In Rhauderfehn wurde Kater Garfield der Familie Franck auf schockierende Weise getötet. Die achtjährige Samtpfote wurde mit einer Schlinge und einem Backstein in einen Kanal geworfen. Offenbar handelte es sich um eine gezielte Tötung.
Die Familie, die Garfield 2020 aus dem Tierheim aufgenommen hatte, trauert zutiefst und hofft auf Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen. Auch die Tierschutzorganisation „Peta“ hat sich eingeschaltet und will die Fahndung nach den grausamen Tierquälern unterstützen.
Wer hat Kater Garfield so grausam ertränkt?
Für Familie Franck aus Rhaudermoor in Niedersachsen war Garfield mehr als nur ein Tier, er war ein Teil der Familie. Am 4. Mai ließ sie den Kater wie gewohnt in den Garten. Doch diesmal kehrte er nicht zurück. Vier Wochen lang suchten die Halter verzweifelt, hängten Zettel auf und hofften auf Garfields Rückkehr. Am 1. Juni dann die schreckliche Gewissheit: Eine Spaziergängerin fand Garfields Kadaver, berichtet „noz“.
Unbekannte hatten eine Schlinge um den Körper des Katers gelegt und das andere Ende um einen Backstein gebunden. Danach hatten sie den Kater in den Hauptfehnkanal geworfen und ließen ihn dort qualvoll sterben. Der Fundort liegt rund zwei Kilometer vom Zuhause der Familie entfernt. Trotz des großen Schmerzes wollen die Halter jetzt aber nicht verstummen, sondern wachrütteln.
2.500 Euro für Hinweise auf den Täter
„Peta Deutschland“ zeigt sich ebenfalls erschüttert und hat eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur rechtskräftigen Verurteilung der Täter führen. Die Familie steuerte weitere 1.000 Euro hinzu. 500 Euro kommen zudem vom Tierschutzverein im Landkreis Leer. Der Fall wurde mittlerweile dem Fachkommissariat 3 zugeordnet, das sich unter anderem mit Tierquälerei beschäftigt.
Doch Ermittlungen in solchen Fällen sind oft schwierig: Ohne Zeugen oder Beweismittel verlaufen viele Spuren im Sande. Deshalb setzt die Familie auch auf die Hilfe der Öffentlichkeit und hofft, dass es Zeugen gibt.
Die Francks hoffen nun, mit ihrem Fall Aufmerksamkeit zu schaffen – für mehr Mitgefühl und mehr Konsequenz bei Tierquälerei. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, kann sich bei der Polizei Leer/Emden oder anonym bei „Peta“ unter der Telefonnummer 0711 8605910 melden.



