaft auf seine Gesundheit auswirken.
Ein Foxterrier Glatthaar ist der ideale Hund für Dich? Dann schau Dich in unserem Tiermarkt um! Dort suchen Glatthaar-Foxterrier verschiedener Altersgruppen nach einem neuen Zuhause.



